Kurzkritik: Too Old to Die Young

Drama, 2019

Regie/Creators: Nicolas Winding Refn, Ed Brubaker; Darsteller: Miles Teller, Christina Rodlo, Augusto Aguilera, John Hawkes, Jena Malone

Worum gehts?
Ein wortkarger Cop gerät nach dem Mord seines Partners zwischen die Fronten eines Bandenkrieges, ein mexikanisches Kartell stellt sich nach dem Tod des Patrons neu auf, und eine junge Frau nimmt mit einem schwerkranken Ex-Soldaten davon gekommene Verbrecher ins Visier. Irgendwie hängt das auch noch alles zusammen…

Was soll das?
„Drive“-Regisseur Refn hat von amazon einen Freifahrtschein bekommen – ein ordentliches Budget für 13 Stunden künstlerische Freiheit. Und so sieht das dann auch aus. Aufreizend langsam bis lethargisch, dabei unfassbar stylisch, extrem brutal und – mehr als gewohnt – mit albtraumhaften bis surrealen Zügen.

Taugt das was?
Leider nein. Zwar sah Fernsehen wirklich selten so gut aus, aber „Too Old To Die Young“ übertreibt es mit der Langsamkeit. Die Serie bietet immerhin einige erinnungswürdige Szenen (sowohl abseitig-lustige als auch völlig kranke Sex- und Gewaltdarstellungen). Doch die Story kommt nie wirklich in Gang (was gewollt scheint), und findet auch kein wirkliches Ende. Sie zerfasert gegen Ende eher, als dass sie die Handlungsstränge zusammenführen würde – worauf man nach Stunden der Langsamkeit inständig gehofft hat.

Wo kann ich das gucken?
Bei amazon Prime Video.

2/5

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