Sherlock – The Final Problem: Gedanken zum Finale der 4. Staffel

Es ist nun wahrlich nicht so, dass „Sherlock“-Folgen dafür bekannt wären, dass sie sich Zeit nehmen, wenig passiert und immer alles total plausibel ist. Doch das Finale der aktuellen Staffel (und die vielleicht letzte Folge der Reihe) setzt wahrlich neue Maßstäbe – wenn auch nicht nur im positiven Sinne.

„The Final Problem“ führt Sherlock und seinen Bruder Mycroft mit ihrer mysteriösen, verschollenen Schwester zusammen, der Dasein in den letzten Folgen bereits anklang. Natürlich ist auch Watson mit von der Party, und auch Moriarty hat seine Auftritte.

In rasendem Tempo, mit vielen Ideen und noch mehr Sperenzchen wird hier alles daran gesetzt, „Sherlock“ einen glamourösen und würdigen Abgang zu bescheren. Das funktioniert auch, schießt aber – selbst für meinen Geschmack – doch sehr oft über das Ziel hinaus.

Die Serie war nie wirklich ernst gemeint, wirkt hier aber manchmal wie eine Persiflage ihrer selbst. Zumal es im Vergleich mit frühreren Folgen auch an Humor, der ohne das Prädikat „unfreiwillig“ daherkommt.

Vielleicht war es den Machern der Show auch egal. Sie haben in einem Höllenritt noch einmal alles gegeben, und vermeiden es mit der Story auch, sich zu wiederholen. Der x-te „Moriarty/Mary/Sherlock sind tot/nicht tot“–Cliffhanger – soviel darf ich hier verraten – steht nicht am Ende dieser äußerst unterhaltsamen, grenzwertig trashigen und bemerkenswerten Folge…

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