Kurzkritik: WASP Network

Drama/Thriller, 2019

Regie: Olivier Assayas; Darsteller: Edgar Ramirez, Penelope Cruz, Gael Garcia Bernal, Ana De Armas, Wagner Moura

Worum gehts?
Um sehr viel. Eine Reihe kubanischer Flüchtlinge/Dissidenten heuert Anfang der 90er in Miami bei Aktivitäten an, die einen Sturz des Castro-Regimes zum Ziel haben. Doch auch der Drogenhandel, die Küstenwache und die kubanische Armee sind involviert. Hinzu kommt allerlei persönliches Drama um die Familien der Flüchtlinge und ihr neues Leben im Kapitalismus.

Was soll das?
„WASP Network“ basiert – wenig überraschend – auf ‚wahren Begebenheiten‘. Und erzählt eine Geschichte, die in allen Aspekten interessant ist. Das Publikum erfährt erst nach der Hälfte der Laufzeit von den wahren Motiven einiger Hauptfiguren, und auch das dann ist noch nicht die ganze Wahrheit…

Taugt das was?
Jein. Vieles an „WASP Network“ ist gelungen, in erster Linie die Figuren, das Setting und die starken Darsteller. In Sachen Story und Spannung hapert es leider ordentlich, denn der Film will einfach zu viel. Dadurch wird das Geschehen unübersichtlich, den politischen Themen fehlt es an Zuspitzung, den Handlungen der Charaktere an ausreichender Erklärung. Mir scheint der Film hätte sowohl in einer kürzeren als auch in einer deutlichen längeren Version mehr Chancen gehabt, als Ganzes zu überzeugen. Schade.

Wo kann ich das gucken?
Bei Netflix.

3/5

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