Kurzkritik: The Morning Show

Drama/Comedy, 2019

„Creators“: Jay Carson, Kerry Ehrin; Darsteller: Resse Witherspoon, Jennifer Aniston, Billy Crudup, Mark Duplass, Steve Carell

Worum gehts?
Die „Morning Show“ ist eine brave, unterhaltsame und äußerst erfolgreiche Nachrichtensendung. Bis sie durch einen handfesten Skandal um die sexuellen Umtriebe ihres langjährigen Co-Moderator erschüttert wird. Die Belegschaft kämpft um ihren Ruf. Die unerfahrene neue Moderatorin Bradley und ein freigeistiger Chef der News-Sparte des Senders sorgen für zusätzlichen Zündstoff.

Was soll das?
„The Morning Show“ beschäftigt sich vor allem mit den Folgen von „#MeToo“, will also ganz offensichtlich ernst genommen werden. Apple hat für die Flagship-Serie seines neuen Streaming-Angebots keine Kosten gescheut, und dabei vieles richtig gemacht. Für Jennifer Aniston ist es die Rückkehr ins Fernsehen (technisch gesehen ist es natürlich nicht Fernsehen, sondern Streaming), 15 Jahre nach dem Ende von „Friends“.

Taugt das was?
Ja. Die Mischung aus hochkarätig besetzter Seifenoper und Gesellschaftskritik funktioniert weitgehend gut. Allerdings rumpelt es etwas bei der Figurenzeichnung, durch die sich einige Widersprüche ziehen. Und von der erzählerischen Klasse sowie dem großartigen Ensemble von „The Newsroom“ (einer Serie, die in Deutschland leider kaum jemand kennt) ist man auch ein gutes Stück entfernt.

Wo kann ich das gucken?
Bei Apple TV+.

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