Kurzkritik: Jojo Rabbit

Komödie/Drama, 2019

Regie: Taika Waititi; Darsteller: Roman Griffin Davis, Thomasin McKenzie, Taika Waititi, Scarlett Johansson, Sam Rockwell, Rebel Wilson

Worum gehts?
Eine Kleinstadt im Zweiten Weltkrieg. Der elfjährige Jojo ist ein echter Bilderbuch-Nazi. Eines Tages findet er heraus, dass seine Mutter im Dachstuhl das jüdische Mädchen Elsa versteckt. Kann ihm sein imaginärer Freund Adolf (Regisseur Waititi als alberner Hitler-Verschnitt) helfen, mit der Situation umzugehen?

Was soll das?
Gute Frage. Mir scheint, dass „Jojo Rabbit“ eine „mutige, politisch unkorrekte“ Komödie werden sollte, oder eine „Nazi-Satire mit Herz“. In die albern-überdrehte Darstellung des Dritten Reichs bettet der Film ein klassisches ‚coming of age‘-Drama ein, in dem ein Junge seine Gefühle für ein Mädchen zu verstehen lernt.

Taugt das was?
Nein: Don’t believe the hype (Oscar-Nominerungen, Peoples Choice Award in Toronto). Für mich hat der Ton des Films von Anfang an nicht funktioniert. Als Satire ist er zu albern, die Darstellung der Nazis zwischen dümmlich und verrückt überzeugt nicht – und witzig ist „Jojo Rabbit“ leider auch nur selten. Das eher nach ‚Schema F‘ verlaufende Drama wiederum – obwohl von den jungen Darstellern gut gespielt – verliert durch das verquere Szenario an Überzeugungskraft.

2/5

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