Kurzkritik: Jason Bourne

Jason Bourne FilmplakatAction/Thriller, USA/UK/CHN 2016

Regie: Paul Greengrass; Darsteller: Matt Damon, Tommy Lee Jones, Vincent Cassel, Alicia Vikander

Die „Bourne“-Trilogie gehört zum Besten, was das Agententhriller-Genre in den letzten Jahren zu bieten hatte. Wie ich finde hat auch das „offene“ Ende ganz gut gepasst – weniger weil es Raum für Fortsetzungen ließ, als weil es inhaltlich gepasst hat.

Quasi unweigerlich kommt nun – nach dem anständigen Spin-off „The Bourne Legacy“ – doch noch ein vierter Teil der Reihe in die Kinos. Da fragt man sich natürlich, ob es neben den finanziellen Anreizen für alle Beteiligten, auch einen guten erzählerischen Grund gibt, die das „Reboot“ rechtfertigt. Grob gesagt würde ich das verneinen.

Der Plot kreist um die bekannten Motive. Bourne ist abgetaucht, will aber weiterhin seine Vergangenheit aufklären. Die CIA-Bosse haben da weiterhin etwas gegen. Ein neuer Erzählfaden um den fiktiven jungen CEO eines ebenso fiktiven Facebook-ähnlichen Social-Media-Giganten soll offenkundig die Nähe zum Zeitgeist „erneuern“, was allerdings etwas bemüht wirkt.

Rein handwerklich kann sich „Jason Bourne“ sehen lassen. Das Tempo ist hoch, die Schauplätze sind zahlreich und die Actionszenen machen Laune. Mit Tommy Lee Jones, Alicia Vikander und Vincent Cassel sind starke Schauspieler hinzugekommen.

Es ist letztlich nicht so, dass die Story es nicht wert wäre, erzählt zu werden. Der Eindruck, dass man das alles so ähnlich schon mal gesehen hat (und auch ein Ende der Geschichte), ist allerdings einen Tick zu stark, als man man sich dem Geschehen freudig und ohne diese Hintergedanken hingeben könnte.

3/5

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