Kurzkritik: Parallele Mütter

Drama, 2021

Regie: Pedro Almodovar; Darsteller: Penelope Cruz, Milena Smit, Israel Elejalde

Worum gehts?
Zwei schwangere Frauen lernen sich im Krankenhaus kennen. Sie verbindet, dass die Schwangerschaft ungeplant war – und dass sie ihre Kinder ohne den jeweiligen Vater großziehen werden. Während die ältere Janis (Cruz) ihrem Leben als Mutter sehr bestimmt und zuversichtlich entgegen blickt, ist Teenagerin Ana (Smit) eher verstört und unsicher. Nach einiger Zeit treffen sich die beiden wieder – doch bis dahin wird einiges passiert sein…

Was soll das?
„Parallele Mütter“ (der Titel klingt irgendwie ziemlich dämlich, wie ich finde) erzählt eine vielschichtige Story, von der man als Zuschauer lange nicht weiss, in welche Richtung sie eigentlich geht. Wenn man – so wie ich – keinen Trailer geschaut hat, haben es die Überraschungen ganz schön in sich. Es ist schon ein kleiner Spoiler zu erwähnen, dass der Film nicht zu den überdrehten Komödien des Regisseurs gehört, denn zumindest das Potentila dafür ist anfangs definitiv vorhanden…

Taugt das was?
Das kann man so sagen. Der Plot von „Parallele Mütter“ hat die für Almodovar oft typischen Seifenoper-artigen Züge, ist aber durch und durch anspruchsvolles und emotional intensives Autorenkino. Der Film nimmt sich Zeit für seine Hauptfiguren, spart sich jede unnötige Ablenkung und verbindet auf sehenswerte Weise zwei Motive, die scheinbar überhaupt nicht zusammenpassen.

Wo kann ich das gucken?
Im Kino.

9/10

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