Kurzkritik: Westworld (Staffel 3)

Sci-Fi/Drama, 2020

Creators: Lisa Joy, Jonathan Nolan; Darsteller: Thandie Newton, Evan Rachel Wood, Tessa Thompson, Ed Harris, Aaron Paul, Vincent Cassel

Worum gehts?
Es hat sich in der letzten Staffel angekündigt – die „Hosts“ aus dem Western-Themenpark brechen aus. Zumindest einige von ihnen, darunter ihre Anführerin Dolores. Die mit den Menschen bekanntlich noch ein Hühnchen zu rupfen hat…

Was soll das?
Nachdem die zweite Staffel für die maximale Verwirrung des Plots ordentlich Kritik einstecken musste, haben die Macher von „Westworld“ kräftig gegengesteuert. Die erste Folge gibt direkt den Ton vor. Es gibt jede Menge Action, Schießereien und Verfolgungsjagden in einer dystopischen Version des Jahres 2058.

Mit dem Veteran Caleb (Aaron Paul) und dem ominösen Serac (Vincent Cassel) werden zwei neue Hauptfiguren eingeführt, die mich beide nur bedingt überzeugen konnten. Dolores, Maeve und die meisten anderen ‚Hosts‘ bleiben der ersten vollständig außerhalb des Parks spielenden Staffel erhalten.

Taugt das was?
Jein. Den abrupte Wechsel von Tonart und Erzähltempo muss man erstmal verdauen. Auch wenn „Westworld“ es in der zweiten Staffel sicher übertrieben hat: die Unberechenbarkeit des Geschehens und der Erzählung waren ein wichtiges Merkmal der Show. Und obwohl auch schon in der letzten Staffel einige Szenen in derselben Zukunft spielten, die jetzt im Zentrum steht, passen die Welten für mich nicht so richtig zusammen.

Der Eindruck eines Bruchs in der Erzählung wird von den neu aus dem Hut gezauberten Figuren noch verstärkt. Die Show entwickelt zwar ihre Motive konsequent weiter, findet aber nie wirklich zu sich. Trotzdem bietet „Westworld“ überdurchschnittlich gute Sci-Fi-Unterhaltung in 8 kurzweiligen Folgen. Man darf gespannt (und auch skeptisch) sein, wie es in der bereits beauftragten vierten Staffel weitergehen wird…

Wo kann ich das gucken?
Hier.

3/5

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