Sieben Leben (Seven Pounds)

Will Smith hat in den letzten Jahren nicht einen miesen Film hingelegt und bei der Wahl seiner Projekte immer ein gutes Gespür bewiesen. Mit seinem Selbbewusstsein und seiner Präsenz hat er Filme wie „I am Legend“ oder „The Pursuit of Happiness“ quasi im Alleingang getragen. Nun ist er im Drama „Seven Pounds“ zu sehen, dessen verschachtelte Story sich dem Zuschauer erst nach und nach erschließt.

Smith ist als Finanzbeamter Ben Thomas offenbar auf einer persönlichen Mission, er nimmt scheinbar willkürlich Kontakt zu verschiedenen Personen auf und verändert dabei auf drastische Art sein Verhalten. Im Zentrum des Films steht dabei seine Beziehung zur herzkranken Emily (Rosario Dawson), der er langsam, aber sicher näher kommt. Seine Verschlossenheit bezüglich seiner persönlichen Vergangenheit (eines der „Rätsel“ des Films) steht dem jedoch im Wege, doch zuletzt scheint auch da noch Bewegung reinzukommen.

Wenn am Ende die Auflösung und die ganz großen Emotionen über das Publikum geradezu hereinbrechen ist „Seven Pounds“ sehr nah dran am Trauer-Kitsch, und auch die innere Logik der Story entblößt eine etwas unglaubwürdige, abseitige Ader. Durch die guten Schauspieler, neben Smith und Dawson u.a. Woody Harrelson und Barry Pepper, rettet sich der Film jedoch über die Zeit. Es gehört schon einiges dazu, diesen Stoff einem Mainstream-Publikum zu servieren, aber es gelingt Regisseur Gabriele Muccini („Pursuit of Happiness“) unter dem Strich ganz gut. Ob man allerdings im Kino soviel Drama und Trauer sehen möchte muss man vor dem Gang in dieses Gefühlskino schon selbst entscheiden.

3/5

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