Kurzkritik: Game of Thrones Staffel 7

Game of Thrones Season 7 PosterIch war wie viele Zuschauer der Serie überrascht ob des neuerdings immens hohen Tempos der Serie, und enttäuscht über die damit einhergehenden Abstriche bei der Figurenentwicklung, sowie der gesunkenen Qualität der Dialoge. Es scheint leider, als könnten die Macher das erzählerische Niveau der bisherigen sechs Staffeln nicht halten.

Stattdessen ist nun Action angesagt, es gibt Schlachten, Gipfeltreffen, Verhandlungen, Allianzen und eine zentrale Love-Story, die unausweichlich war, aber doch nicht so richtig überzeugen kann. Schade.

Andererseits musste die längste Exposition der Fernsehgesichte auch irgendwann mal ein Ende finden. Dass es am Ende krachen würde war klar, und nun ist es eben soweit. Warum es nicht möglich war, sich dafür zumindest drei Folgen mehr Zeit zu nehmen, bleibt allerdings unklar.

So hetzt „Game of Thrones“ hier fast schon auf das Ende zu, Entwicklungen und Entfernungen, die in früheren Staffeln Stoff für mehrere Folgen gewesen wären, werden nun oft direkt in einer einzigen Folge abgefrühstückt.

Doch zum Glück hat die Serie großartige Vorarbeit geleistet, Spannung und Konflikte aufgebaut, dass es immer noch eine Freude ist, das Pulverfass Westeros nun (gefühlt im Zeitraffer) explodieren zu sehen. Einige Handlungsstränge und Figuren (Sansa und Arya in Winterfell, Sam in der Zitadelle, Jamies innerer Kampf) haben mehr Spaß gemacht, andere weniger, auch weil die Logik oft auf der Strecke blieb.

Die letzten sechs Folgen können anno 2018 kommen, ich freu mich drauf. Und dann darf es auch vorbei sein.

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