Kurzkritik: I Know This Much Is True

Drama, 2020

Regie: Derek Cianfrance; Darsteller: Mark Ruffalo, Kathryn Hahn, Melissa Leo, Imogen Poots

Worum gehts?
„I Know This Much Is True“ erzählt die Geschichte der Zwillinge Dominic und Thomas Birdsey (in einer Doppelrolle: Mark Ruffalo) im US-Bundesstaat New York. Von ihrer schwierigen Kindheit über die Herausforderungen des College-Lebens bis in die Gegenwart (Anfang der 90er), in der Thomas‘ immer schwerer werdende Schizophrenie die beiden vor die schwerste Probe ihres Lebens stellt.

Was soll das?
Die Miniserie arbeitet sich an den ganz großen Themen des Lebens ab – Familie, Verlust, Loyalität, Krankheit, Identität, Kindheitstrauma. Nach einem Paukenschlag direkt zu Beginn entwickelt sich „I Know This Much Is True“ zum Psychogramm der Zwillinge, inklusive Rückblenden in ihre Kindheit und Jugend, sowie ins Leben ihres aus Italien eingewanderten Großvaters. TeGrenze zum Tränenporno; über weite Teile eine einzige, schwer verdauliche Abwärtsspirale; Ruffalos Darstellung ist exzellent und bewahrt „I Know This Much Is True“ davor, komplett in Melancholie und Sentimentalität zu versinken..

Taugt das was?
Mark Ruffalos Darstellung von Dominic und Thomas ist definitiv sehenswert. Damit bewahrt der die Serie (knapp) davor, in dem Meer von herben Schicksalsschlägen und negativen Ereignissen komplett abzusaufen, aus denen die Story im Wesentlichen besteht. Mir persönlich hat „I Know This Much Is True“ zwar gefallen, ich war aber ob der leichten Überdosis Weltschmerz auch froh, als es vorbei war.

Wo kann ich das gucken?
Hier.

3/5

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