Edzards Filmriss

DER Filmblog. Alles andere is Quatsch!

Category Archives: Kranker Scheiss

Rubber [Spoilers]

Es ist nicht leicht – und vielleicht gar müßig – zu erklären, was in diesem Film passiert. “Rubber” erzählt von einem Killer namens Robert, der ein kleines Kaff im Südwesten der USA unsicher macht. Doch der Killer hat ein Publikum, ein paar ganz normale Leute, die dem Treiben mit dem Fernglas aus sicherer Entfernung zusehen, nachdem sie von einem Sheriff auf den “Film” eingestimmt worden sind. Klingt merkwürdig? Ach so, und der Killer ist übrigens ein Autoreifen. Ein Autoreifen, der durch die Wüste rollt und alles kaputt macht, was sich ihm in den Weg stellt. Alles klar?

Verantwortlich für “Rubber” ist der Franzose Quentin Dupieux, besser bekannt als Musiker ‘Mr Oizo’. Dessen größter Hit war “Flat Beat”, und wenn man sich an das krude Video mit dem gelben Stoffmännchen erinnert, dann traut man ihm im Nachhinein auch einen solch ungewöhnlichen Spielfilm zu. Denn der Film ist nicht nur eine ungewöhnliche Killer-Story mit einem Reifen in der Hauptrolle, sondern auch ein Film über ein Team, das einen solchen Film dreht UND das Publikum, das sich diesen ansieht.

Den Massengeschmack dürfte Dupieux damit nicht so ganz getroffen haben. Dafür explodieren auch zuviele menschliche Köpfe (durch reine Willenskraft des Reifens). Aber seine Rechnung, irgendwo zwischen Satire, Farce, Trash und Kunst-Persiflage eine absolut beknackte Idee konsequent bis zum Ende zu verfolgen, geht erstaunlich gut auf. Wenn Robert am Anfang des Films langsam losrollt und seine telepathischen Kräfte an leeren Bierflaschen und einem Hasen ausprobiert sitzt man als Zuschauer schmunzelnd da und schwankt zwischen Unglauben und Verzückung.

Das Budget von “Rubber” dürfte bescheiden gewesen sein, doch dem Produktionsdesign ist das kaum anzumerken. Der Look des Films ist professionell, die Kamera fängt wunderschöne, sonnige Bilder Südkaliforniens ein. Die Schauspieler sind ebenfalls gut und lassen sich (fast) nicht anmerken, in was für einem bekloppten Szenario sie agieren. Besonders gefallen hat mir der fahrradfahrende Heini, der unter anderem mit einem Truthahn das Publikum vergiften will, um die Farce um den Killer-Reifen zu beenden. Das geht aber schief, und die Story muss zum Leidwesen des Sheriffs noch ein bißchen weitergehen. Auch der Soundtrack, natürlich von Mr Oizo höchstselbst geschrieben, macht Laune, die musikalische Untermalung des Geschehens ist ein guter “Ersatz” für fehlende Dialoge (der Reifen kann ja nicht reden).

Man kann in “Rubber” und die Intentionen seiner Macher eine Menge hinein interpretieren. Er lässt sich als Verarsche oder Hommage verstehen, als Reflexion über die Sinnlosigkeit moderner Kinofilme im Allgemeinen und Speziellen, als doppelbödige Komödie oder einfach als radikaler Klamauk. Man möchte ihn, wenn er nach wie im Flug vergehenden knapp 80 Minuten vorbei ist, nicht unbedingt gleich noch einmal sehen. Aber wenn man sich, am besten ohne größeres Vorwissen (das auch der Trailer nicht vermittelt), einfach mal auf den Film einlässt, bereitet er ein sehr ungewöhnliches, beträchtliches Vergnügen.

5/5

PS: Der Film lief auf so ziemlich jedem Filmfestival der Welt und wird in Deutschland im Mai dieses Jahres von Universum auch als DVD und BluRay vertrieben werden.

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Der Plan (The Adjustment Bureau)

George Nolfis Regie-Debut ist ein romantisches Drama im Mantel eines Science-Fiction Films. Man könnte ihn als eine Mischung aus “Wicker Park” und “Dark City” bezeichnen – doch das hilft natürlich nur denen weiter, die beide Filme kennen. Die Story kreist um den jungen Politiker David (Matt Damon) und die schöne Tänzerin Elise (Emily Blunt), die nicht zueinander finden, weil eine höhere Macht das verhindern will. Diese höhere Macht sind die Männer vom “Adjustment Bureau” (Originaltitel), die im Retro-Look mit Hut und Mantel unterwegs sind um das Schicksal der Menschheit (den titelgebenden “Plan”) zu steuern.

Die Story beginnt mit einer verlorenen Wahl. Davids Kampagne ist zu Ende, er wird nicht zum Senator New Yorks gewählt. Vor seiner letzten Rede lernt er unverhofft eine junge Frau kennen, die sich auf der Toilette verschanzt hat. Die beiden führen eine kurze, anzügliche und knisternde Unterhaltung, die gar in einen Kuss mündet. Dann ist Elise plötzlich verschwunden, und David tut, was ein Politiker niemals tun sollte: er sagt seinen Anhängern die Wahrheit. Überraschenderweise tut er sich damit tatsächlich einen Gefallen, Beobachter räumen ihm gute Chancen ein bei der nächsten Wahl gewinnen zu können.

Auch bei ihrem nächsten, zufälligen Treffen funkt es wieder zwischen David und Elise. Doch an diesem Punkt schreiten die Herren vom “Adjustment Bureau” ein, lassen den überraschten David hinter ihren Vorhang blicken und geben ihm eine deutliche Warnung mit auf den Weg: Finger weg von Elise! Natürlich hält sich David nicht daran, was allerdings gravierende Konsequenzen für beide haben wird…

Von “Dark City” leiht sich der Film die heimliche Macht im Hintergrund und die still stehende Zeit, von “Wicker Park” die komplizierte Liebes-Geschichte voller Schicksals- und Rückschläge. Heraus kommt ein unterhaltsamer, optisch sehr ansprechender Film, der viele philosophische und religiöse Fragen aufwirft, ohne sie ernsthaft beantworten zu wollen. Besonders deutlich wird letzteres beim großen Finale, das diesen Titel wahrlich nicht verdient hat. Laut IMDB wurde ursprünglich ein anderer Schluss gedreht, der aber offenbar bei den Testvorführungen durchgefallen ist.

Funktionieren tut der Film über weite Strecken trotzdem, was vor allem den beiden starken Hauptdarstellern zu verdanken ist. Denn nur weil ihre Romanze glaubwürdig und lebhaft wirkt kann “The Adjustment Bureau” sich die etwas fahrige Story erlauben und trotzdem noch Spaß machen. Natürlich ist das auch dem Drehbuch zu verdanken, das den beiden einige wirklich gute und witzige Dialoge schenkt. Auch Terence Stamp und der aus “Mad Menn” bekannte John Slattery sind gute Besetzungen für ihre Rollen, ebenso Anthony Mackie, auch wenn dessen Rolle nicht so ganz gut durchdacht ist.

Der Science-Fiction-Aspekt ist immerhin visuell sehr gut umgesetzt. Der bereits erwähnte Retro-Look und ein paar einfache, aber wirkungsvolle Tricks (sich in ungeahnte Räume öffnende Türen etwa) geben dem Film eine auf das wesentliche reduzierte, leicht kafkaeske Stimmung. Dass man vor Ort in New York gedreht hat wird in vielen Szenen deutlich und lässt den Film authentisch und ungekünstelt aussehen.

Wie ich höre hat der Film herzlich wenig mit der Kurzgeschichte von Philip K. Dick zu tun, auf der er basiert. Fans des Sci-Fi-Kultautors sollten sich darüber im Klaren sein, andernfalls ist eine Enttäuschung vorprogrammiert. Ein großer Wurf ist “The Adjustment Bureau” nicht geworden, als kurzweiliges Entertainment mit einigen sehr schönen Momenten geht er aber locker durch. Knapp

4/5

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Jackass 3

Viel erwartet habe ich von diesem Film nicht. Die Chaotentruppe um Johnny Knoxville hat den dritten Kinofilm ihrer “Jackass”-Abenteuer wohl vor allem des Geldes wegen gedreht. Und in 3D, das klingt dieser Tage ja immer gut. Ich habe mir den Streifen in 2D reingezogen, oder besser: ich habe es probiert.

Während früher noch jeder zweite oder dritte Stunt Spaß gemacht hat fällt den Jungs inzwischen nichts mehr ein. Wohl deshalb fällt Teil 3 noch widerlicher und Fäkalien-lastiger aus als seine Vorgänger. Den ganz wenigen lustigen Aktionen stehen unzählige eklige und unkomische gegenüber. Das euphorische Gelächter von Knoxville, Magera, Steve-O und Co. klingt dabei schon recht gekünstelt, offenbar haben sie selber schon keinen Spaß mehr an ihren Ferkeleien. Um mit dem Filmdienst zu sprechen: “Ich rate ab.”.

1/5

True Grit

Jetzt also ein Western. Von allen Film-Genres eines der wenigen, das die Coen-Brüder noch nicht beackert haben. Noch dazu ein Remake des gleichnamigen Films mit John Wayne von 1969, wobei ihre Neuverfilmung wohl näher an dem Roman dran ist, auf dem beide Adaptionen basieren. Zumindest stand das so im “Filmdienst”, dem meist zu trauen ist.

In “True Grit” arbeiten die Regisseure wieder mit Jeff Bridges zusammen, dem sie in “The Big Lebowski” zur immer noch besten Rolle seiner Karriere verholfen haben. Auch diesmal stimmt die Besetzung wieder, Bridges gibt den kauzigen und schießwütigen alten US-Marshall Reuben “Rooster” Cogburn. Der bekommt von der 14-jährigen Mattie (Oscar-nominiert: Hailee Steinfeld) den Auftrag, den Mörder ihres Vaters ausfindig zu machen. Widerwillig nimmt Cogburn die Verfolgung auf, nur um festzustellen, dass es der resoluten Mattie ganz furchtbar ernst damit ist, ihn begleiten zu wollen.

Als dritter Gefährte stösst der Texas Ranger LaBeouf dazu, gespielt vom zurzeit omnipräsenten Matt Damon – mit Schnauzer und Backenbart gerade noch so wiederzuerkennen. LaBeouf ist Ned Pepper auf der Spur, dem Kopf einer Verbrecherbande, der sich offenbar auch der Mörder angeschlossen hat. Im winterlichen ‘Wilden Westen’ müssen die drei ungleichen Figuren einige Prüfungen bestehen, bis es zum finalen Showdown kommt.

“True Grit” nimmt sich viel Zeit für die Exposition, in der die wichtigsten Charaktere ausführlich vorgestellt werden. Der Ton ist wie üblich lakonisch, schwankt zwischen biblischem Ernst und distanzierter, ironischer Heiterkeit. Visuell setzt der Film auf ausgeblichene, matte Farben, wobei einige Einstellungen unweigerlich Assoziationen mit der klassischen Marlboro-Kinowerbung wecken.

Die Chemie zwischen den Figuren stimmt, Damon und Bridges liefern sich ein unterhaltsames und überzeugendes Duell um den Preis für den größten “tough guy”, während Mattie mittendrin quasi als Publikum fungiert. Richtig in Fahrt kommt “True Grit” dann, wenn auch die Bösewichter eingreifen. Josh Brolin und Barry Pepper haben beide starke Auftritte, auch wenn das große Finale nicht so ganz überzeugen kann.

Die Coens haben mit ihrem neuesten Film einen sehenswerten Western vorgelegt, der sich allein wegen der guten Darsteller und Dialoge lohnt. An ihre Meisterwerke (wie etwa “Miller’s Crossing”) kommt der Film nicht ganz heran, was aber nicht weiter schlimm ist – die beiden sind ja noch relativ jung und haben sicher noch ein paar gute Ideen. Man darf gespannt sein, woran sie sich als nächstes versuchen.

4/5

PS: Im englischen Original sind viele Dialoge von “True Grit” recht schwer zu verstehen, weil vor allem Jeff Bridges derbe nuschelt. Untertitel helfen da weiter, die Handlung selbst versteht man auch ohne “Lesehilfe”…

Thomas Pynchons “Inherent Vice” als Film?!

Irgendwie werden zur Zeit eine Menge Romane verfilmt, die ich auch tatsächlich gelesen habe. Da kommt Mitte April etwa “Alles, was wir geben mussten” (Roman von Kazuo Ishiguro), außerdem hoffentlich sehr bald “The Rum Diary” (von Hunter S. Thompson) und auch eine Adaption von Don DeLillos “Cosmopolis” ist unterwegs, wie ich hier schon berichtet habe. Nicht zu vergessen Philip K. Dicks “Ubik”, das offenbar unter der Regie von Michel Gondry verfilmt wird.

Und nun lese ich bei Deadline.com, dass Paul Thomas Anderson (“Boogie Nights”) tatsächlich vor hat “Inherent Vice” (deutscher Titel “Natürliche Mängel) ins Kino zu bringen. Robert Downey Jr. soll an der Hauptrolle Interesse haben, was ganz gut passen würde. Der Roman ist eine ziemlich wirre Drogen- und Entführungsgeschichte, die anno 1969 in Los Angeles spielt.

Hauptfigur ist Doc Sportello, ein kiffender Detektiv, der in alle möglichen Fälle verwickelt wird, die irgendwie miteinander zusammen hängen. Ein sehr gutes Buch, für die Verhältnisse von Thomas Pynchon sehr einfach zu lesen und definitiv auch für eine Verfilmung geeignet. Bleibt nur zu hoffen, dass der Plot nicht zu sehr eingedampft wird. Ich bin ja sonst eher für kurze Filme, aber dieser darf sich (wie jeder wirklich gute Film) gerne viel Zeit nehmen.

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Neue Philip K. Dick-Verfilmung in Sicht: UBIK

Wie die Kollegen bei Empire schreiben wird sich Michel Gondry mit “Ubik” eines der bekanntesten Bücher Dicks annehmen. Der Regisseur hat bereits mit “Eternal Sunshine of the Spotless Mind” und “Science of Sleep” bewiesen, dass er großartige Bilder schaffen kann. Vielleicht ist er der Richtige, um die komplizierte, auf mehreren Zeit- und Realitäts-Ebenen spielende Geschichte auf die Leinwand zu bringen. Ich bin jedenfalls sehr gespannt und froh, dass nach der Dick-Adaption “The Adjustment Bureau” (in Deutschland als “Der Plan” ab dem 10. März) schon Nachschub in Sicht ist…Hooray!

Hereafter – Das Leben danach

Ähnlich wie bei “Black Swan” hatte ich auch bei “Hereafter” grundsätzliche Bedenken, was das Thema des Films angeht. Denn das Leben nach dem Tod ist meist Stoff für bestenfalls mäßige Streifen, in denen tote Eltern mit ihren Kindern in Kontakt treten oder dergleichen. Doch wie schon bei dem Oscar-nominierten Ballettfilm hat auch hier die Neugier gewonnen, denn immerhin ist der Film von Clint Eastwood, von dem man mehr als einen lauen Thriller mit übernatürlichen Untertönen erwarten darf.

Einen solchen hat der alte Haudegen auch nicht gedreht, wenngleich die Parapsychologie eine wichtige Rolle spielt. “Hereafter” folgt drei Figuren, die eigene Erfahrungen mit dem (Nah-)Tod machen, und deren Wege sich am Ende kreuzen. Fernsehjournalistin Marie aus Paris (Cecile de France) kommt bei dem Tsunami von 2004 beinahe ums Leben, den Eastwood in beeindruckenden Bildern – die Effekte sind für den Oscar nominiert – auf die Leinwand bringt. Dabei hat sie eine near death experience, die sie nicht mehr loslässt. Ihre Rückkehr in den gewohnten Beruf gestaltet sich schwierig.

In London verliert Schuljunge Marcus seinen Zwillingsbruder bei einem Unfall, und ist fortan besessen davon noch einmal mit ihm in Kontakt zu treten. In San Francisco hat George (Matt Damon) sein Dasein als Medium, das mit Toten in Kontakt tritt, ad acta gelegt. Sein ‘Talent’ empfindet er nur noch als Fluch, seine Brötchen verdient er sich lieber als Staplerfahrer.

Eastwood konzentriert sich zunächst auf seine Figuren und die Veränderungen, die ihre Erfahrungen in ihnen auslösen. Marcus, inzwischen bei Pflegeeltern untergebracht, zieht sich in sein Schneckenhaus zurück, ohne die Suche aufzugeben. Marie beginnt ein Buch zu schreiben, hat aber bald etwas anderes im Sinn als die ursprünglich geplante Biographie von Francois Mitterand. George, der bei einem Kochkurs eine nette Frau kennenlernt, wird immer wieder von seinen Fähigkeiten eingeholt.

Das “Hereafter” des Titels verbindet die drei Stränge, zunächst nur thematisch, gegen Ende auch dramaturgisch. Der Film wirft einen durchaus kritischen Blick auf die Welt der selbsternannten Jenseitsforscher und Scharlatane, stellt dem aber eine – in einer Szene gar wissenschaftlich untermauerte – Theorie entgegen, nach der es tatsächlich ein Jenseits gibt. Lehnt man diese Vorstellung kategorisch ab wird man dem Geschehen nichts abgewinnen können.

Getragen wird die Story von den sehr guten Hauptdarstellern, die zurückhaltend aber eindringlich das Innenleben der Figuren erlebbar machen. Ohne klassischen Hollywood-Glanz und schmeichelnde Beleuchtung kommt auch die Inszenierung aus, die Schauplätze in London und San Francisco sind rustikal bis heruntergekommen, lediglich von Paris sind auch schöne und moderne Ecken zu sehen.

Über die Story kann nicht viel mehr gesagt werden, ohne zuviel zu verraten, selbst wenn es keinen “großen Kniff” gibt, der am Ende alles in neuem Licht erscheinen lässt. Wer sich für das Thema – oder wie der Autor dieser Zeilen eher für die filmische Umsetzung – interessiert, der wird sicher nicht enttäuscht werden. Wobei man keine ausgefallen Visualisierungen des Jenseits erwarten sollte: “Hereafter” findet zwar stimmige Bilder, überlässt die Details aber der Phantasie des Publikums. Wie gewohnt hat Regisseur Eastwood dabei seine Geschichte fest im Griff. Lediglich ganz kurz vor dem Abspann gehen die Pferde (oder besser die Geigen) mit ihm durch, was den Film als ganzes aber nur leicht ‘beschädigt’.

4/5

Tron – Legacy

Zum ersten mal seit “Avatar” hat mich ein Film ins IMAX gelockt. Ich bin nun mal kein großer Fan von der 3D-Technik, oder genauer von dem, was dabei an Mehrwert rumkommt. Das Sequel zu “Tron” sah immerhin im Trailer so aus, als würde es sich mindestens visuell lohnen, und tatsächlich sieht der Film richtig gut aus. Den ganz großen Spaß hat die Sache aber nicht gemacht, beim nächsten 3D-Streifen könnte das Pendel also auch wieder in Richtung “lieber ein gutes Buch lesen” ausschlagen.

Die meisten werden den ersten Film der Reihe kennen, anno 1982 gab es da zum (gefühlt) ersten Mal rein am Computer entstandene Szenen, die in 80er-Jahre-Optik und mit einigen guten Einfällen dargeboten wurden. Die Story kreiste um eine Softwarefirma namens Encom und den Kampf des Programmierers Flynn (Jeff Bridges) gegen finstere Programme – alles innerhalb des “Master Control Program”, in einer virtuellen Realität also. Der Faden wird in “Legacy” weiter gesponnen, natürlich mit aktueller Trick-Technik und also mit atemberaubenden Effekten.

Soweit, so gut. Der Anfang des Films hat mir noch am besten gefallen. Flynn ist, wie wir erfahren, 1989 verschwunden und hinterlässt seinen Sohn Sam, der als junger Erwachsener Mehrheitseigner von Encom ist, aber keine wichtige Rolle in der Leitung des Konzerns spielt. Es dauert nicht lange bis Sam (Garrett Hedlund) sich in der “Matrix”-ähnlichen Computerwelt wiederfindet, in der sein Vater (Jeff Bridges) offenbar verschütt gegangen ist. ‘Let the games begin!’ ist hier schnell das Motto, die aus dem Original bekannten Motorradrennen werden werden optisch zeitgemäß in die Gegenwart übersetzt.

Visuell und auch vom Sound her ist “Tron Legacy” schlichtweg beeindruckend, die Effekte machen Spaß und sehen hervorragend aus. Auch das – wie bei 3D üblich – etwas trübe Bild stört nicht, der Film kommt  ohne Tageslicht-Szenen aus, und die bunten Anzüge der Figuren geben dem ganzen einen hohen Kontrast. Auch der Schnitt stimmt, es geht weniger hektisch zu als heutzutage üblich, längere Einstellungen sind bei den Actionszenen keine Seltenheit. Der Look ist dem Original weitgehend nachempfunden, es sind aber definitiv auch Einflüsse von den beiden “Matrix”-Fortsetzungen und den letzten “Star Wars”-Teilen zu finden.

Doch der Gesamteindruck wird auch von anderen Faktoren bestimmt, und da schneidet der Film recht bescheiden ab. Hauptdarsteller Garett Hedlund kann als Actionheld nicht überzeugen, und auch seine Figur bleibt blass und uninteressant. Jeff Bridges scheint seinen Spaß zu haben, das Ganze aber nicht sonderlich ernst zu nehmen. Da passen die zwei oder drei Anspielungen auf seine Rolle als “Dude” in “Big Lebowski” ins Bild. Bridges tritt gleich zweimal auf, denn sein selbst geschaffenes digitales alter ego Clu (digital um 30 Jahre verjüngt) ist als Bösewicht mit von der Partie. Die weiteren Figuren sind bis auf eine Ausnahme (Michael Sheen als eine Art “Ziggy Stardust”) auch recht langweilig und aus dem Sci-Fi-Baukasten für Anfänger entliehen, was eine unnötige Verschwendung ist.

Was noch schwerer wiegt als die lahme Story sind die zuweilen grenzdebilen Dialoge. Vor allem im zweiten Teil dominieren sie viele Szenen, was die Darsteller nicht wirklich überspielen können. So saß ich gegen Ende dann schon eher belustigt da als dass mich das Finale noch interessiert hätte. Was aber auch daran liegt, dass “Tron Legacy” sein Pulver zu schnell verschießt und dann in den letzten 30 bis 40 Minuten nicht mehr zulegen kann.

Für den happigen Eintrittspreis vom IMAX bietet der Film letztlich schon genug Schauwerte und Spektakel. In einigen Szenen ist er “larger than life” und holt alles aus der Technik raus – mächtiger Sound und beeindruckende Effekte mit einigen guten 3D-Szenen zaubern einem schon ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht. Vom technisch-handwerklichen abgesehen hat er aber deutlich zu wenig zu bieten, weshalb ich eigentlich nur 3D- und “Tron”-Fans raten kann sich den Film in dieser Form anzusehen. Deshalb gerade so noch eine

3/5

Black Swan

Ein wenig Überwindung hat es mich schon gekostet, mir einen Ballett-Film anzusehen. Letztlich überwog aber deutlich die Neugier, ob der neue Film von “The Wrestler”-Regisseur Darren Aronofsky tatsächlich so gut ist, wie man hört. Und “Black Swan” ist ein sehr guter Film geworden, mit exzellenten Darstellern und einer interessanten Story. Von einem Meisterwerk würde ich nicht sprechen, aber der Gang ins Kino lohnt sich allemal.

Im Zentrum des Geschehens steht die junge Tänzerin Nina (äußerst abgemagert: Natalie Portman), die nach dem ungewollten Abtritt des weiblichen Stars die Chance wittert, in der nächsten Produktion des Hauses die Hauptrolle zu spielen. Der künstlerische Leiter Thomas Leroy (Vincent Cassel) plant eine Aufführung von “Schwanensee”. Er hält Nina zwar für die beste Tänzerin, bezweifelt aber, dass sie auch als dunkler Schwan überzeugen kann – denn die Doppelrolle erfordert nicht nur technische Präzision, sondern auch Leidenschaft und Hingabe.

Völlig auf die Rolle und ihr Training fixiert verliert die allein bei ihrer Mutter lebende Nina langsam die Kontrolle. Sie wird von Halluzinationen heimgesucht, das erotisch aufgeladene Verhältnis zur neuen Kollegin Lily (Mila Kunis) nimmt sie verzerrt wahr, der Druck von Thomas wird immer größer. Ähnlich wie die Hauptfiguren in Aronofskys “Requiem for a Dream” ist Nina in einem Abwärtsstrudel gefangen, aus dem es – scheinbar – kein Entkommen gibt.

Die Stärken des Film liegen einerseits in der präzisen, großartig ausgestatteten Inszenierung, die beträchtliche Spannung erzeugt. Auch als nicht-Ballett-Fan kann man die Choreographien und den herrlichen Soundtrack von Clint Mansell genießen. Außerdem trumpfen die Darsteller hier ganz groß auf, allen voran Natalie Portman, die die Besessenheit und die innere Zerrissenheit ihrer Figur äußerst überzeugend auf die Leinwand bringt. Die kürzlich bekannt gewordene Oscar-Nominierung ist völlig gerechtfertigt.

Vincent Cassel glänzt ebenfalls in der Rolle des erfahrenen und manipulativen Choreographen, macht aus ihm eine beeindruckende Präsenz, gerade im Zusammenspiel mit den Tänzerinnen. Barbara Hershey als Ninas Mutter, Mila Kunis als Konkurrentin Lily und Winona Ryder als verbitterte Diva runden die erstklassige Besetzung ab.

Als einzige Schwäche kann man “Black Swan” vorwerfen, dass seine Story – wenn auch sehr geschickt – viele andere Filme zitiert und nicht ganz so innovativ ist, wie man vielleicht gehofft hat. Dramaturgisch und vom Timing her stimmt alles, doch wer in den letzten Jahren viele gute Dramen (auch von Aronofsky selbst) gesehen hat, der wird vom – trotzdem grandiosen – Ende nicht sonderlich überrascht sein. Das ist aber wahrlich kein Grund, den Film zu meiden, sondern nur ein kleiner und verzeihbarer Schönheitsfehler.

4/5

Black Sheep (DVD, nachgereicht..)

Keine Ahnung, wie ich “Black Sheep” anno 2007 verpassen konnte, aber ich habe es geschafft. In dem neuseeländischen Film mutieren tausende Schafe auf einer abgelegenen Farm zu Killer-Bestien, die mit lautstark-aggressivem “Määähh!” auf ihre menschlichen Opfer losgehen. Das ganze ist – man ahnt es schon – eine einzige und extrem blutrünstige Farce, aber für den gepflegten Videoabend (je nach Besetzung) auch einfach GENAU der richtige Film.

So etwas wie eine Rahmenhandlung gibt es in “Black Sheep” auch, und die ist gar nicht mal so schlecht. Erwähnt werden muss sie im Detail aber trotzdem nicht, denn letztlich geht es nur um den Spaß, den vermeintlich friedlichen Schafen bei ihren Attacken zuzusehen. Weil Gen-Experimente im Spiel sind treten sogar Zwitterwesen aus Mensch und Schaf auf – eine weitere Geschmacklosigkeit, die richtig Spaß macht.

Das bunte Treiben ist mit knapp 90 Minuten nicht zu lang geraten, die Macher haben schon gemerkt, wann sie ihr Pulver verschossen haben. Für Feingeister und Menschen, die kein Blut (oder Gedärme, oder große Haufen toter Tiere/Menschen) sehen können ist der Film nichts, aber das sieht man dem Cover schon an. Trash- und Splatter-Fans dagegen kommen voll auf ihre Kosten.

4/5

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Buried

Wenn es jemals einen Film gab, der als Ein-Mann-Show bezeichnet werden muss, dann sicher dieser. In “Buried” gibt es genau einen Schauplatz und eine handelnde Person. Ryan Reynolds spielt Paul Conroy, einen LKW-Fahrer, der im Irak zivile Lieferungen ausfährt. Sein Konvoi gerät unter Beschuss, Paul verliert das Bewusstsein – und findet sich zu Beginn des Films in einem Sarg unter der Erde wieder. Ausgestattet nur mit einem Zippo und einem Mobiltelefon bemüht er sich verzweifelt Hilfe zu holen. Doch er weiss nicht genau, wo er ist – und schon bald melden sich Erpresser, dessen Forderungen niemand ernsthaft erfüllen will. Wie soll Paul also aus seinem provisorischen Grab entkommen?

Für Menschen mit klaustrophobischen Neigungen ist von “Buried” dringend abzuraten. Der Film nimmt den Zuschauer durchgehend mit in die enge Holzkiste, aus der Paul entkommen muss. Neben der sich zuspitzenden Lage an der Telefon-Front (Erpresser und US-Verantwortliche sind abwechselnd in der Leitung) rieselt immer mehr Sand in die Kiste, und auch eine Schlange macht Paul das Leben schwer.

Die Thriller-Handlung entfaltet sich komplett aus Pauls Sicht, das Publikum erfährt nie mehr als er. Dadurch ist man als Zuschauer gezwungen, mitzuleiden, denn es wird keine größere, erklärende Perspektive der Handlung präsentiert. Ryan Reynolds, bisher eher bekannt für Komödien a la “The Proposal”, holt alles aus seiner Rolle hinaus. Pauls Leiden ist schwer mit anzusehen, doch seine Entscheidungen und Handlungen wirken stimmig, angesichts der Situation, in der er steckt.

Natürlich ist “Buried” auch eine Stilübung, wieviel Spannung man mit so minimalen Mitteln erreichen kann. Die Umsetzung ist hervorragend gelungen, handwerklich (etwa durch die raffinierten Einstellungen rund ums Mobiltelefon) und schauspielerisch bleiben keine Wünsche offen. Der Film ist beklemmend, dabei spannend und konsequent zu Ende erzählt. Und er erlaubt sich in seiner Beschreibung des Szenarios ein paar kritische Töne zum US-Einsatz im Irak, die sich viele andere “Kriegsfilme” nicht getraut haben.

4/5

“The Walking Dead” (TV-Serie)

Nach dem Erfolg vieler Zombiefilme der letzten Jahre war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis es die erste Zombie-Fernsehserie geben würde. Beim US-Sender AMC lief soeben die erste – sehr kurze – Staffel von “The Walking Dead”, und weil sie dem Publikum wohl gut gefiel wird es eine – diesmal längere – zweite Staffel geben.

Die Serie spielt in und um Atlanta, wo die Hauptfiguren ums nackte Überleben kämpfen. Im Zentrum der Story steht Kleinstadt-Sheriff Rick Grimes, der zum Zeitpunkt des “Ausbruchs” im Krankenhaus liegt. Als er aus dem Koma erwacht erwartet ihn ein Bild des Schreckens. Die Menschen sind von einem fiesen Virus befallen und zu Zombies mutiert, die in klassischer Manier blutrünstig durch die Gegend taumeln. Im Verlauf der Handlung macht sich Grimes auf nach Atlanta, um seine Familie zu finden – von der er hofft, dass sie rechtzeitig flüchten konnten.

Im Grunde ist “The Walking Dead” ein gestreckter Zombiefilm, der es sich wegen seiner Länge leisten kann, die Figuren richtig einzuführen. Das gelingt ihm auch ganz gut, wobei man sich auf eine Handvoll Charaktere beschränkt. Neben Grimes sind das vor allem seine Frau und Grimes’ Deputy Shane. In Sachen Brutalität bzw. expliziten Gewaltdarstellungen steht die Serie den Kinofilmen in nichts nach, was eine Ausstrahlung in Deutschland außerhalb von Pay-TV sehr unwahrscheinlich macht.

Mit gerade mal sechs Folgen ist die erste Staffel vor allem ein Versuchsballon. Die Frage danach, wo das Virus herkommt und ob es irgendwo auf der Welt noch größere Bastionen von gesunden Menschen gibt, rückt erst gegen Ende in den Vordergrund. Hier darf man gespannt sein, ob sich die Autoren eine interessante Erklärung einfallen lassen. Denn tatsächlich haben Zombiefilme ja immer das Potential sozialkritisch zu sein – wenn sie denn wollen.

Insgesamt kann man den Produzenten, Schauspielern und Regisseuren (in erster Linie Frank Darabont, Regisseur von “Die Verurteilten”, als ‘Creator’) ein Lob aussprechen, “The Walking Dead” ist spannend, unterhaltsam und in sich bisher sehr stimmig. Ob die Serie tatsächlich neue Akzente setzen kann und das Genre in neue Gefilde führen kann (und will) wird sich aber erst in der zweiten Staffel zeigen. In dann 13 Folgen werden wir sehen, wohin die Reise geht.

All Good Things (DVD-Import)

Schauspieler Ryan Gosling spielt mit Vorliebe schwierige Charaktere, etwa im starken Drama “Half Nelson” oder in “Lars and the Real Girl”. Schwierig ist auch David Marks, Erbe eines Immobilien-Imperiums in New York, den er in “All Good Things” spielt. Von seinem Vater Sanford (Frank Langella, “Frost/Nixon”) wird er dazu gedrängt, in das Familiengeschäft einzusteigen, obwohl er eigentlich – gemeinsam mit seiner Freundin und bald Frau Katie (Kirsten Dunst) – andere Pläne hat.

Eine Weile genießt das junge Paar die Zeit in New York, die beiden haben eine Menge Geld, ein schickes Apartment und ein Sommerhaus am See. Doch nachdem die Idylle bei der Familienplanung erste Risse zeigt geht es stetig bergab. David entpuppt sich als bestenfalls ‘schwieriger’, vielleicht gar psychopathischer Charakter, für Katie wird ihr Leben langsam aber sicher zur Hölle. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Situation eskaliert.

“All Good Things” erzählt seine Geschichte in Rückblenden, die anno 1971 beginnen. In der Gegenwart ist David (mittlerweile etwa 60 Jahre alt) vor Gericht geladen, dem Zuschauer wird aber lange vorenthalten, ob er als Zeuge oder Angeklagter aussagt – und welches Verbrechen eigentlich verhandelt wird. Näher auf die Story einzugehen ist unmöglich, ohne entscheidende Informationen preiszugeben, daher nur soviel: der Film wandelt sich langsam vom Drama zum Thriller, in dem über drei Jahrzehnte eben so viele Morde geschehen.

Das Ganze basiert auf einem wahren Fall, dem von Robert Durst. “All Good Things” ist im durchaus positiven Sinn ein interessanter Film geworden, der jedoch weder als Drama noch als Thriller so richtig funktioniert. Vielleicht liegt es daran, dass sich Regisseur und Autor keine großen künstlerischen Freiheiten rausnehmen und die Story ziemlich genau so erzählen, wie sie passiert ist (soweit man das überhaupt mit Sicherheit sagen kann). Dramaturgisch stimmt die Gewichtung und das Timing irgendwie nicht, einige wichtige Figuren kommen insgesamt zu kurz. Die Jahre 1971 bis 1982 bekommen die meiste Aufmerksamkeit, danach kommt ein davon seltsam entrückter Schluss-Akt.

Ein großes Plus des Films sind die Hauptdarsteller, die ihre Figuren sehr überzeugend auf die Leinwand bringen. Ryan Gosling gelingt ein starkes Portrait eines gestörten Menschen, den der Film nie in die üblichen Schubladen zu stecken versucht. Langella hat leichtes Spiel als übermächtiger und strenger Vater, Kirsten Dunst vermittelt überzeugend das wachsende Unbehagen von Katie, ihre Lebenslust, die Rückschläge und ultimativ den totalen Kontrollverlust. Auch das Produktionsdesign macht Freude, die Bilder von New York in den 70ern sind ebenso überzeugend wie die Garderobe der Zeit. Unter dem Strich ist “All Good Things” eine Empfehlung – aber nur für Freunde von Psychothrillern.

3/5

Cyrus

Schauspieler John C. Reilly verkörpert keine charmanten Heldentypen, er ist eher abonniert auf Charakterköpfe. In der zweiten Garde der Hollywoodschauspieler ist er ein gut beschäftigter Mann, spielte Nebenrollen in “Gangs of New York” oder “The Perfect Storm” und auchmal eine Hauptrolle wie an der Seite von Will Ferrell in “Step Brothers”. In “Cyrus” spielt Reilly nun tatsächlich mal den romantischen ‘Helden’ – doch es ist keine gewöhnliche romantische Komödie, die sich hier abspielt.

John (Reilly) lebt als Cutter in L.A., er hat schon bessere Tage gesehen. Seine Ex-Frau Jamie (Catherine Keener), die bald neu heiraten will versucht den einsamen John ein wenig aufzubauen und schleppt ihn auf eine Party. Doch für das “dating game” ist ihr Ex einfach nicht gemacht und scheitert – quasi mit Ansage – spektakulär. Irgendwann ist er betrunken genug um zu tanzen, und tatsächlich feiert jemand mit ihm – die hübsche Molly (Marisa Tomei).

John kann sein Glück kaum fassen, kommt aber bald dahinter, welchen Haken die Sache hat. Sein Name ist Cyrus (Jonah Hill), er ist 22, besitzergreifend, psychisch labil, von Beruf Sohn und wohnt immer noch zuhause. Das also ist nun Johns Aufgabe – sich mit dem Sohn gut stellen, um die Beziehung zu Molly nicht aufgeben zu müssen. Ein schier unmögliches Unterfangen, wie sich bald rausstellt.

Der Film ist als Drama mit komödiantischen Einlagen inszeniert, was die Hauptdarsteller sehr gekonnt rüberbringen. Reilly spielt John als einen richtig netten Kerl, der sich an Cyrus die Zähne ausbeisst. Jonah Hill spielt geschickt zurückhaltend das durchtriebene Riesenbaby, der sich auf die Liebe seiner wohlmeinenden Mutter verlassen kann – wenn es drauf ankommt. Der Humor ist eher einer des “trotzdem lachen müssen”, die Figuren werden ihm nicht geopfert. Man schlägt nur hin und wieder die Hände vor den Kopf ob der sich darbietenden Farce.

Psychologisch ist “Cyrus” meist stimmig, nur wenige Stellen lassen auf gezielte Sollbruchstellen im Drehbuch schließen. Der Film nähert sich seiner Titelfigur langsam und aus der Distanz – die Figur zum Mitfühlen ist eindeutig John. Erst später bekommt man auch bei Cyrus Einblick hinter die geistigen Kulissen – leider sind diese Szenen am Ende nicht gerade die Stärke des Films, sie werden der aufgebauten Stimmung und Spannung nur bedingt gerecht. Tatsächlich scheint der Film etwas unfertig, was aber durchaus auch beabsichtigt sein könnte. Trotz ein paar starker Szenen kein ganz großes Drama, aber schon wegen der recht ungewöhnlichen Konstellation der Figuren (und ihrer Besetzung) einen Blick wert.

3/5

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Die besten Fernsehserien der ‘Neuzeit’

TV-Serien habe ich in meinem Leben schon eine Menge gesehen, aber hier gilt – anders als bei Filmen – eine ganz wichtige Unterscheidung: es gibt die Serien “von früher”, die man als Kind gesehen hat. Und es gibt die Serien “von heute”, die weit mehr Qualität aufweisen, einfach weil sich die Dinge in der Film- und Fernsehwelt so entwickelt haben.

Serienstars wie früher David Hasselhoff (“Knight Rider”) oder Richard Dean Anderson (“MacGyver”) konnten sich eine Kinokarriere abschminken (bei den beiden kann sich noch drüber freuen….). Man musste sich damals entscheiden – TV oder Kino, es war lediglich der “Abstieg” vom Kino- zum Filmstar möglich. Serien waren entweder endlos-Seifenopern wie “Dallas” oder recht alberner Quatsch für Teenager oder Kids. Ein paar Ausnahmen bestätigen die Regel (“M.A.S.H.”, “Magnum PI”).

Seit den 90ern ist das anders, David Lynchs “Twin Peaks” kommt da eine wichtige Rolle zu. Das Niveau der Fernsehserien ist gestiegen, sie folgen nicht mehr zwingend dem alten Gesetz, dass jede Folge in sich geschlossen sein muss. Stars schaffen seitdem häufiger den Sprung ins Kino. Jennifer Aniston (“Friends”) und George Clooney (“Emergeny Room”) sind dafür gute Beispiele, inzwischen wechseln viele Schauspieler zwischen den ‘Welten’ hin und her, ohne dass es noch jemanden interessiert.

Hier sind also meine Favoriten aus der ‘Neuzeit’ der Fernsehserien, in chronologischer Reihenfolge, was den US-Start der jeweils ersten Staffel angeht:

1. Twin Peaks (1990)

Angefangen hat alles mit “Twin Peaks”, David Lynchs absurd-surrealer Mystery-Krimiserie von 1990. Die erste Ausstrahlung von RTL habe ich (mit damals 11 Jahren) verpasst, aber ein paar Jahre später wurden alle Folgen bei ‘Tele5′ wiederholt. Die Mördersuche in einer Kleinstadt in Nordwesten der USA ist weit mehr als nur ein Krimi, sie seziert das Innenleben der Bewohner, genüßlich und mit viel Humor.

Das beste an der Serie sind die einzigartigen Charaktere, allen voran FBI-Agent Cooper – Kyle MacLachlan in der Rolle seines Lebens. Im Zusammenspiel mit den lokalen Cops, den Eltern der Toten, ihren Freunden und Neidern dringt er immer tiefer in die wirren Hintergründe des Verbrechens ein, stösst immer wieder auf neue Abgründe. Zudem ist es vielleicht die erste Serie überhaupt, die Teenager als ernst zu nehmende Menschen mit realen Problemen (und was für welche…) zeigt, und nicht die immer gleichen Klischees aneinander reiht.

Als der eigentliche Fall gelöst ist war das Zuschauerinteresse (zumindest in den USA) immer noch so groß, das noch eine “neue” Handlung oben drauf gesetzt wurde. Das Finale um Coopers Nemesis Wyndom Earle ist ein Leckerbissen für alle Lynch-Fans, so wie die ganze Serie. Trotz diverser Konflikte beim Dreh und der Entwicklung des Story ist “Twin Peaks” ein echter Meilenstein des Qualitätsfernsehens.

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2. The Sopranos (1999)

Nach “Twin Peaks” kam lange nichts mehr. Ich muss aber auch zugeben, dass ich nicht sonderlich gezielt gesucht habe, “Akte X”, “Friends”, “Ally McBeal” und Konsorten habe ich wohl mal gesehen, aber wirklich interessiert hat mich keine der Serien. Bis Ende der 90er die Sopranos kamen. Sie wurden – genau wie im Kino ein paar Jahre zuvor “Pulp Fiction” – vom Spiegel angekündigt und dann vom ZDF ins Nachtprogramm verbannt; gut, dass es Videorekorder gibt (oder eher gab – hat noch jemand einen?).

Das Portrait eines Mafia-Clans aus New Jersey – ob der Name “Soprano” wohl ein Zufall ist? – beleuchtet pointiert die Abgründe des Alltags. Allein die erste Folge, in der Mafia-Boss Tony einer Therapeutin sein Herz ausschüttet, dabei aber nicht die ganze Wahrheit erzählen darf, ist Sinnbild für die Qualität des Stoffes. Die Leistung des Schauspieler-Ensembles ist bemerkenswert, die Charaktere wachsen einem im Verlauf der 6 Staffeln richtig ans Herz.

Eine kleine Schwächephase sind – nach meiner Erinnerung – die beiden mittleren Staffeln, aber vielleicht würde ich das heute auch anders sehen. Die “Sopranos” beginnen auf relativ kleiner Flamme (mit internen Schwierigkeiten), bevor die Spannungen zwischen den rivalisierenden Gangster-Clans von New York und New Jersey zunehmen. Ein weiterer Volltreffer der Serie: sie läuft nicht einfach aus, sie hört bewusst auf. Das klingt banal, doch Fakt ist, dass die meisten Serien wegen ausbleibendem Erfolg einfach nicht verlängert werden – und dann ist das Ende einer Staffel auch das Ende einer Serie, selbst wenn die Autoren einen anderen Schluss im Sinn hatten.

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3. 24 (2001)

Inzwischen ist in den USA die achte Staffel gelaufen, ich selber habe nur die ersten drei gesehen. Und trotzdem steht die Serie in dieser Liste, denn sie hat es geschafft, innovativ, mutig und erfolgreich zu sein. Das fiktive Zeit und echte Zeit mal deckungsgleich sind in Filmen oder Serien hat es schon immer gegeben, aber daraus eine komplette Dramaturgie zu machen war neu – und nicht ohne Risiko.

Doch den Machern von “24″ ist es gelungen, dieses Prinzip zu etablieren, das Publikum zu begeistern und dabei eine gute Geschichte abzuliefern. Sicher, ein paar Löcher und Fehler sind schon drin im Plot – die gewollte Atemlosigkeit des Geschehens fordert ihren Tribut. Doch die Schauspieler, allen voran Kiefer Sutherland als Agent Jack Bauer, und der spannende Terrorplot (der ersten beiden Staffeln) können dennoch überzeugen.

Wie ich höre ist der gute Jack Bauer in den späteren Staffeln – er war schon zu Beginn kein Kind von Traurigkeit – zu Amerikas TV-Folterknecht Nummer 1 geworden, was natürlich keine schöne Entwicklung wäre. Ich habe von dem Format nach 72 Folgen einfach mal genug gehabt, und werde die fehlenden Staffeln eher nicht mehr nachholen. Doch den Platz in dieser Liste hat “24″ sich verdient…

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4. Weeds (2005)

Die moderne Idylle wohlhabender US-Vorstädte hat schon anno 1999 “American Beauty” satirisch auseinander genommen. In “Weeds” ist diese Idylle von Anfang an dahin, nach dem Tod ihres Mannes muss sich eine Hausfrau alleine durchschlagen. Doch den Lebensstandard zu halten ist gar nicht so einfach, wie Nancy Botwin (Mary-Louise Parker) feststellen muss, weshalb sie es mit dem Verkauf von Gras versucht.

Ersten Erfolgen stehen zunehmend größere Probleme im Wege, mit Rivalen, den Gesetzeshütern und den eigenen Kids – vor denen sie ihren neuen Brötchenbezahl-Plan nicht lange geheim halten kann. “Weeds” wechselt zwischen Satire und reiner Comedy hin und her, ist auch mal sozialkritisch oder politisch unkorrekt, dabei aber in erster Linie immer eines: unterhaltsam. In den besten Folgen sind die Dialoge (im Original) so witzig dass man hin und wieder Pause drücken sollte, damit einem nichts entgeht.

Wohin die Reise der Botwins noch gehen wird ist am Ende der ersten Staffeln keinesfalls abzulesen, die Drehbuchautoren treiben es in jeder neuen Staffel (scheinbar) wieder von neuem auf die Spitze. Inzwischen ist die sechste Staffel gelaufen, wie man hört wird nach der siebten Schluss sein. Ich bin mal gespannt und hoffe darauf, dass die Autoren einen ECHTEN Schluss schreiben, keinen Kompromiss, der irgendwann doch noch fortgesetzt werden könnte…

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5. Dexter (2006)

Fast jede Serie in dieser Liste ist nicht unbedingt sehr fest in der Realität verwurzelt – im dem Sinne, dass die gezeigte Handlung besonders realistisch wäre. “Dexter” schießt aber eindeutig den Vogel ab, denn es geht um einen Kriminal-Mediziner, der gleichzeitig Serienkiller ist. Aber ein guter Serienkiller. Der es in Miami in jeder Staffel mit einem neuen, bösen Serienkiller zu tun bekommt, der jedes mal HAARSCHARF davor steht, mit einem Riesenknall aufzufliegen, dann aber doch davon kommt.

Doch dazu zweierlei: Erstens ist die “Bedrohung” durchaus real, es erscheint nicht unmöglich, dass Dexter Morgan (Michael C. Hall) irgendwann doch noch in Handschellen abgeführt wird. “Dexter” ist schließlich nicht das “A-Team” auf der Flucht vor Colonel Decker. Zweitens ist es den Stärken von Drehbuch, Schauspielern und Inszenierung zu verdanken, dass einem nur selten bewusst wird, wie UNGLAUBLICH die Handlung eigentlich ist.

Tatsächlich ist die Serie kontinuierlich mit (fast) jeder Staffel besser geworden, noch spannender, noch zynischer, noch grenzwertiger. Die extrem blutige Angelegenheit (FSK 18) ist sicher nicht jedermanns Feierabende-Vergnügen, ich freue mich trotzdem schon auf Staffel Nummer sechs im nächsten Jahr!

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6. Californication (2007)

Wer bisher geglaubt hatte, Dave Duchovny hätte mit Agent Fox Mulder schon die Rolle seines Lebens gespielt muss seit 2007 umdenken. Denn der ist als turbo-hedonistischer, zynischer Schriftsteller Hank Moody in “Californication” zu gut um wahr zu sein. Mit charmantem Blick im Porsche-Cabrio durch Los Angeles fahrend fängt er dutzendweise Frauengeschichten an, was seine schöne Ehefrau Karen (Natasha McElhone) ihm irgendwann nicht mehr verzeihen kann.

Doch das Ende ist im Hause Moody immer wieder ein neuer Anfang, als (relativ) konstante Stütze bleibt ihm dabei seine Tochter Becca treu. Die durchlebt ihrerseits Höhen und Tiefen des Teenagerdaseins und hat mit ihrem Dad jemanden im Gepäck, der als Vorbild nur bedingt tauglich ist. Ein echtes Highlight der Serie sind zudem Hanks Agent, der Glatzkopf Charlie Runkle samt koksnasiger Gattin Marcy. Nicht zu vergessen Kathleen Turner (jawoll, die aus den 80ern), mit Mut zum Übergewicht und einer Stimme, die auch Joe Cocker gehören könnte.

“Californication” ist in erster Linie Comedy, und vielleicht die lustigste Show die ich je gesehen habe. Bei allem Slapstick und aller Übertreibung lassen die Figuren aber hin und wieder durchscheinen, dass sie der Realität noch nicht endgültig entfleucht sind. Bis auf wenige Ausnahmen sind sie nur alle zu egoistisch, triebgesteuert und unreif um sich wie erwachsene Menschen aufzuführen.

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7. John from Cincinnati (2007)

Die “Sopranos” verließen im Herbst 2007 die Fernseher dieser Welt, und halb Amerika schaute zu. Sender HBO wollte das Publikum gleich mit der nächste Serie ködern und startete “John From Cincinnati” auf dem “Sopranos”-Sendeplatz am Sonntagabend. Doch die Mystery-Surfer-Sage erwies sich als nicht massentauglich, und wurde nach der ersten Staffel wieder eingestellt. Schade, schade.

Aber diese eine Staffel immerhin ist großes Fernsehen geworden. Der Titelheld erscheint aus dem Nichts auf der Bildfläche in Südkalifornien und lernt eine Reihe von mehr oder minder merkwürdigen Gestalten kennen. Im Mittelpunkt steht dabei die Familie Yost, aus deren Reihen schon in der dritten Generation Ausnahmekönner des Surfsports kommen.

Den Plot wiedergeben zu wollen wäre sinnlos und unmöglich, die Serie verweigert sich einer konventionellen Erzählweise und gibt sich verschroben und geheimnisvoll – genau wie ihre Charaktere. Etwas ist faul bei den Yosts und den meisten ihrer Freunde und Bekannten. Ein abgewrackter Rocker, ein Ex-Bulle (gespielt von Ed O’Neill ala Al Bundy), und ein abtrünniger Mediziner bevölkern die Szenerie, Themen wie Drogensucht, Wunderheilung und eiskalte Geschäftspraktiken unter Surfsport-Größen ergeben ein wirres, von großartigen Momenten und hintergründigem Witz geprägtes Gesamtbild. Die Nähe zwischen Genie und Wahnsinn war nie besser auf der Leinwand zu beobachten als in “John From Cincinnati” – und natürlich “Twin Peaks”.

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8. Bored to Death (2009)

Diese kleine Comedyserie von HBO ist sicher nicht jedermanns Sache, trifft aber sehr genau meinen Geschmack. Drei mit dem Leben hadernde Männer kämpfen sich in Manhattan durch den Alltag. Schriftsteller Jonathan (Jason Schwartzman) wird am Anfang von seiner Freundin verlassen (weil er zuviel Weißwein trinkt und zuviel kifft) und versucht sich auf der Suche nach Ablenkung daraufhin als Hobby-Privatdetektiv.

Comic-Zeichner Ray (Zach Galifianakis) kommt ebenfalls nicht recht voran, während Publizist George (Ted Danson) das Leben geniesst als wäre er keine 60, sondern 25 Jahre alt. Die Mischung aus Neo-Noir (u. a. ein lakonischer Off-Kommentar), Großstadthumor mit Anleihen bei Woody Allen und niveauvollem Kiffer-Slapstick (ja, sowas gibt es hier!) ist feinste Unterhaltung. Es gibt in dem bunten Treiben auch mal Tiefgang, doch die Hauptfiguren sind äußerst geschickt darin diesen mit viel Humor zu übersehen…

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9. Boardwalk Empire (2010)

Diese Serie ist noch nicht mal am Ende der ersten Staffel – wenn auch knapp, es fehlt nur eine Folge – und darf hier trotzdem nicht fehlen. Die Erwartungen an “Boardwalk Empire” waren hoch, schließlich inszenierte Martin Scorsese den Pilotfilm (und ist Produzent der Serie), zudem ist die Besetzung recht prominent (Steve Buscemi, Kelly MacDonald, Michael Shannon) und der Sendeplatz ist der oben bereits erwähnte “Sopranos”-Sonntagabend.

Buscemi spielt Nucky Thompson, der Anfang der 1920er Jahre in Atlantic City die Fäden zieht. Die Prohibition guckt um die Ecke, ebenso das Wahlrecht für Frauen – die Zeit ist eine andere als die moderner Gangster. Doch die Methoden sind die gleichen. Nucky und seine Männer haben die Stadt fest im Griff, verdienen überall mit und lassen fröhlich die Puppen tanzen. Doch aus New York kommt Konkurrenz, ein paar lokale Gauner machen Stunk und überhaupt artet das Strippenziehen auf politischem, gesellschaftlichem und geschäftlichem Parkett zunehmend in harte Arbeit aus.

Die Figuren entwickeln sich langsam, aber stetig, man hat offenbar damit gerechnet eine zweite Staffel drehen zu dürfen, die den Pfaden weiterspinnt. Die ist tatsächlich gleich nach dem Start der Serie genehmigt worden, man kann sich schon drauf freuen. In Deutschland soll “Boardwalk Empire” beim Pay-TV-Sender ‘TNT Serie’ laufen, laut WELT Online. Allerdings habe ich von dem Sender nie gehört, wohl weil ich noch nie Pay-TV-Kunde war..

Knapp nicht dabei:

Zwei Serien sind noch zu nennen, die es beinahe, aber eben nicht ganz in diese Liste geschafft haben. Zum einen “Mad Men”, weil ich zwar von Witz, Dialogen und vielem mehr begeistert war, aber Ende der zweiten Staffel trotzdem aufgehört habe zu gucken. Ein bisschen viel Show, ein bisschen zu wenig Story. Kann aber gut sein, dass ich die übrigen Folgen noch nachhole und mein Urteil revidiere…

“Lost” ist auch draußen geblieben, schon weil ich noch in der vierten Staffel stecke und also noch gar nicht weiss was zur Hölle denn nun eigentlich los ist auf der Insel. Aber ehrlich gesagt habe ich nicht (mehr) die Hoffnung, dass es da noch eine überzeugende Erklärung jenseits von “Ist alles Traum/Sind alle tot/etc.” geben wird. Die Serie zelebriert das Erzählen von Geschichten und macht eine Menge Spaß – sollte am Ende doch noch alles wirklich zusammenpassen werde ich sie gerne hier ergänzen…