Kurzkritik: Wir Können Nicht Anders

Komödie/Krimi, 2020

Regie: Detlev Buck; Darsteller: Alli Neumann, Kostja Ullmann, Sascha Alexander Gersak

Worum gehts?
Junior-Professor Sam gabelt in Berlin die junge Edda auf, und begleitet sie spontan auf einen Trip in die heimatliche Provinz von Brandenburg. Kaum angekommen geraten die beiden in einen eskalierenden Konflikt unter Einheimischen, bei dem auch die örtliche Polizei keine Hilfe ist – im Gegenteil…

Was soll das?
„Wir Können Nicht Anders“ ist wohl eine Art Nachfolger von Detlev Bucks „Wir Können Auch Anders“ von 1993, den ich allerdings nicht gesehen habe. Der Film schickt Sam als Vertreter der Großstadt und Edda als geflohene Provinzlerin in einen ziemlich abstrusen Plot, bevölkert von karikaturenhaften Personen, deren Motive und Geschichten ich nicht wirklich begriffen habe. Vielleicht geht es auch einfach nur um verletzten Stolz und Eifersucht (Sophia Thomalla rennt als ‚femme fatale‘ durch die Handlung).

Taugt das was?
Nein. Für eine Komödie ist „Wir Können Nicht Anders“ nur selten witzig genug, für eine Satire zu albern. Die Krimi-Handlung verdient diese Bezeichnung nicht wirklich, spannend ist das Geschehen auch deshalb nicht, weil keine der Figuren richtig überzeugen kann. Eine Message über den Zustand der ostdeutschen Provinz anno 2020 konnte ich hinter dem Klamauk ebenfalls nur selten erkennen.

2/5

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