Kurzkritik: Small Axe Pt. 4 – Alex Wheatle

Drama, 2020

Regie: Steve McQueen; Darsteller: Sheyi Cole, Jonathan Jules, Johann Myers

Worum gehts?
Im vierten Teil von McQueens „Small Axe“-Reihe geht es um den auf wahren Begebenheiten beruhenden Werdegang des späteren Schriftstellers Alex Wheatle. Nach einer trostlosen Kindheit bei Pflegeeltern und Waisenhäusern in der englischen Provinz entdeckt er im Londoner Stadtteil Brixton seine Liebe zur (Reggae-)Musik und wird Teil einer Community. Es dauert jedoch nicht lange, bis er sich nach dem „Brixton Uprising“ von 1981 im Gefängnis wiederfindet…

Was soll das?
„Alex Wheatle“ ist am ehesten mit dem unmittelbaren Vorgänger „Red, White and Blue“ vergleichbar. Der Film beleuchtet Identität, Erfahrungen und Schmerz seiner Hauptfigur, und zeichnet das Selbstverständnis einer Gesellschaft nach, in der diese zum Außenseitertum geradezu verdammt ist.

Taugt das was?
Ja, wie schon „Mangrove“ und „Red, White and Blue“ funtioniert auch „Alex Wheatle“ vor allem wegen der scharfen Milieu- und Figurenzeichnung und den Verzicht auf Sentimentalität. Allerdings bleibt die Hauptfigur selbst immer ein bisschen unnahbar, der Film wagt bis zum Schluss keinen „Blick hinter die Maske“.

Wo kann ich das gucken?
Hier.

7/10

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