Kurzkritik: Wake up Dead Man

Crime/Comedy, 2025

Regie: Rian Johnson; Darsteller: Josh O’Connor, Daniel Craig, Josh Brolin, Glenn Close, Jeremy Renner, Adam Scott, Mila Kunis

Der mittlerweile dritte „Knives Out“-Film führt Daniel Craig als vermeintlich unfehlbarer Privatdetektiv Benoit Blanc in eine kleine katholische Kirchengemeinde. Der gelinde gesagt eigentümliche Priester Wick (Brolin) ist vor den Augen seiner kleinen Gemeinde zu Tode gekommen. Instinktiv verdächtigen alle den neuen „Assistenz-Priester“ Duplenticy (O’Connor) – nur Blanc ist direkt von dessen Unschuld überzeugt…

„Wake Up Dead Man“ ist der wohl düsterste Teil der Reihe, in dem von Beginn an die ganz großen Fragen des Lebens behandelt werden. Dem Todesfall geht ein herrlich gespieltes Psychoduell der beiden Geistlichen voraus, bevor der Film mit der Ankunft des Meisterdetektivs in den bekannten „Whodunnit“-Modus wechselt.

Überzeugen tun dabei vor allem Drehbuch, Tempo, Witz und Darsteller, die gemeinsam dafür sorgen, dass die zweieinhalb Stunden Laufzeit wie im Fluge vergehen. Mit den Wendungen in der Story übertreibt „Wake Up Dead Man“ vielleicht ein bisschen – aber das gehört letztlich fest zum Konzept und Reiz der Reihe. Von mir aus kann Mastermind Rian Johnson die Reihe noch viele Jahre auf diesem Niveau fortsetzen.

Wo kann ich das gucken?
Bei Netflix.

8/10