Drama/Thriller, 2026
Creator: William Oldroyd; Darsteller: Tessa Thompson, Jon Bernthal, Sunita Mani, Pablo Schreiber
„His & Hers“ beginnt relativ klassisch: mit einem Mordfall in einer Kleinstadt und der Aufnahme von Ermittlungen. Der zuständige Cop Jack (Bernthal) muss dabei einen Eiertanz aufführen – er hatte eine Beziehung zum Opfer, von der niemand wusste. Er war zudem der letzte Mensch, der das Opfer lebend gesehen hat, und damit grundsätzlich natürlich direkt verdächtig. Parallel erscheint seine von ihm getrennt lebende Frau Anna (Thompson) plötzlich wieder in der Stadt, um für einen Fernsehsender über den Fall zu berichten.
Warum die beiden getrennt sind, erfährt das Publikum erst nach und nach. Selbiges gilt für die Vorgeschichte der Mordserie (es bleibt nicht bei einem), die zumindest andeutungsweise über 20 Jahre zurück liegt. Das ist zumindest die Theorie von Jacks Kollegin Priya, während er selbst den Ehemann im Verdacht hat.
Während das Szenario grundsätzlich spannend ist (inklusive der ominösen Verbindungen in die Vergangeheit, die man häppchenweise in Rückblicken serviert bekommt) verliert die Art und Weise, wie es sich (in der Gegenwart) ausspielt, leider schnell an Glaubwürdigkeit.
Die Figurenzeichnung ist bewusst ambivalent, was für Spannung sorgt. Leider schreibt das Drehbuch ihnen dafür oft ziemlich inkohärentes Verhalten vor. Im Ergebnis fragt sich nicht nur einmal, warum einzelne Figuren tun, was sie da gerade tun. Für solide Feierabend-Unterhaltung reicht es dennoch, die Serie ist kurzweilig und gut besetzt.
Wo kann ich das gucken?
Bei Neflix.
6/10
PS: Wem die Serie gefällt sollte unbedingt „Sharp Objects“ gucken (ähnlich, aber deutlich besser).

