Kurzkritik: Hamnet

Drama, 2026

Regie: Chloe Zhao; Darsteller: Jessie Buckley, Paul Mescal, Joe Alwyn

Ich muss gestehen, dass ich mir „Hamnet“ letzlich nur angesehen habe, weil ich rechtzeitig zur Oscar-Verleihung immer gern alle Filme kenne, die mehrere und/oder wichtige Nominierungen eingeheimst haben. Eigentlich entspricht der Film durchaus meinem Beuteschema (Indie-Drama, gute Kritiken, …), aber irgendwie brauchte es hier den scheinbar sicheren Oscar für Jessie Buckley als Hauptdarstellerin, um mich zu überzeugen.

Der Film handelt von William Shakespeare und seiner Frau Agnes, die einen fürchterlichen Verlust erleiden und beide auf ihre Art drohen, daran zu zerbrechen. Mehr Plot spare ich mir hier mal, und fasse mich auch insgesamt eher kurz: „Hamnet“ ist ein sehr stark gespieltes, anspruchsvolles Drama.

Allerdings wusste ich (wie vermutlich auch der Rest der Welt) schon ein bisschen zu viel von der Handlung, um überrascht werden zu können. Zu wissen, was kommt, nimmt dem Film aber sicher einiges an emotionaler Durchschlagskraft. Es bleibt dann immer noch ein guter Film übrig, aber keiner, der mich nachhaltig beeindrucken konnte.

Wo kann ich das gucken?
Im Kino und hier.

7/10

PS: Einen Film wie „Hamnet“ ohne Spoiler ins Gespräch zu bekommen – geschweige denn Buckleys schauspielerische Leistung – wäre allerdings wohl auch beinahe unmöglich gewesen…