Kurzkritik: An American Pickle

Comedy, 2020

Regie: Brandon Trost; Darsteller: Seth Rogen, Sarah Snook

Worum gehts?
Ein jüdischer Einwanderer aus Osteuropa wird anno 1919 versehentlich für 100 Jahre in Brooklyn eingemottet – und wacht unvermittelt in der heutigen Zeit wieder auf. Sein einziger Nachfahre ist ein App-Entwickler, der nun versuchen muss, seinem Ur-Ur-Großvater die Welt zu erklären.

Was soll das?
Die Doppelrolle von Herschel und Ben Greenbaum wurde Seth Rogen offenkundig auf den Leib geschrieben. Die Komödie lebt von der Idee, dass ein Mann aus dem frühen 20. Jahrhundert sich in der Zukunft zurecht finden muss. Dabei spart „An American Pickle“ natürlich nicht mit Anspielungen und Kommentaren auf die Entwicklungen in Technologie, Kultur und Politik…

Taugt das was?
Nur sehr bedingt. Zwar ist das Szenario nicht ohne Witz, und Seth Rogen ein äußerst begabter Komiker. Doch so richtig zünden tut der Film leider nie. Während man sich sehr bemüht, die wenig einfallsreiche Moral der Story zu transportieren, bleiben die Charaktere unterentwickelt und – selbst im Rahmen des aberwitzigen Szenarios – unglaubwürdig. Das wäre zu verschmerzen gewesen, wenn der Film seine durchaus spannenden Motive weniger brav und jugendfrei behandeln würde. Mit knapp 90 Minuten Laufzeit nimmt „An American Pickle“ immerhin nicht allzu viel Zeit des Publikums in Anspruch.

Wo kann ich das gucken?
Wahrscheinlich bald bei Sky, aktuell nur bei HBO Max (nicht regulär in DE erhältlich).

3/5

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