Kurzkritik: The Lost Leonardo

Dokumentation, 2021

Regie: Andreas Koefoed; Darsteller: Jerry Saltz, Dianne Modestini, Yves Bouvier, Frank Zöllner

Worum gehts?
Um das vor knapp 20 Jahren in New Orleans aufgetauchte, über Jahrhunderte verloren geglaubte Gemälde „Salvator Mundi“ und die spannende Frage, ob es tatsächlich von Leonardo da Vinci gemalt wurde oder nicht…

Was soll das?
Die ziemlich unglaubliche jüngere Geschichte des Gemäldes unterteilt der Film in drei Teile. In „The Art Game“ geht es vor allem um die Frage der Authentizität des Werkes, in „The Money Game“ um die legendären Verkäufe, und in „The Global Game“ um das aktuelle und künftige Schicksal von „Salvator Mundi“.

Taugt das was?
Absolut. Mir war die Story in Grundzügen bekannt, was dem Vergnügen keinen Abbruch getan hat. Faszienierend ist vor allem, dass viele (wenn auch leider nicht alle) aktiv Beteiligte selbst ihre Sicht der Dinge schildern. Das Minenspiel der Kunsthändler, Museumsdirektoren und Journalisten lädt jeden Zuschauer ein, sich zu fragen, ob hier die Wahrheit erzählt wird oder nicht. An wenigen Stellen hätte ich mir noch vertiefende Infos zu den Hintergründen gewünscht, aber insgesamt macht „The Lost Leonardo“ schon verdammt viel richtig.

Wo kann ich das gucken?
Unklar; im Kino läuft er nicht mehr, einen Streaming- oder BluRay-Starttermin konnte ich aber auch nicht finden. Möglicherweise bald im Fernsehen (in Österreich lief er bereits).

8/10

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