Kurzkritik: Marjorie Prime

Marjorie Prime FilmplakatDrama/Sci-Fi, 2017

Regie: Michael Almereyda; Darsteller: Lois Smith, Geena Davis, Jon Hamm, Tim Robbins

Worum gehts?

Ein lebensechtes Hologramm ihres verstorbenen Mannes leistet der 86-jährigen Marjorie im Alter Gesellschaft. Während ihre Tochter Tess der künstlichen Erscheinung (die ihren Vater in einer ‚jungen Version‘ darstellt) mit Skepsis begegnet, ist ihr Ehemann Jon von der Technik äußerst angetan

Was soll das?

Die Verfilmung eines Theaterstücks ist zwar technisch gesehen eine Zukunftsvision, beschäftigt sich jedoch vor allem mit unserem Verhältnis zur Vergangenheit. Die Glaubwürdigkeit der eigenen Erinnerungen steht genau so in Frage wie der Nutzen einer lernfähigen K.I. als Kommunikations-Ersatz für echte Menschen.

Taugt das was?

Ja, der Film wird mit zunehmender Laufzeit interessanter und fesselnder. Allerdings kann man ohne Spoiler nicht wirklich erklären, warum das so ist. „Marjorie Prime“ ist ein ruhiges, glänzend gespieltes Kammerspiel, und ein hervorragendes Beispiel dafür, dass ein guter Science-Fiction-Film weder Aliens, Raumschiffe noch ein großes Budget braucht. Sondern vor allem gute Ideen.

4/5

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