Juno

DER Überraschungserfolg des Jahres in den USA ist die Geschichte einer Teenagerin, die ungewollt schwanger wird. Was in Europa häufiger zum Stoff für Sozialkritik taugt entwickelt Regisseur Jason Reitman souverän zu einer feinfühligen, immens witzigen und glänzend gespielten Komödie. Juno (Ellen Page) hat für ihre prekäre Lage schnell eine Lösung parat: sie sucht kurzerhand das junge Vorzeige-Ehepaar Loring (Jason Bateman und Jennifer Garner) auf, die per Annonce nach einem Adoptivkind suchen.

Schnell ist die Sache geklärt, Juno ist ihr Kind los – nur bekommen muss sie es natürlich noch, und so gibt es für sie in dieser und auch in anderen Richtungen einige Prüfungen zu bestehen. Neben der wahrlich Oscar-würdigen Darstellung von Ellen Page spielen auch die anderen Schauspieler groß auf und erwecken jene herrlichen Charaktere zum Leben, die das Drehbuch zu bieten hat. Von Anfang bis Ende stimmig und überzeugend ist „Juno“ ein wunderbarer Film, der völlig zu Recht in allen Top-10 Listen der US-Kritiker ganz weit oben steht. Großes Kino.
9/10

 

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