Kurzkritik: Der Schwarze Diamant (Uncut Gems)

Drama/Thriller, 2019

Regie: Bennie Safdie, Josh Safdie; Darsteller: Adam Sandler, LaKeith Stanfield, Julia Fox, Kevin Garnett

Worum gehts?
Howard Ratners Leben ist ein einziges Spektakel. Der New Yorker Juwelenhändler jongliert mit Waren und Kunden, setzt nebenbei Riesensummen auf Basketballspiele, während seine Ehe in die Brüche geht, die Dinge mit seiner Geliebten ebenfalls nicht zum Besten stehen, und er seinem Schwager einen Haufen Geld schuldet.

Was soll das?
„Der Schwarze Diamant“ ist eine Tour-de-Force von einem Film. Stilistisch erinnert er deutlich an „Good Time„, den vorigen Film der Safdie-Brüder. Doch die Ereignisse hier werden weniger von Außen getrieben als von Innen. Denn es ist Howards unfokussierte Rastlosigkeit und Risikosucht, die das Geschehen bestimmen.

Taugt das was?
Ja, das tut es. Der Film baut kontinuierlich Spannung auf, steigert die Intensität gekonnt bis zum Ende und kann sein Publikum dabei immer wieder überraschen. Adam Sandler, der in fast jeder Szene zu sehen ist, überzeugt in einer ungewohnt ernsten Rolle. Es ist sein Verdienst, dass Howard nicht als Karikatur daherkommt, sondern als zwar ungewöhnliches, aber glaubwürdiges emotionales Zentrum von „Der Schwarze Diamant“.

4/5

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