Kurzkritik: The Ballad of Buster Scruggs

Western, 2018

Regie: Joel & Ethan Coen; Darsteller: Tim Blake Nelson, Tom Waits, James Franco, Liam Neeson

Worum gehts?

„Buster Scruggs“ ist ein Western und Episodenfilm der Coen-Brüder, eine Mischung aus Drama, Komödie und Musical. Der Film läuft nicht im Kino sondern bei Netflix.

Was soll das?

Die einzelnen Episoden zeigen viele verschiedene Facetten bekannter Western-Motive, vom Revolverhelden über den Goldschürfer, Bankräuber, Marshall, angreifende Indianerhorden, ‚Wagon Trails“ nach Westen und Schausteller auf Wanderschaft. Es entsteht ein Western-Panorama mit vielen Anspielungen und Zitaten, oft geprägt durch die von Coen-typischem Humor durchdrungenen Dialoge.

Taugt das was?

Jein. Die Episoden sind recht wechselhaft in Sachen Thematik und Tempo. Der Anfang setzt einen Ton (ein possenhaftes Musical), von dem der Film immer weiter abweicht. Alle Geschichten haben ihren Reiz, einzelne sind gar großes Kino. Als ganzes aber ist der Film etwas enttäuschend. Ironischerweise ist daran auch Netflix schuld, denn kein Großbildfernseher der Welt kann die beeindruckenden Bilder von „Buster Scruggs“ so eindrucksvoll darstellen, wie eine Kinoleinwand es vermocht hätte…

3/5

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