Kurzkritik: Foundation

Science-Fiction, 2021

Creators: Josh Friedman, David S. Goyer; Darsteller: Leah Harvey, Lou Llobell, Lee Pace, Jared Harris, Laura Birn

Worum gehts?
Der Wissenschaftler Hari Seldon sagt dem galaktischen Imperium seinen unausweichlichen Untergang voraus. Einzig die Spanne zwischen Zusammenbruch und Wiederaufbau der Zivilisation könne verkürzt werden – wenn man ihn mit einem ungewöhnlichen Plan gewähren ließe…

Was soll das?
Apple TV+ hat die Verfilmung der als unverfilmbar geltenden Romanreihe von Isaac Asimov gewagt. Allerdings hat man die Story ziemlich verändert, um die aufufernde, sich über Jahrtausende entfaltene Story irgendwie in eine Form zu bringen, die dem Format „Erste Staffel einer mehrteiligen Serie“ gerecht wird. Dazu wurde offenkundig ein gewaltiges Budget freigegeben, denn „Foundation“ muss sich in Sachen visueller Exzellenz und Effekte hinter nichts und niemandem verstecken.

Taugt das was?
Nicht wirklich. Wie schon bemerkt gibt es visuell nichts an der Show auszusetzen, und auch das Schauspieler-Ensemble hat mir weitgehend gefallen. Doch eine fesselnde Erzählung gelingt „Foundation“ nur selten – und dann nur in kleineren Abschnitten. Das Szenario ebenso wie den großen Handlungsbogen (auch wenn er ja nur der Anfang einer noch viel größeren Story sein kann und soll) fand ich oft zäh und unglaubwürdig. Und insbesondere gelingt es nicht, den vielen Handlungssträngen wenigstens eine innere Logik und Dynamik zu verleihen. Ich bin eher skeptisch, ob ich der zweiten (bereits beauftragten) Staffel noch eine Chance geben werde…

Sonst noch was?
Ich glaube, die „Foundation“-Romane galten nicht nur wegen der aufwendigen Sci-Fi-Welten als unverfilmbar, sondern auch, weil die Story nicht sonderlich gut zum Medium Film passt – und offenbar auch nicht viel besser zu einer Serie im Streaming-Zeitalter.

Wo kann ich das gucken?
Bei Apple TV+.

6/10

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