Kurzkritik: Kajillionaire

Drama, 2020

Regie: Miranda July; Darsteller: Evan Rachel Wood, Richard Jenkins, Debra Winger, Gina Rodriguez

Worum gehts?
Eine junge Frau mit dem schrulligen Namen Old Dolio lebt mir ihren ebenso schrulligen Eltern Robert und Theresa in ganz merkwürdiges Leben. Die Familie lebt von kleinen Betrügereien, Diebstählen oder ähnlichen Gaunereien und wohnt in einem fensterlosen Kabuff. Durch ihre sonderbare Kindheit (der Lebenswandel der Familie war wohl nie anders als in der Gegenwart) und ihre merkwürdig distanzierten Eltern ist Old Dolio eine ungewöhnliche Frau geworden – die sich dann auch noch damit abfinden muss, dass die lebenslustige Latina Melanie die Familie neuerdings bei ihren Aktivitäten begleitet. Und dabei deutlich herzlicher behandelt wird als sie selbst…

Was soll das?
„Kajillionaire“ erzählt eine Familiengeschichte der etwas anderen Art. Das Geschehen ist zu großen Teilen am ehesten eine Tragikomödie, wobei der Film seine Figuren niemals der Lächerlichkeit preisgibt. Während anfangs die zunehmend verzweifelten Versuche der Familie, an Geld zu kommen (sie liegen drei Mieten im Rückstand) im Mittelpunkt stehen, nimmt der Film im letzten Drittel eine überraschende Wendung.

Taugt das was?
Ja. Es braucht zwar ein wenig, um mit dem skurillen Szenario warm zu werden. Doch die guten Darsteller, die einfühlsame Inszenierung und das starke Drehbuch ergeben als ganzes ein sehenswertes Außenseiter-Drama mit viel Sinn für Humor.

Wo kann ich das gucken?
„Kajillionaire“ lief tatsächlich im Kino und wird bald auf DVD/BluRay und sicher auch per Streaming erhätlich sein (hier checken).

4/5

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