Kurzkritik: Atomic Blonde

Atomic Blonde FilmplakatThriller/Action, 2017

Regie: David Leitch; Darsteller: Charlize Theron, James McAvoy, John Goodman, Sofia Boutella

Worum gehts?

Einige Tage vor dem Mauerfall spitzt sich in Berlin der Kampf der Geheimdienste um eine Liste mit den Namen von Agenten (ganz was neues) zu. Unklare Loyalitäten und Identitäten sowie der immer näher rückender Mauerfall bestimmen das Geschehen, Hauptfigur ist die toughe britische Agentin Lorraine (Theron).

Was soll das?

Der Film steht in der Tradition moderner Verwirrspiele wie „Lucky Number Slevin“ oder auch „The Usual Suspects“, allerdings im Gewand eines Agentenfilms, mit Anleihen bei den späteren „Bourne“-Filmen (allerdings weniger bierernst). Der offensive (NDW-lastige) 80’s-Soundtrack unterstreicht die gewollt übertriebene Inszenierung.

Taugt das was?

Na ja. Visuell, in Sachen Tempo und Action, sowie bei den Darstellern, kann „Atomic Blonde“ punkten. Die verschachtelte Erzählweise (von Anfang an wird viel mit Rückblenden gearbeitet) ist als Stilmittel passend, verschleiert aber zuweilen auch nur mangelnde Substanz. Eine Figurenentwicklung findet nicht statt, bzw. wird komplett vom (an Logik-Löchern nicht armen) Plot bestimmt. Insgesamt noch eine souveräne Variation des Genres, aber kein großer Wurf.

3/5

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