Kurzkritik: Der Distelfink (The Goldfinch)

Drama, 2019

Regie: John Crowley; Darsteller: Ansel Elgort, Jeffrey Wright, Finn Wolfhard

Worum gehts?
Um einen Jungen namens Theo, der bei einem Bombenattentat seine Mutter verliert. Und den davon geprägten weiteren Verlauf seines Lebens, in dem antike Möbel, sehr unterschiedliche Menschen und ein Gemälde die Hauptrollen spielen.

Was soll das?
„Der Distelfink“ ist die Verfilmung von Donna Tartts gleichnamigem Roman. Da dieser eher weniger durch die Handlung, als durch das eindrücklich und ausgiebig geschilderte Innenleben der Hauptfigur überzeugen konnte, muss der Film andere Wege gehen, um der Faszination des Stoffes gerecht zu werden.

Taugt das was?
Nein, der Film scheitert auf fast allen Ebenen. Es wurde (trotz 150 Minuten Laufzeit) viel gekürzt, wodurch vor allem die innere Logik von Theos Entwicklung auf der Strecke bleibt. Die meisten Figuren sind eindimensional, die einzelnen Stationen der Handlung ziehen im Eiltempo vorbei, die Darsteller können dem nicht wirklich entgegen wirken. Einzig visuell kann „Der Distelfink“ durchaus überzeugen. Schade, dass der Roman nicht im besser passenden Format einer Mini-Serie verfilmt wurde – und mit einem überzeugenden Ansatz, wie die Story in ein neues Medium zu überführen ist. Er hätte es verdient gehabt.

2/5

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