Thriller, 2026
Regie: Paul Feig; Darsteller: Sydney Sweeney, Amanda Seyfried, Brendan Sklenar
Sydney Sweeney spielt Millie, eine junge Frau, die auf Bewährung entlassen wurde, sucht eine Anstellung als Hausmädchen. Und findet sie unverhofft bei der reichen Familie Winchester, die scheinbar ein echtes Bilderbuch-Leben führt.
Doch der Schein trügt natürlich. Nina scheint bestenfalls launisch und erratisch zu sein, oder schlimmstenfalls komplett verrückt. Ihre Ehemann Andrew dagegen ist scheinbar die Ruhe selbst, ein charmanter Fels in der Brandung – aber auch dieses Bild bekommt bald Risse…
„The Housemaid“ ist – wie dieses Jahr auch schon „The Rip“ – ein Vertreter eines Genres, dass es eigentlich gar nicht mehr gibt: in diesem Falls ein starbesetzter, erotisch angehauchter Psychothriller. Und gerade die ersten beiden Akte des Films funktioneren auch sehr gut, das Drehbuch breitet die Exposition äußerst unterhaltsam vor dem Publikum aus, und zieht dem Geschehen dann einigermaßen genussvoll den Boden unter den Füßen weg.
Man kann diesen Twist allerdings einige Meilen gegen den Wind riechen. Was nicht so schlimm wäre, wenn der letzte Akt dann nochmal einen draufpacken könnte. Stattdessen ist am Ende weitgehend die Luft raus. Das Psycho-Duell ist blutig und intensiv, aber nicht sonderlich interessant. Das ohnehin nicht sonderlich glaubwürdige Szenario kippt dann endgültig in Richtung Trash. Insgesamt erfüllt „The Housemaid“ gerade noch die Anforderungen, die man realistischer Weise stellen darf – aber auch nicht mehr.
Wo kann ich das gucken?
Im Kino und demnächst hier.
5/10

