Kurzkritik: War Dogs

War Dogs FilmplakatDrama, USA 2016

Regie: Todd Phillips; Darsteller: Jonah Hill, Miles Teller, Kevin Pollak

Efraim Diveroli (J. Hill) ist ein ehrgeiziger, eigenwilliger junger Mann von Anfang 20. Eher zufällig entdeckt er anno 2005 eine Website, auf der das US-Militär ihre Ausschreibungen veröffentlicht – und stellt verblüfft fest, dass er bei dem Millionenspiel mit Ausrüstung, Waffen und Munition mitmachen kann.

Bald schließt sich ihm, angetrieben von seiner beruflichen Planlosigkeit und leeren Taschen, sein alter Schulfreund David (M. Teller) an. Die beiden arbeiten sich langsam aber sich zu immer lukrativeren und größeren Deals hoch, wobei sie immer zwielichtigere Kontakte nach Osteuropa knüpfen – wo nach dem Ende des Kalten Kriegs massig Waffen und Munition ‚übrig geblieben‘ sind.

Mit deutlichen Anleihen bei Martin Scoresese (Soundtrack, Off-Kommentar, Kamerafahrten/-einstellungen) inszeniert erzählt „War Dogs“ seine – auf wahren Ereignissen beruhende Geschichte – mit Witz und Tempo. Die Schauplätze sind zahlreich, denn die beiden Antihelden müssen ihre Waren nicht nur im Ausland inspizieren auch schon mal selbst an Ziel (sprich Irak) bringen

Weniger gelungen sind die Hauptfiguren, die trotz der interessanten Story eher eindimensional daherkommen. Man versteht, was die beiden da machen und auch warum – aber man fiebert nicht mit ihnen mit. Vielleicht liegt das auch am kühlen Blick des Films auf seine recht irrwitzige Story. Die Nebenfiguren sind insgesamt nicht der Rede wert.

So kann man sich hier ein unterhaltsam aufbereitetes und ziemlich kurioses Stück neuerer Geschichte einverleiben, dieses aber mangels herausragender Merkmale auch schnell wieder vergessen.

3/5

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