Kurzkritik: Morbius

Fantasy/Action, 2022

Regie: Daniel Espinoso; Darsteller: Jared Leto, Adria Arjona, Jared Harris, Matt Smith, Tyrese Gibso

Worum gehts?
Wissenschaftler Morbius sucht nach einem Weg, seine eigene Krankheit (eine seltene Blutkrankheit) zu heilen. Finanziert wird seine Forschung durch Milo, seinen Leidensgenossen aus gemeinsamen Kindertagen. Der Durchbruch scheint nahe, doch die vermeintliche Heilung erweist sich als Verwandlung in ein Vampir-ähnliches Wesen – dem sehr bald auch das selbst entwickelte künstliche Blut nicht mehr ausreicht…

Was soll das?
Irgendwie hat sich Sony bei Marvel ein eigenes „Spider-Man Universe“ ausgehandelt, und nach „Venom“ führt das Studio hier nun den zweiten neuen Helden aus dieser Welt ein. „Morbius“ ist davon abgesehen eine ‚origin story‘, und wagt sich erst mit den Post-Credits-Szenen in fremde Gewässer…

Taugt das was?
Nicht wirklich. Zwar schafft es der Film, einigermaßen temporeich und unterhaltsam durch seine Geschichte zu führen. Doch egal, wo man (auch nur ein kleines bisschen genauer) hinguckt, bröselt der Film sofort auseinander. In ein oder zwei Disziplinen (Story, Charaktere, Dialoge, Actionsszenen) hätte „Morbius“ schon erkennbare Stärken gebraucht, um in der Masse der vielen Superhelden-Filme nicht unterzugehen. Doch der Film kann aus der Verbindung von Superhelden und Vampiren kein echtes Kapital schlagen – und am Ende war es mir sehr egal, ob Morbius jemals in einem der anderen Universen zu sehen sein wird.

4/10

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