Kurzkritik: The Underground Railroad

Drama, 2021

Regie: Barry Jenkins; Darsteller: Thuso Mbedu, Aaron Pierre, Joel Edgerton, Sheila Atim

Worum gehts?
Die junge Sklavin Cora flüchtet einige Jahre vor dem US-Bürgerkrieg von der Plantage in Georgia, als sie hört, dass es eine geheime „Underground Railroad“ gibt. Die Serie erzählt von ihren Erlebnissen in anderen Bundesstaaten, vom Sklavenjäger Ridgeway, der ihr auf der Spur ist, und in Rückblenden auch von den Backstories einiger Figuren…

Was soll das?
Barry Jenkins (Regisseur des Oscar-Gewinners „Moonlight“) verfilmt hier Colson Whiteheads gleichnamigen Roman. Historisch bezeichnet der Begriff „Underground Railroad“ ein von Gegnern der Sklaverei geschaffenes und betriebenes Netzwerk, das Menschen bei der Flucht half. Im Roman und der Verfilmung wird daraus mit „Magischem Realismus“ eine wahrhaftige Untergrund-Eisenbahn mit diversen Stationen im Süden der USA.

Taugt das was?
Ja, unbedingt. Allerdings ist „The Underground Railroad“ kein leicht verdauliche Kost – die Geschichte ist zu großen Teilen äußerst grausam und bedrückend. Getragen von einem starken Ensemble von (mir bis dato) weitgehend unbekannten Schauspielern erzählt Jenkins in überwältigenden Bildern sowohl eine „echte“ Geschichte der Sklaverei, als auch eine spannend entwickelte „alternate history“ einzelner Bundesstaaten, durch die Cora reist.

Wo kann ich das gucken?
Bei Amazon Prime Video.

8/10

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