Kurzkritik: True Detective – Staffel 3

Krimi/Drama, 2019

Creator: Nick Pizzolatto; Darsteller: Mahershala Ali, Stephen Dorff, Carmen Ejogo

Worum gehts?
Die Cops Hays (Ali) und West (Dorff) ermitteln anno 1980 in einem Mordfall in einer Kleinstadt in Arkansas, der sie über Jahrzehnte nicht loslassen wird. Alles dreht sich um zwei verschwundene Kinder, einige mysteriöse Umstände und ein abruptes, jedoch nicht endgültiges Ende der Ermittlungen.

Was soll das?
Die Bedeutung des Verbrechens für die zentralen Charaktere ist wichtiger als eine spektakuläre Auflösung. Das kennt man von „True Detective“, das zeichnet die Show aus. Die Story wird auf drei Zeitebenen erzählt. 1980, als das Verbrechen passiert; 1990, als die Ermittlungen wieder aufgenommen werden; und die Gegenwart, in der Hays an Demenz leidet und sich erneut mit dem Fall beschäftigt

Taugt das was?
Ja. Die dichte Atmosphäre, die sich wie ein Mosaik zusammensetzende Story, aber vor allem die glaubwürdig entwickelten Charaktere und ihre starken Darsteller sorgen für spannende und anspruchsvolle Unterhaltung. Dabei legt die Serie (mal wieder) eine Menge falsche Fährten, und es wird daher streitbar bleiben wie sinnvoll und notwendig die eigentlich sind (siehe Absatz ganz unten).

Wo kann ich das gucken?
Bei Sky ist „True Detective“ Teil der Flatrate, bei anderen Diensten kann die Serie gekauft werden. Siehe hier./

[SPOILER!] Was ist denn der Nebenplot mit der TV-Doku wert, wenn er am Ende einfach abgeschenkt wird? Das gleiche gilt für die vielen Andeutungen von Korruption innerhalb von Polizei und Staatsanwaltschaft. Das muss man fragen dürfen. Andererseits sind falsche Fährten ja ganz klassische Krimi-Elemente, nur dass „True Detective“ deutlich mehr Spaß dran hat, sie detailliert auszuarbeiten, als andere Stoffe…

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