Der letzte Tempelritter (Season of the Witch)

Jetzt ist es amtlich. Es ist kein Gerücht, dass Nicolas Cage pleite ist. Es ist die Wahrheit. Anders lässt sich seine Teilnahme an einem unterirdischen Film wie „Season of the Witch“ nicht erklären. Cage gibt den Tempelritter Behmen, der anno 1325 (oder so) gemeinsam mit dem Kollegen Felson (Ron Perlman) bei den Kreuzzügen kämpft. Die beiden haben daran Macho-mäßig großen Spaß und reissen munter Sprüche in den Schlachten – bis sie eines Tages in ein Gemetzel geraten, in dem Frauen und Kinder sterben. Desillusioniert vom Sinn ihrer Mission im Namen Gottes machen sie sich (wie es scheint ein wenig beleidigt) davon.

Soweit, so schlecht. Nun geht die eigentliche Story los. Die Pest wütet in Europa, und die Kirche hat eine angebliche Hexe (Claire Foy) ausgemacht, die für den Ausbruch der Seuche verantwortlich sein soll. Behmen und Felson machen sich mit dem Ex-Messdiener Debelzaq und dem Krieger Eckhart (Ulrich Thomsen) auf den Weg, um die namenlose junge Frau irgendwelchen Mönchen zu übergeben, die dann über sie richten sollen.

Die Grottigkeit von „Season of the Witch“ ist schon beeindruckend und zieht sich durch alle Bereiche. Die visuellen Effekte sind billiger Mist und sehen oft krass albern aus. Da hilft auch der dauernde Nebel nichts, der über diese Fehlleistung hinwegtäuschen soll. Das Drehbuch ist einfallslos und beliebig, die Dialoge genauso daneben wie die „Figurenzeichnung“. Eine Folge „Xena“ hat da wahrscheinlich mehr zu bieten.

Ich bin ohnehin kein großer Freund von Mittelalter-Streifen, aber dieser Stuss ist quasi unguckbar. Wenn man weder ein stimmiges Drehbuch noch die Kohle für die nötigen Effekte und Massen-Gemetzel-Szenen hat sollte man sich einfach was anderes einfallen lassen – und auf GAR KEINEN FALL mit diesem zusammengeflickten Müll an die Öffentlichkeit treten!

1/5

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