„Super 8“ – J.J. Abrams, Spielberg und die Nostalgie

Wer den Trailer gesehen hat, der weiss schon, wie ich zu der Überschrift komme. Nicht nur (aber auch), weil der Film Ende der 70er Jahre spielt denkt man an Filme wie „Unheimliche Begegnung der Dritten Art“ oder „E.T.“. Typisch für Spielberg ist etwa das Setting in einer Kleinstadt und die vielen jungen Hauptdarsteller. J.J. Abrams, Erfinder von „Lost“ und Regisseur des letzten „Star Trek“-Films, hat nicht nur Regie geführt sondern auch das Drehbuch geschrieben.

Und auch das klingt nach Spielberg. Eine Gruppe von Kids dreht einen Amateur-Horrorfilm (im Format Super 8, daher der Titel), als in ihrer Kleinstadt ein Zug entgleist. Sie werden Zeugen, dass sich in diesem Zug ein merkwürdiges Wesen befand, dass seitdem auf der Flucht ist. Die Ermittlungsbehörden schweigen zu den sich häufenden Vorfällen, aber das große Aufgebot von schwerem Kriegsgerät lässt Böses ahnen…

In den USA ist der Film sehr gut angelaufen. Ein IMDb-Rating von 8,1 ist sehr gut, und für einen Film ohne Stars und berühmte Vorlage sind $ 35 Mio. ein ordentliches Ergebnis am ersten Wochenende. Ich bin mal gespannt, ob sich auch hierzulande ein großes Publikum findet, dass jenseits der abgetrampelten „Pirates“ und „X-Men“-Pfade nach gut gemachter Unterhaltung sucht.

Ich bin selbst kein ganz großer Freund von Spielbergs Werk aus den 70ern und 80ern („Indiana Jones“ ausgenommen), aber wenn Abrams es schaffen sollte, mit „Super 8“ eine kleine Nostalgie-Welle in Hollywood loszutreten wäre mir das allemal lieber als die nächsten 25 lauen 3-D-Spektakel – die trotzdem unweigerlich kommen werden. In Deutschland läuft der Film am 4. August an.

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