Kurzkritik: Last Night in Soho

Drama/Horror, 2021

Regie: Edgar Wright; Darsteller: Thomasin McKenzie, Anya Tailor-Joy, Matt Smith, Michael Ajao

Worum gehts?
Die junge Mode-Studentin Ellie erlebt mysteriöse Dinge, die sich möglicherweise nur bei ihr im Kopf abspielen. Sie taucht ins London der ‚Swinging Sixties‘ ein, wo sie erlebt, wie die junge Sängerin Sandy versucht, in den Nachtclubs eine Karriere zu starten. Ellies geistige Verfassung wird von Beginn an in Frage gestellt (sie sieht ständig ihre Mutter, die sich vor Jahren umgebracht hat), und die Grenzen zwischen (alb)traumhafter Vergangenheit und Realität verwischen zunehmend.

Was soll das?
„Last Night in Soho“ mischt psychologisches Drama mit Musical-artiger Verspieltheit, denen dann langsam, aber sicher die Horror-Elemente den Rang ablaufen.

Taugt das was?
Jein. Der Film ist stylish, hervorragend gespielt, und zu Beginn auch spannend. Mir gingen aber die übertriebenen Sixties-Szenen (und der vehement aggressive Soundtrack dazu) mit zunehmender Dauer auf den Zünder. Für einen Nicht-Horrorfan wie mich haben diese – aus meiner Sicht ebenfalls übertrieben eingesetzten – Anteile natürlich auch nicht geholfen. Die Story weiss zwar insgesamt zu unterhalten, die Auflösung jedoch fand ich nur durchschnittlich.

Wo kann ich das gucken?
Im Kino.

6/10

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