Kurzkritik: Ghost Elephants

Dokumentation, 2026

Regie: Werner Herzog; Darsteller: Steve Boyes, Xui, Kobus

Der südafrikanische Forscher und Abenteurer Steve Boyes vermutet im unzugänglichen Hochland von Angola eine völlig unerforschte Gattung riesiger Elefanten. Der deutsche Regisseur Werner Herzog („Grizzly Man“, „Fitzcarraldo“) begleitet ihn auf seiner Suche, die Boyes an der Seite einheimischer Mitstreiter von Namibia über die Grenze nach Norden führt.

Die Frage, ob es in dem riesigen, weitgehend unberührten Gebiet wirklich „Ghost Elephants“ gibt, ist für sich bereits spannend (und für die meisten Zuschauer sicherlich auch überraschend). Aufhänger für die Idee ist der im Smithonian Museum in Washington ausgestellte Elefant „Henry“. Der ist so viel größer als die bekannten afrikanischen Elefanten, dass Boyes glaubt, er stamme von einer unerforschten Sub-Spezies ab.

Die Faszination von Herzogs Film liegt aber mehr in der Natur der Suche, der Verbundenheit der Menschen mit den Tieren und Boyes‘ Besessenheit mit den vermeintlich riesenhaften Elefanten. Und in der Darstellung der wahrlich majestätischen Landschaften, die in Verbindung mit Herzogs eindringlicher Erzählung echte Sogwirkung entfalten.

Wo kann ich das gucken?
Bei Disney+.

9/10