Kurzkritik: The Jesus Rolls

Comedy, 2019

Regie: John Turturro; Darsteller: John Turturro, Bobby Cannavale, Audrey Tatou, Susan Sarandon

Worum gehts?
Spätes Spin-off zu „The Big Lebowski“ um Jesus Quintana, der von John Turturro wunderbar verkörperte Bowling-Freak und vermeintliche Exhibitionist. Frisch aus dem Gefängnis entlassen, begibt er sich mit seinem Kumpel Petey (Cannavale) auf einen ausgiebigen Roadtrip. Handlung und Ton des Ganzen erinnern dabei an das lang vergessene Genre der ‚Sex-Klamotte‘.

Was soll das?
Gute Frage. Jesus‘ „Sexualverbrechen“ wird früh in 30 Sekunden als Justizirrtum erklärt, womit der Weg für die Hauptfigur frei ist, das Publikum (sprich die „Lebowski“-Fans) für sich einzunehmen. Dass eine Nebenfigur – so beliebt sie auch sein mag – noch keine Story ist, dürfte Turturro, der hier auch Regie führt, klar sein. Zu kümmern scheint es ihn nicht. Angeblich ist der Film quasi ein Remake des französischen Films „Les Valseuses“ von 1974.

Taugt das was?
Leider nein. Zwar ist „The Jesus Rolls“ hin und wieder lustig, und Turturro hat auch nicht verlernt, Jesus Quintana zu spielen. Sogar die Aber das von den Coens erträumte und realisierte ‚Lebowski‘-Universum kann der Film nicht wiederbeleben. Und ohne dieses bleibt von Jesus‘ Zauber nicht viel übrig. Vielleicht hätten sie ihn einfach häufiger beim Bowling zeigen sollen. Immerhin geht der Film mit seinen 85 Minuten Laufzeit fix vorbei.

2/5

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