Filmkritik: Casa de mi Padre

Casa de mi PadreComedy, USA 2012

Regie: Matt Piedmont; Darsteller: Will Ferrell, Gael Garcia Bernal, Diego Luna, Genesis Rodriguez

Irgendwo in Mexiko. Armando (Ferrell) und Raul (Luna) sind ungleiche Söhne eines reichen Farmers. Als Raul die schöne Sonia heiraten will kommt es zur Katastrophe – denn er hat sich den mächtigen Drogenboss Onza (Bernal) zum Feind gemacht. Raul und Armando, der sich in Sonia verliebt hat, bieten dem Gangster die Stirn. Die Story hat in etwa das Niveau einer drittklassigen Seifenoper, und das ist volle Absicht. „Casa de mi Padre“ ist zudem komplett in spanischer Sprache gedreht, der alberne Spaß wird in den USA mit der Tagline „The best movie you’ll ever read.“ beworben.

Will Ferrell und Regisseur Matt Piedmont kennen sich aus gemeinsamen Tagen bei der erfolgreichen TV-Comedyshow „Saturday Night Live“ und lassen bei dieser Farce von einem Film keine Albernheit aus. So sind schäbig geklebte Fototapeten im Hintergrund zu sehen, es werden (neben echten Tieren) auch mal offensichtliche Pferde-Attrappen eingesetzt oder (in einer herrlichen Traumsequenz) ein billiger Plüschtier-Löwe. Der Look des Films ist ansonsten dem von „Machete“ nicht unähnlich, mit satten, grellen Farben. Die Dialoge sind fürchterlich hölzern, die Figuren fallen auch gerne mal in sinnloses Gelächter – wenn nicht gerade grimassieren angesagt ist. Tatsächlich ist der ganze Quatsch ziemlich lustig, die grenzdebile Handlung hat ihren eigenen Charme und die Schauspieler sichtlich Spaß am groben Unfug.

4/5

Ob der Film in Deutschland erscheinen wird konnte ich nicht herausfinden. Wahrscheinlich (leider) nicht.

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