Kurzkritik: Defending Jacob (dt. Titel „Verschwiegen“)

Drama, 2020

Creator: Marc Bomback; Darsteller: Chris Evans, Michelle Dockery, Jaeden Martell, Pablo Schreiber, JK Simmons

Worum gehts?
Der Sohn von Staatsanwalt Andy Barber wird des Mordes an einem Mitschüler angeklagt. Der Prozess beruht allein auf Indizien, der Junge beteuert seine Unschuld…

Was soll das?
Die Verfilmung von William Landays gleichnamigem Roman beschäftigt sich mit der von Geheimnissen, Ängsten und Zweifeln geprägten Dynamik der Familie Barber. Der Einsturz der vermeintlichen Komfortzone in ihren Beziehungen und im Alltag bringt Mutter, Vater und Sohn an den Rande des Abgrunds.

Taugt das was?
Ja. „Defending Jacob“ ist stark geschauspielert, erzeugt viel Spannung durch die Ambivalenz des Geschehens, bietet solides Gerichtsdrama, und ein äußerst spannendes Finale. Selbst wenn man dessen Kniffe durchaus voraussehen kann, funktionieren sie vorzüglich. Denn weder werden sie übermäßig aus dem Hut gezaubert, noch spielt die Serie rückwirkend die Karte „unverlässliche Erzählung“.

Sonst noch was? [Kleiner Spoiler!]
Ganz nach meinem Geschmack: ein Ende, dass den Zuschauer auffordert, selbst zu bewerten, was er glauben soll – und wie es weitergehen könnte. Und auch ein weiteres gutes Beispiel, warum ich aktuell sehr gerne ‚Mini-Serien‘ schaue…

Wo kann ich das gucken?
Hier.

4/5

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