Kurzkritik: Knives Out – Mord ist Familiensache

Krimi/Komödie, 2019

Regie: Rian Johnson; Darsteller: Daniel Craig, Ana de Armas, Chris Evans, Don Johnson, Christopher Plummer

Worum gehts?
Ein steinreicher Schriftsteller wird in der Nacht seines 85. Geburtstags tot aufgefunden. Seine durchgehend recht schrulligen Angehörigen werden von der Polizei verhört, und auch der berühmte Privatdetektiv Benoit Blanc (Craig) nimmt die Ermittlungen auf…

Was soll das?
„Knives Out“ bedient sich stilistisch und inhaltlich bei vielen Klassikern des Krimi-Genres, insbesondere Agatha-Christie-Verfilmungen. Von der ersten Szene an lässt der Film keinen Zweifel daran, was er vor hat: das Publikum ist zum fröhlichen Miträtseln eingeladen, während in Rückblenden Stück für Stück die entscheidenden Szenen der Todesnacht präsentiert werden. Und auch an falschen Fährten mangelt es selbstverständlich nicht.

Taugt das was?
Das tut es. Der Film von Rian Johnson („Brick„, „Looper„) erfüllt alle Erwartungen, die man an das Genre stellen kann. Er präsentiert ein starkes Darsteller-Ensemble, eine knifflige Story, ist witzig, kurzweilig und spannend. Die Neuerfindung des Genres ist „Knives Out“ ganz sicher nicht. Sondern ein absolut gelungener Beitrag dazu.

Sonst noch was?
„Mord ist Familiensache“ kriegt definitiv einen Ehrenplatz in der Galerie der dämlichsten, unnötigsten und einfallslosesten deutschen Titel-Zusätze.

4/5

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