Müllhaufen

Die schlechtesten Filme des Jahres 2011

Posted in Listen, Müllhaufen on Dezember 29th, 2011 by edzehard – Be the first to comment

Der Überraschungshit “The Hangover” gehörte zu den besten Filmen 2009, auch die Fortsetzung hat ordentlich Spaß gemacht. Weil die Filme so immens viel Geld eingespielten, haben sich viele Studios dazu hinreissen lassen, ebenfalls politisch unkorrekte (Buddy-)Komödien zu drehen. Leider haben sie nicht verstanden, dass es nicht nur der ziemlich derbe Humor war, der die “Hangover”-Streifen auszeichnet.

Und so ist diese Liste voll von Komödien, die jämmerlich daran scheitern, denselben Funken zu entzünden, der “Hangover” zum Riesen-Hit gemacht hat. Zwischendrin sind aber – Abwechslung muss sein – auch noch ein paar grottige Action-Schinken dabei. Viel Spaß – mit der Liste, nicht mit den Filmen!

read more »

Alles Erlaubt (Hall Pass)

Posted in Müllhaufen on August 15th, 2011 by edzehard – Be the first to comment

Es ist schwer zu glauben, dass “Alles Erlaubt” von den selben Regisseuren kommt, die mit “There’s Something About Mary” eine der schönsten Komödien der 90er gedreht haben. Peter und Bobby Farrelly scheint danach der Stoff ausgegangen zu sein, denn weder “Shallow Hal” noch “Stuck On You” konnten überzeugen, und “Hall Pass” (Originaltitel) ist gar eine äußerste quälende Angelegenheit geworden.

read more »

Fremd Fischen (Something Borrowed)

Posted in Laaaangweilig!, Müllhaufen on August 1st, 2011 by edzehard – Be the first to comment

Wie es so meine Art ist habe ich mir mal wieder einen Film angesehen, von dem ich mir hätte denken können, dass er nichts für mich ist. Aber “Something Borrowed” ist nicht nur nichts für mich, ich kann mir nicht vorstellen für wen der Film überhaupt was sein soll. Er versagt in allen entscheidenden Kategorien. Er ist weder romantisch oder lustig, noch sind die Figuren interessant oder überzeugend. Er schafft sich einen dramaturgischen Versuchsaufbau und weiss dann nicht viel damit anzufangen.

read more »

Your Highness

Posted in Müllhaufen on Juli 31st, 2011 by edzehard – Be the first to comment

Alter Schwede, was für ein Griff ins Klo. “Your Highness” eilte kein guter Ruf voraus, der Film ist böse gefloppt, trotz der frisch gebackenen Oscar-Gewinnerin Natalie Portman und Charme-Bolzen James Franco in den Hauptrollen. Wenn man ihn dann gesehen hat, oder besser durchlitten, kann man auch nur mit dem Kopf schütteln. Was hat die beiden – eigentlich seriösen – Darsteller bloß dazu gebracht, bei diesem Mist mitzuspielen?

read more »

Priest

Posted in Laaaangweilig!, Müllhaufen on Juli 28th, 2011 by edzehard – Be the first to comment

Ich gehe mal davon aus, dass die meisten meiner regelmäßigen Leser ohnehin nie auf die Idee gekommen wären, sich diesen Film anzugucken. Und ich kann sagen, das ist auch die einzig richtige Haltung. Ich weiss nicht, welcher noch so schmalen Zielgruppe ich “Priest” überhaupt empfehlen könnte. Vielleicht den Fans der Graphic Novel-Vorlage von Min-Woo Hyung, aber ich könnte fast wetten, dass die auch enttäuscht wären.

read more »

Arthur

Posted in Laaaangweilig!, Müllhaufen on Juni 27th, 2011 by edzehard – Be the first to comment

Vielleicht muss man das Original gesehen haben, um zu verstehen, was für ein Film “Arthur” werden sollte. Der Film von 1981 mit Dudley Moore in der Titelrolle gilt als Komödienklassiker – diesen Status wird die Neuauflage mit Russell Brand, Helen Mirren und Jennifer Garner wohl eher nicht erreichen. Von der ersten Szene an fragt man sich, was das Geschehen eigentlich soll, sieht leicht ungläubig mit an, wie es einfach immer weiter geht, ohne dass sich der Film noch fangen könnte.

read more »

13 (DVD)

Posted in Kranker Scheiss, Müllhaufen on Juni 23rd, 2011 by edzehard – 1 Comment

Eine prominente Besetzungsliste ist kein Garant für einen guten Film. Jason Statham, Mickey Rourke, Ray Winstone, 50 Cent und Michael Shannon sind in “13″ mit dabei, können aber nichts daran ändern, dass der Film trotz einiger guter Ansätze nicht funktioniert. Größtes Problem bei der Sache ist die wenig glaubhafte Story, die außer Show- und Schockeffekten nicht viel zu bieten hat.

read more »

Bulletproof Gangster – Kill the Irishman (DVD)

Posted in KenntKeinMensch, Müllhaufen on Juni 7th, 2011 by edzehard – Be the first to comment

“The true story of Danny Greene, a tough Irish thug working for mobsters in Cleveland during the 1970′s.” Soweit die Inhaltsangabe bei der IMDB, und die kann man so stehen lassen. Greene wird gespielt von Ray Stevenson, und das ist das größte Problem des Films. Stevenson wirkt in fast allen Szenen merkwürdig deplatziert, in einigen gar unfreiwillig komisch. Er ähnelt dem Fußballtrainer Peter Neururer, der allerdings meist freiwillig komisch ist. Archivmaterial, das im Film gezeigt wird, lässt darauf schließen dass auch der echte Danny Greene wie Neururer aussah und Stevenson die Rolle vor allem deshalb bekommen hat.

Wenn die zentrale Figur so fehlbesetzt ist wie bei “Kill the Irishman” leidet darunter natürlich der ganze Film. Die Story ist eigentlich nicht verkehrt und handelt einen quasi klassischen Gangster-Werdegang ab. Regisseur Jonathan Hensleigh ist offenbar großer Fan von Martin Scorsese und gibt sich Mühe, das Geschehen glamourös zu inszenieren. Dabei sollten eigentlich auch bekannte Schauspieler wie Christopher Walken und Val Kilmer helfen, aber die bleiben eher blass.

Im Laufe der Geschichte gehen eine Menge Autobomben hoch, doch anstelle von altmodischen Explosionen bekommt man – wohl aus Budget-Gründen – nur am Computer gebastelte Flammen zu sehen. Keine gute Entscheidung, denn dass die nicht echt sind sieht man auf den ersten Blick. Es kann doch nicht so schwer sein ein paar alte Autos in die Luft zu jagen!

Ein paar gute Szenen sind schon drin in “Kill the Irishman”, doch das hilft wenig. Für Freunde des Gangsterkinos gibt es wenig neues zu sehen, und das Interesse an der realen Figur Danny Greene dürfte sich auch in Grenzen halten. Auch deshalb schafft es der Film hierzulande nicht in die Kinos sondern startet direkt auf DVD und BluRay.

2/5

Battle Los Angeles

Posted in Müllhaufen, Nuck Chorris on Mai 20th, 2011 by edzehard – Be the first to comment

Vor etwa einem halben Jahr habe ich zum ersten mal den Trailer für “Battle Los Angeles” gesehen, und der war richtig gut. Zu sphärischen Klängen waren da Bilder von einer riesigen Schlacht zwischen Menschen und Aliens zu sehen, in dokumentarischem Look (sprich Handkamera). Das sah nach einem Film aus, der die Intensität von “Black Hawk Down” mit der Thematik von “Independence Day” verbindet. Eine Material-Schlacht, die auch erzählerisch und vor allem atmosphärisch etwas zu bieten hat.

Aber dem ist leider nicht so, der Eindruck täuschte. Bis auf die dokumentarische Machart (und die nervt recht bald) bietet “Battle Los Angeles” keine der erhofften Qualitäten. Der Film ist eine endlose Abfolge von mittelmäßig inszenierten Actionszenen, in denen blutleere Figuren in einem blassen Endzeit-Szenario solange auf die Aliens ballern, bis es irgendwann besser ist. Ohne Interesse an den Charakteren bleiben einem als Zuschauer nur die Schauwerte, doch in der ersten Liga spielen die Effekte nicht. Und so schleppt sich der Film über knapp zwei Stunden dahin, arm an Spannung oder Ideen.

Zu Beginn des Films wird die von Aaron Eckhart gespielt Hauptfigur eingeführt, ein Soldat und Irak-Veteran kurz vor dem Ende seiner Dienstzeit. Bei seinem letzten Einsatz als Anführer seiner Einheit ging etwas schief, was ihn und seine Kollegen immer noch beschäftigt. Als dann plötzlich die Aliens angreifen muss er noch mal an die Front, allerdings nicht mehr als Anführer – zu dem er dann im Verlauf der Gefechte natürlich doch wieder aufsteigt. Mit dabei ist auch Michelle Rodriguez, die in Actionfilmen ja nicht fehl am Platz ist – aber auch ihre Figur bleibt oberflächlich.

Und dann wären da natürlich noch die Aliens. Die sehen aus wie die “Predators” in klein, schießen mit Energiestrählen um sich, sind in handelsüblichen UFOs unterwegs und offenbar auf der Suche nach Wasser. Was sie dazu bewegt hat gerade jetzt und gerade auf der Erde anzugreifen wird nicht erklärt – zumindest nicht so, dass man sich das merken würde.

Ich weiss nicht so recht, WAS die Idee war, als “Battle Los Angeles” in Produktion ging, die Studios verkaufen ihre Projekte ja gern als Varianten und Mixturen anderer bekannter Filme. Dem Ergebnis nach zu urteilen wollten sie “Black Hawk Down” in Scheisse und mit Alien-Beigabe drehen. Aber ich könnte wetten die Macher hatten eigentlich was anderes im Sinn…

1/5

Drive Angry

Posted in Müllhaufen on Mai 17th, 2011 by edzehard – Be the first to comment

Dass Nic Cage pleite ist und daher dringend Geld braucht habe ich vor einiger Zeit schon bei “Season of the Witch” angemerkt. Ohne einen Verweis auf die hohe Schuldenlast des oscarprämierten Schauspielers komme ich auch bei “Drive Angry” nicht aus. Denn ohne finanziellen Druck würde der gute Mann bei diesem Schwachsinn wohl nicht mitwirken. Immerhin, den Vergleich der beiden “Cage-braucht-Kohle”-Streifen des Frühjahrs 2011 gewinnt dieser Murks sogar. Ein zweifelhaftes Kompliment…

Im Kino lief vornehmlich die 3D-Variante des Films, ich berichte hier über die herkömmliche Fassung. In der sind die für 3D optimierten Effekte immer noch gut sichtbar – es fliegen halt Dinge (vor allem Pistolenkugeln und abgetrennte Körperteile) in Richtung Publikum/Kamera.

Cage spielt einen rastlosen Untoten namens Milton, der dem fiesen Sekten-Guru Jonah King (Billy Burke) auf den Fersen ist. Der hat Miltons Tochter ermordet und plant bereits die nächste Bluttat – ein Menschenopfer im Säuglingsalter. Die Story ist genau so over-the-top wie die Inszenierung, je krasser, desto besser. Entsprechend blutig und trashig geht es also zu.

Schon nach wenigen Minuten ist klar, auf welcher Seite des guten Geschmacks es sich der Film gemütlich machen will. Später wird es dann richtig drastisch, offenbar sollten Vorbilder wie “Crank” unbedingt übertroffen werden. Cage scheint damit von Anfang an seinen Frieden gemacht zu haben und meistert auch die überzogensten Szenen mit einem Rest von Anstand.

Um dem Streifen ein paar optische Reize hinzuzufügen haben die Macher die Rolle einer schlagkräftigen, dürftig bekleideten Kellnerin geschaffen. Amber Heard füllt diese völlig zufriedenstellend aus, das lausig geschriebene Drehbuch kann sie aber nicht retten. Nicht einmal William Fichtner vermag dies zu tun, auch wenn seine Rolle als “The Accountant” zu den wenigen guten Ideen von “Drive Angry” zählt.

Seinen Titel verdankt der Film einem Dodge Charger von 1969, mit dem Milton und Piper auf ihrem Trip durch die Südstaaten (wo das ganze übrigens spielt – nicht dass es ernsthaft von Interesse wäre..) unterwegs sind. Bemerkenswerte Verfolgungsfahrten werden leider trotzdem nicht geboten. Stattdessen hangelt sich “Drive Angry” an seiner dünnen Story entlang, und auch die ein oder andere gelungene Szene kann den Gesamteindruck nicht wirklich verbessern. Ein guter B-Film wäre mit den vorhandenen Zutaten vielleicht drin gewesen, aber es hat wohl allen Beteiligten gereicht mit bescheidenem Aufwand ein paar Dollars zu verdienen. Dass Cage die gebrauchen kann wissen wir ja inzwischen.

2/5

I am Number Four

Posted in Müllhaufen on Mai 9th, 2011 by edzehard – Be the first to comment

“I am Number Four” ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich Hollywood derzeit voll auf die Zielgruppe der Teenager konzentriert. Wer länger als ein paar Jahre nicht mehr auf einer Schulbank gesessen hat, der kann (wie der Autor dieser Zeilen) mit dem sinnfreien Brimborium eher nichts anfangen. Bemerkenswert ist am Film eigentlich nur, wie dreist er sich bei bekannten Vorbildern bedient, daraus nichts neues, aber irgendwie was anderes macht und damit wohl auch durchkommt.

Im Mittelpunkt steht (natürlich) ein Teenager. Doch John (Alex Pettyfer) sieht nur aus wie ein gewöhnlicher junger Kerl, oder genauer wie ein überdurchschnittlich gut aussehender junger Kerl. Tatsächlich ist John ein Alien von einem fernen Planeten, von seiner Art geschaffen seinen Planeten zu retten. Doch bevor er in diese Rolle reinwachsen konnte haben andere Aliens seinen Heimatplaneten zerstört, nur wenige Bewohner können fliehen. Unter ihnen die neun “Auserwählten”, denen die fiesen Planeten-Zerstörer auf der Spur sind. Die ersten drei sind bereits tot, und John hat als Nummer vier der Liste auch schon böse Vorahnungen…

So lebt er also mit seinem Beschützer Henri (Timothy Olyphant) auf der Erde, wo es ihn in das Nest Paradise im Bundesstaat Ohio verschlägt. Dort soll er sich – auf Henris Wunsch – eigentlich möglichst unauffällig verhalten und keine Spuren hinterlassen. Doch dann kommt eine schöne Mitschülerin ins Spiel, inklusive eifersüchtigem Ex-Freund, und Johns Freundschaft mit einem jungen Nerd, dessen Vater angeblich von Außerirdischen verschleppt wurde, birgt auch eine gewisse Sprengkraft.

“I am Number Four” ist klassisches Teenie-Drama, das die Macher mit einer großen Portion Sci-Fi-Quatsch aufgemotzt haben. Pixelige Monster-Aliens kommen ins Spiel, auch eine Gefährtin von John, Number Six, gibt sich zum Finale die Ehre. Irgendwo im Niemandsland zwischen “Twilight” und “Transformers” sind dabei letztlich alle wichtigen Zutaten verbraten. Doch die Story wirkt durchgehend wie zusammengewürfelt, und die Inszenierung (von D.J. Caruso, der mit “The Salton Sea” vielversprechend begonnen hatte) ziel- und ideenlos. Auch die Schauspieler wirken verloren.

Das größte Problem dabei ist das Drehbuch, denn die Geschichte entwickelt sich derart künstlich, dass es gegen Ende schon weh tut. Zudem bleibt das ganze Szenario mit den Aliens und den Auserwählten viel zu vage, um überzeugen oder wenigstens unterhalten zu können. Wer sind die bösen Aliens, warum wollen sie John und seine Gefährten platt machen? Warum hängt John auf der Erde rum und nicht irgendwo sonst? Oder kurz gesagt: Was soll der Scheiss?!

2/5

PS: Ich habe soeben gelesen, dass Michael Bay hier als Produzent beteiligt ist. Das passt auch ganz gut ins grottige Gesamtbild.

Dickste Freunde (The Dilemma)

Posted in Laaaangweilig!, Müllhaufen on April 26th, 2011 by edzehard – Be the first to comment

Zugegeben, ich war mir von Anfang an nicht sicher, ob der Film was taugen würde. Wenn einem zwei bekannte Comedy-Gesichter (Vince Vaughn und Kevin James) vom Poster ins Gesicht blicken und das ganze in Richtung Buddy-Komödien-Drama geht, muss man schon davon ausgehen, dass es sich nicht um große Filmkunst handeln wird. Aber “The Dilemma” ist ein gewaltiger Griff ins Klo, völlig unnötigerweise.

Die Prämisse des Films ist simpel. Ronny (Vaughn) und Nick (James) sind seit dem gemeinsamen Studium beste Freunde und haben eine gemeinsame Firma. Eines Tages erwischt Ronny Nicks Frau Geneva (Winona Ryder) bei einem Seitensprung – und weiss nicht so recht damit umzugehen. Soll er es seinem Freund sofort erzählen? Oder Geneva zur Rede stellen? Mit seiner Freundin Beth (Jennifer Connelly) drüber reden? Man kann schon drüber streiten, was das richtige wäre, aber das lohnt nicht. Denn Ronny handelt exakt so, wie es das Drehbuch vorschreibt, mit einer intelligenten Annäherung an das heikle Thema hat “The Dilemma” nichts am Hut.

Stattdessen schleppt sich das Geschehen zwischen Komödie und Drama so dahin, es wird mal rumgealbert und dann wieder ernst diskutiert. Überzeugen können weder die Jokes noch die übrigen Dialoge, was auch an der langweiligen Figurenzeichnung liegt. Um das Geschehen etwas aufzuhübschen gibt es noch zwei prominente Nebendarsteller – beide in völlig mißratenen Rollen. Queen Latifah ist als unkonventionelle Business-Frau mit losem Mundwerk dabei, Channing Tatum spielt Genevas Lover als grenzdebilen Jüngling, der irgendwie im falschen Film gelandet ist.

Als Sahnehäubchen veredelt der Film seine miese Story noch mit fürchterlich biederen und – entschuldigung – typisch US-amerikanischen Vorstellungen von Freundschaft und dämlichen Klischees vom “richtigen” Lebensentwurf. Ich konnte mir die Leier gerade so bis zum Ende angucken (mein “Dilemma” war nach wenigen Minuten die Frage: Ausmachen oder nicht?), würde aber allen anderen dringend davon abraten überhaupt anzufangen.

1/5

 

 

Der letzte Tempelritter (Season of the Witch)

Posted in Müllhaufen on März 21st, 2011 by edzehard – 1 Comment

Jetzt ist es amtlich. Es ist kein Gerücht, dass Nicolas Cage pleite ist. Es ist die Wahrheit. Anders lässt sich seine Teilnahme an einem unterirdischen Film wie “Season of the Witch” nicht erklären. Cage gibt den Tempelritter Behmen, der anno 1325 (oder so) gemeinsam mit dem Kollegen Felson (Ron Perlman) bei den Kreuzzügen kämpft. Die beiden haben daran Macho-mäßig großen Spaß und reissen munter Sprüche in den Schlachten – bis sie eines Tages in ein Gemetzel geraten, in dem Frauen und Kinder sterben. Desillusioniert vom Sinn ihrer Mission im Namen Gottes machen sie sich (wie es scheint ein wenig beleidigt) davon.

Soweit, so schlecht. Nun geht die eigentliche Story los. Die Pest wütet in Europa, und die Kirche hat eine angebliche Hexe (Claire Foy) ausgemacht, die für den Ausbruch der Seuche verantwortlich sein soll. Behmen und Felson machen sich mit dem Ex-Messdiener Debelzaq und dem Krieger Eckhart (Ulrich Thomsen) auf den Weg, um die namenlose junge Frau irgendwelchen Mönchen zu übergeben, die dann über sie richten sollen.

Die Grottigkeit von “Season of the Witch” ist schon beeindruckend und zieht sich durch alle Bereiche. Die visuellen Effekte sind billiger Mist und sehen oft krass albern aus. Da hilft auch der dauernde Nebel nichts, der über diese Fehlleistung hinwegtäuschen soll. Das Drehbuch ist einfallslos und beliebig, die Dialoge genauso daneben wie die “Figurenzeichnung”. Eine Folge “Xena” hat da wahrscheinlich mehr zu bieten.

Ich bin ohnehin kein großer Freund von Mittelalter-Streifen, aber dieser Stuss ist quasi unguckbar. Wenn man weder ein stimmiges Drehbuch noch die Kohle für die nötigen Effekte und Massen-Gemetzel-Szenen hat sollte man sich einfach was anderes einfallen lassen – und auf GAR KEINEN FALL mit diesem zusammengeflickten Müll an die Öffentlichkeit treten!

1/5

The Green Hornet

Posted in Müllhaufen, Nuck Chorris on März 18th, 2011 by edzehard – Be the first to comment

Eigentlich wollte ich mir “The Green Hornet” im Kino angucken, aber die hohen Preise für die 3D-Vorstellung haben mich abgeschreckt. Zumal ich den Film gar nicht in 3D sehen wollte, sondern lieber ganz normal – was mein Lieblingskino aber nicht im Angebot hatte. Rückblickend war es definitiv eine gute Entscheidung, es ist schwer vorstellbar, dass sich diese unterdurchschnittliche Comic-Verfilmung durch die große Leinwand oder die zusätzliche Dimension zu einem sehenswerten Film gemausert hätte.

Ursprünglich klang das Projekt mal vielversprechend. Da hatte Seth Rogen – bekannt als Schauspieler und Autor – bekannt gegeben, dass er sich berufen fühlt, mal einen Superhelden zu spielen. Dafür nahm der gute Mann gar locker 20 Kilo Gewicht ab, pummeliger Superheld wollte er wohl nicht sein. Und dass mit Michel Gondry (“The Science of Sleep”) ein Regisseur dabei sein würde, der innovativ und kunstvoll zu inszenieren vermag. Leider hat diese Kombination bei “The Green Hornet” nicht zu einem guten Film geführt, sondern zu einer unausgegorenen Mischung aus klassischer Seth-Rogen-Comedy-Show (wie etwa in “Knocked Up”) und eher uninspiriertem Superhelden-Kino (wie etwa bei “Daredevil” oder dem letzten “Hulk”).

Rogen spielt den verwöhnten, feierfreudigen Millionärssohn Britt Reid. Nach dem abrupten Ableben seines Vater (gespielt von Tom Wilkinson) tut der sich aus einer Laune heraus mit dem jungen Alleskönner Kato (Jay Chou) zusammen. Die beiden nutzen die vielen Gimmicks, die Kato entwickelt hat und machen als “The Green Hornet” und Sidekick einen auf Superhelden. Parallel lässt Reid die Zeitung, die sein Vater hinterlassen hat, eine Riesengeschichte aus seinen ersten Abenteuern machen – nur weiss dort natürlich keiner, dass er selbst die grüne Hornisse ist…

Ohne einen Bösewicht geht es nicht, und so kommt Christoph Waltz als Gangsterboss Benjamin Chudnofsky ins Spiel. Ihm ist der neue Verbrecher-Jäger ein Dorn im Auge, schon weil er ohne seine Zustimmung für Schlagzeilen sorgt. Waltz weiss allerdings mit seiner Rolle nicht viel anzufangen, weil sie – wie so oft in diesem Genre – zu beliebig und eindimensional angelegt ist. Um das Geschehen sprichwörtlich aufzuhübschen hat Cameron Diaz eine Rolle als schmucke Sekretärin, auf die Reid und Kato gleichermaßen abfahren. Mehr als ein paar scheele Jokes kommen aber auch aus dieser Konstellation nicht heraus.

Nun ist es nicht so, dass das Geschehen nicht auch seine Momente hätte – es gibt durchaus ein paar Lacher, und auch (wenige) gute Actionszenen. Der Fisch stinkt einfach vom Kopfe her. Die Exposition ist dünn und nicht recht ernst zu nehmen, der Verlauf der Story allzu vorhersehbar, die Figuren bleiben blass während der Comedy-Faktor das alles nicht kompensieren kann. Wie auf Autopilot geht alles seinen Gang, bis es (endlich) vorbei ist. “The Green Hornet” reiht sich nahtlos ein in die Reihe langweiliger, uninteressanter Comic-Adaptionen. Bleibt zu hoffen, dass die zahlreichen allein 2011 noch ausstehenden Filme dieses Genres mehr zu bieten haben werden.

2/5

Jackass 3

Posted in Kranker Scheiss, Müllhaufen on März 3rd, 2011 by edzehard – Be the first to comment

Viel erwartet habe ich von diesem Film nicht. Die Chaotentruppe um Johnny Knoxville hat den dritten Kinofilm ihrer “Jackass”-Abenteuer wohl vor allem des Geldes wegen gedreht. Und in 3D, das klingt dieser Tage ja immer gut. Ich habe mir den Streifen in 2D reingezogen, oder besser: ich habe es probiert.

Während früher noch jeder zweite oder dritte Stunt Spaß gemacht hat fällt den Jungs inzwischen nichts mehr ein. Wohl deshalb fällt Teil 3 noch widerlicher und Fäkalien-lastiger aus als seine Vorgänger. Den ganz wenigen lustigen Aktionen stehen unzählige eklige und unkomische gegenüber. Das euphorische Gelächter von Knoxville, Magera, Steve-O und Co. klingt dabei schon recht gekünstelt, offenbar haben sie selber schon keinen Spaß mehr an ihren Ferkeleien. Um mit dem Filmdienst zu sprechen: “Ich rate ab.”.

1/5