Der Nebel – The Mist (DVD)

Normalerweise verfahre ich mit Horrorfilmen wie folgt: ich leihe sie nicht aus, kaufe keine, gucke sie nicht im Kino und erst recht nicht im Fernsehen. Weil Ausnahmen die Regel bestätigen und das Wetter in Berlin dieser Tage zu wünschen übrig lässt habe ich mir doch mal wieder einen angesehen, und zwar die Stephen-King-Verflimung „The Mist“. Inszeniert hat die Geschichte Frank Darabont, der seit „The Green Mile“ und „Die Verurteilten“ quasi als Spezialist für King-Adaptionen gelten darf. Die Story spielt in einer kleinen Stadt im Nordosten der USA (wie eigentlich alle Stories des Autors), die über Nacht von einem unheimlichen Nebel heimgesucht wird.

Eine Gruppe von Bewohnern der Stadt ist gerade im Supermarkt, als klar wird, dass der Nebel nicht einfach nur die Sicht behindert – Menschen fallen ihm zum Opfer, mysteriöse Kreaturen bewegen sich darin, Telefone und Radios geben den Geist auf. Die Menschen im Supermarkt versuchen mit der schwierigen Situation umzugehen, werden jedoch bald auf eine harte Probe gestellt, denn der Nebel drängt mit aller Macht in ihren Rückzugsort. Es kommt bald zur Spaltung der Gruppe. Die einen folgen einer religiösen Spinnerin (Marcia Gay Harden), die vom Ende der Welt schwafelt, die anderen scharen sich um David Drayton (Thomas Jane) und versuchen irgendwie zu entkommen.

Die Stärke des Films liegt eher in der Beobachtung der Gruppendynamik, die Horror-Sequenzen sind zwar guter Durchschnitt, aber auch schon zig mal da gewesen. Nicht alles stimmt, was Dramaturgie und innere Logik angeht, es reicht aber, um das interessante Szenario unterhaltsam auszuloten. Zum Ende geht dem Film dann deutlich die Luft aus, da hilft auch das durchaus überraschende Finale nicht. Insgesamt ein gelungener Film, der weitgehend Spaß macht. Das gewisse Etwas fehlt allerdings, weshalb man sich „The Mist“ auch problemlos sparen kann.

3/5

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