TV-Serien – Aktuelle Kurzkritiken

Hap and Leonard Season 2

Bevor am Sonntag mit „Game of Thrones“ der Platzhirsch unter den TV-Serien weitergeht, hier eine kleine Übersicht aller Serien, die mir dieses Jahr vor die Flinte gelaufen sind. „House of Cards“, „The Walking Dead“ und „Homeland“ habe ich allesamt nicht weiter gesehen, falls die jemand vermisst…

Zu den aktuell laufenden und noch kommenden Serien („Game of Thrones“, „Twin Peaks“, usw.) schreibe ich dann voraussichtlich im Herbst ein paar Zeilen.

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13 Reasons Why [Tote Mädchen Lügen Nicht] (Staffel 1 /Netflix)

Die Serie erzählt vom Suizid einer Schülerin, mischt dabei ausgiebige Rückblenden mit den Entwicklungen in der Gegenwart. Das große Ensemble der Jungdarsteller überzeugt ebenso wie die spannende, unterhaltsame und doch immer niveauvolle Art der Erzählung und das präzise Timing.

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Better Call Saul (Staffel 3 / Netflix)

Nach dreieinhalb Staffeln kommt er, fast wie nebenbei – der Moment, in dem aus Jimmy McGill Saul Goodman wird. Allein deshalb lohnenswert, aber auch ansonsten kann Staffel 3 das Niveau halten.

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Big Little Lies (Staffel 1 / Sky)

Ein interessanter erzählerischer Ansatz (ein vorweg genommener Mord, über den das Publikum bis zum Ende rätseln muss) und ein spannendes Thema (häusliche Gewalt), doch der Funke springt nicht so recht über. Überzeugen tun jedoch die Darsteller.

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Billions (Staffel 2 / Sky)

Die zweite Staffel bot weitgehend „more of the same“ (niveauvolle Finanz-Thriller-Seifenoper), konnte jedoch mit einem unterhaltsamen Plot und den insgesamt gelungenen Figuren überzeugen.

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Fargo (3. Staffel / Netflix)

Auch beim dritten „Neubeginn“ macht diese Serie fast alles richtig, wieder glänzt ein starkes Darsteller-Ensemble in einer etwas skurrilen Story. Wenige Serien haben so eine unverkennbare erzählerische Handschrift wie „Fargo“, und das liegt längst nicht nur an den vielen Querverweisen ins filmische Universum der Coen-Brüder.

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Hand of God (Staffel 2 / amazon)

Insgesamt eine eher enttäuschende Staffel, weil keiner der weiterentwickelten Handlungsstränge wirklich zu fesseln vermag. Immerhin wussten die Macher, dass es die letzte Staffel sein würde und konnten die Sache insgesamt noch zufriedenstellend beenden.

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Hap & Leonard (Staffel 2 / amazon)

Lässig & witzig, dabei aber nicht albern und tatsächlich spannend. Die zweite Staffel von „Hap & Leonard“ war noch besser als die erste – hier geht es hoffentlich auf diesem Niveau weiter...

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Sherlock (Staffel 4 / iTunes, amazon, ARD)

Am Ende der drei Folgen hat „Sherlock“ die Grenze zur Selbstparodie mehr als eindeutig überschritten, trotzdem gehört die Serie weiterhin zum unterhaltsamsten Stoff, den das Fernsehen je produziert hat.

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Sneaky Pete (Staffel 1 / amazon)

Einen Versuch war es wert, aber mehr auch nicht. „Sneaky Pete“ ist – sofern man das nach drei Folgen beurteilen kann – keine schlechte Serie. Angesichts der großen Konkurrenz fühlte sich die Show trotzdem ein bißchen wie Zeitverschwendung an, daher habe ich hier früh die Reißleine gezogen…

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Taboo (Staffel 1 / amazon)

Historische Serien umfahre ich meist weiträumig, für „Taboo“ habe ich aber gerne eine Ausnahme gemacht. Die Story um den Erben eines reichen Reeders ist spannend, die Inszenierung nichts für schwache Mägen, und auch die Abstecher ins Übernatürliche passen hier gut rein.

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The Affair (Staffel 3 / amazon)

Die Unbeständigkeit ist wohl die größte Konstante dieser Serie, und sorgt auch in Staffel 3 für einige großartige und einige merkwürdig unpassende Entwicklungen der Story. Insgesamt aber weiterhin auf einem hohen Niveau und psychologisch interessant, dazu grandios gespielt – ich werde dabei bleiben…

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The Handmaid’s Tale (Staffel 1 / unklar)

Auch wenn ich die zugrunde liegende Dystopie nicht ganz schlüssig finde, war die Adaption von Margaret Atwoods gleichnamigen Roman durchaus sehenswert. Es bleibt abzuwarten, ob die Serie in der zweiten Staffel einen überzeugenden Weg findet, die Story fortzusetzen – der Roman wird, soweit ich das verstanden habe, in Staffel eins bereits zu Ende erzählt.

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The Leftovers (Staffel 3 / Sky)

Die finale Staffel von „The Leftovers“ ist für mich eine positive Überraschung. Denn es gelingt tatsächlich, die an Sprüngen, Verwirrungen und offenen Fragen nicht arme Story zu einem absolut befriedigenden Ende zu bringen. Die Stärke der Show waren immer die Figuren, und genau diese stehen im Mittelpunkt der finalen acht Folgen. Was nicht heisst, dass es im Universum von „The Leftovers“ langweilig geworden wäre. Doch die wilde Fahrt um die halbe Welt (und in einige andere „Welten“) endet auf einer zutiefst menschlichen und vortrefflich passenden Note.

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The Man in the High Castle (Staffel 2 / amazon)

So richtig war mir nicht nach weitergucken, denn die erste Staffel war mir irgendwie zu unfokussiert und fahrig. Ich habe dann doch weitergeschaut, und bin zufrieden mit meiner Entscheidung. Die Richtung stimmt in Staffel 2, das Geschehen nimmt ordentlich Fahrt auf…

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The Red Road (Staffel 1 & 2 / amazon)

Eine mutige Mischung aus Krimi-Drama und Gesellschaftskritik, in der eine bürgerliche Kleinstadt und die Bewohner eines nahegelegenen Reservats aneinander geraten. Nicht ohne Schwächen bei Timing und Inszenierung, aber durchaus sehenswert.

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The Young Pope (Staffel 1 / Sky)

Ein junger US-Amerikaner wird überraschend zum neuen Papst gewählt – und entpuppt sich schnell als Albtraum der alten Kirchen-Eliten. Das interessante Gedanken-Experiment (es wird wohl so schnell kein so junger Papst gewählt werden…) bietet einige große Momente, kann sich aber nicht so recht entscheiden, ob es Drama, Satire oder Gesellschafts- bzw. Kirchenkritik sein will. Vielleicht bekommen die Macher das in der geplanten zweiten Staffel besser hin – ansonsten steige ich hier wohl aus…

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