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	<title>Edzards Filmriss &#187; KenntKeinMensch</title>
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	<description>DER Filmblog. Alles andere is Quatsch!</description>
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		<title>Filmkritik: &#8220;Moneyball&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 16:24:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edzehard</dc:creator>
				<category><![CDATA[KenntKeinMensch]]></category>
		<category><![CDATA[Baseball]]></category>
		<category><![CDATA[Brad Pitt]]></category>

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		<description><![CDATA[Um es gleich vorweg zu sagen: wer mit Mannschaftssport im weiteren Sinne nichts am Hut hat, der kann sich &#8220;Moneyball&#8221; getrost sparen. Der Film kreist nur um ein Thema, und das ist Baseball – hierzulande nicht gerade ein Volkssport. Er erzählt based on a true story die Geschichte eines Team-Managers, der mithilfe eines unbekannten Statistik-Genies [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.edzards-filmriss.de/wp-content/uploads/2012/01/moneyball-movie-poster-02-550x814-472x700.jpg" rel="lightbox[7049]"><img class="alignleft size-medium wp-image-7059" title="Moneyball" src="http://www.edzards-filmriss.de/wp-content/uploads/2012/01/moneyball-movie-poster-02-550x814-472x700-202x300.jpg" alt="Moneyball" width="202" height="300" /></a>Um es gleich vorweg zu sagen: wer mit Mannschaftssport im weiteren Sinne nichts am Hut hat, der kann sich &#8220;Moneyball&#8221; getrost sparen. Der Film kreist nur um ein Thema, und das ist Baseball – hierzulande nicht gerade ein Volkssport. Er erzählt <em>based on a true story</em> die Geschichte eines Team-Managers, der mithilfe eines unbekannten Statistik-Genies den Sport für immer verändern will. Als charismatischer Chef der Oakland Athletics ist Brad Pitt zu sehen, Philip Seymour Hoffman spielt den Trainer (mit eindrucksvoller Killer-Plautze) und Jonah Hill den Yale-Absolventen, dessen Theorien und Formeln das Spiel revolutionieren.</p>
<p><span id="more-7049"></span></p>
<p>Billy Beane (Pitt) hat mit seinem Team gerade eine erfolgreiche Saison hinter sich. Doch seine drei besten Spieler sind nun Free Agents geworden – und suchen sich neue Arbeitgeber, bei denen mehr Geld zu verdienen ist als bei den chronisch klammen &#8220;Athletics&#8221;. Mit dem bescheidenen Budget neue Spieler von ähnlicher Qualität zu holen ist eine Illusion, was Beane mächtig frustriert. Bei Verhandlungen über einen Spieler-Tausch mit den Cleveland Indians lernt er den jungen Spiel-Analytiker Peter Brand (Jonah Hill) kennen und verpflichtet ihn als Assistenten– der Beginn einer aufregenden Saison.</p>
<p>&#8220;Moneyball&#8221; wurde von Regisseur Bennett Miller (&#8220;Capote&#8221;) zurückhaltend inszeniert, nicht die Spiele selbst stehen im Vordergrund (auch wenn es durchaus einige Baseball-Szenen zu sehen gibt), sondern die Macher im Hintergrund. Der Film wirft einen recht gnadenlosen &#8211; aber nicht bösartigen &#8211; Blick auf das Geschäft hinter den Kulissen, auf Spieler, die wie Vieh hin und her verkauft und getauscht werden. Beane selbst ist da keine Ausnahme, er hat nur einen anderen Plan als seine Kollegen. Ein paar Szenen, die ihn mit seiner Tochter und Ex-Frau zeigen sind eindeutig dazu gedacht, der Figur ein &#8216;normales&#8217;, menschliches Antlitz zu geben &#8211; von großem Belang sind sie letztlich aber nicht.</p>
<p>Wie eingangs bereits erwähnt: ohne Interesse und am besten Begeisterung für Mannschaftssport im Allgemeinen funktioniert der Film nicht. Da kann man sich genau so gut eine Live-Übertragung eines Spiels angucken. Für Sportfreunde sieht das schon ganz anders aus, denn erstens ist die Geschichte von &#8220;Moneyball&#8221; historisch interessant, zweitens gelingt es dem Film hervorragend die Emotionen, die im Spiel sind, einzufangen. Als erklärter Nicht-Fachmann im Bereich Baseball kann ich anmerken, dass man die Regeln des Spiels nur ungefähr kennen muss, um zu verstehen, worin die Sensation besteht, die Brandt aus seinen Daten herausliest.</p>
<p>Bei der Besetzung hat &#8220;Moneyball&#8221; ebenfalls alles richtig gemacht. Pitts jungenhafter Charme passt wunderbar zum ambitionierten Team-Manager, Jonah Hill &#8211; sonst eher im Komödienfach zuhause &#8211; überzeugt als stilles, schüchternes Genie in einer etwas fremden Welt von Alpha-Tieren. Philip Seymour Hoffman spielt den wortkargen Trainer der Mannschaft (der von Beanes Plan alles andere als überzeugt ist) mit stoischer Ruhe und dabei am Rande einer Parodie. Der Film erfindet in keiner Weise das Rad neu, aber er findet einen weitgehend unprätentiösen Weg, seine Geschichte zu erzählen. Wer sich für diese interessiert, der wird nicht enttäuscht.</p>
<p>4/5</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Filmkritik: &#8220;50/50&#8243;</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 17:55:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edzehard</dc:creator>
				<category><![CDATA[KenntKeinMensch]]></category>
		<category><![CDATA[Anna Kendrick]]></category>
		<category><![CDATA[Chemo]]></category>
		<category><![CDATA[drama]]></category>
		<category><![CDATA[Joseph Gordon-Levitt]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Seth Rogen]]></category>

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		<description><![CDATA[Regisseur Jonathan Levine hat 2008 das überzeugende Coming-of-Age-Drama &#8220;The Wackness&#8221; gedreht, ein Film, der den Ernst des Teenie-Lebens sehr gut mit einer ordentlichen Portion Humor verband. Mit &#8220;50/50&#8243; hat er sich nun eine ungleich anspruchsvollere Aufgabe gesucht – die Mischung von Krebs-Drama und Buddy-Komödie. Joseph Gordon-Levitt (&#8220;Inception&#8221;) spielt Adam, einen Produzenten bei einem Radiosender in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.edzards-filmriss.de/wp-content/uploads/2012/01/50-50-movie-poster.jpg" rel="lightbox[7081]"><img class="alignleft size-medium wp-image-7098" title="50/50" src="http://www.edzards-filmriss.de/wp-content/uploads/2012/01/50-50-movie-poster-202x300.jpg" alt="50/50" width="202" height="300" /></a>Regisseur Jonathan Levine hat 2008 das überzeugende Coming-of-Age-Drama &#8220;The Wackness&#8221; gedreht, ein Film, der den Ernst des Teenie-Lebens sehr gut mit einer ordentlichen Portion Humor verband. Mit &#8220;50/50&#8243; hat er sich nun eine ungleich anspruchsvollere Aufgabe gesucht – die Mischung von Krebs-Drama und Buddy-Komödie. Joseph Gordon-Levitt (&#8220;Inception&#8221;) spielt Adam, einen Produzenten bei einem Radiosender in Seattle. Adam ist noch keine 30 und leidet unter merkwürdigen Rückenschmerzen; völlig unvermittelt bekommt er nach Untersuchungen im Krankenhaus dann die Diagnose. Er leidet an einer seltenen Form von Krebs, hat einen Tumor an der Wirbelsäule. Seine Aussichten: &#8220;50/50&#8243;.</p>
<p><span id="more-7081"></span></p>
<p>Adam steht vor den schwersten Wochen seines Lebens. Sein Alltag ist nicht mehr Radio, sondern Chemotherapie, Übelkeit, Haarsausfall und ständiges Erbrechen. Mit Freundin Rachael (Bryce Dalles Howard), seinem besten Freund Kyle (Seth Rogen) und seiner Mutter (gespielt von Anjelica Huston) hat er Menschen um sich, die sich um ihn kümmern (wollen), außerdem ist da noch die sehr junge psychologische Betreuerin Katherine (Anna Kendrick). Doch was hilft einem das alles, wenn man vielleicht schon bald nicht mehr leben wird?</p>
<p>Der Film erzählt nicht nur Adams Geschichte, sondern auch die seines Umfelds. Wie verhält man sich, wenn der eigene Freund/Sohn/Kumpel vielleicht bald sterben muss? Weil neben Hauptdarsteller Gordon-Levitt auch die übrigen Darsteller sehr überzeugend spielen und das Drehbuch die Story mit Herz und Witz anpackt, wird &#8220;50/50&#8243; nicht zu einem extrem düsteren Problemfilm, sondern zu einem humorvollen Drama um eine fürchterliche Krankheit.</p>
<p>Das bedeutet allerdings nicht, dass der Film nicht auch eindringliche, äußerst traurige Szenen enthält. Die sind &#8211; ohne zuviel verraten zu wollen &#8211; angesichts des Themas auch gar nicht zu vermeiden. Die Charaktere in &#8220;50/50&#8243; scheinen hin und wieder vergessen zu haben, welches Damokles-Schwert über Adam hängt – aber nicht länger, als es Adam selber schafft, seine Krankheit zeitweilig zu ignorieren. Die Stärke des Films liegt darin, dass Adams Verhalten, sein Umgang mit seiner Situation, realistisch wirkt – in allem, was er tut. Zwar wirken ein, zwei Entwicklungen der Handlung ein wenig eingefädelt, aber die guten Dialoge und starken Schauspieler überspielen das (fast) vollständig.</p>
<p>Durch die genaue Beobachtung seiner Figuren und ihrer schwierigen Beziehungen untereinander bringt &#8220;50/50&#8243; zudem ein emotionales Fundament mit, das die Geschichte in dramatischen ebenso wie in humorvollen Szenen glaubwürdig macht. Ein großes Publikum wird er wegen seines schwierigen Themas wohl nicht erreichen. Aber wer sich auf die Geschichte einlässt, der wird es sicher nicht bereuen.</p>
<p>4/5</p>
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		<title>Filmkritik: &#8220;The Ledge &#8211; Am Abgrund&#8221; (DVD Premiere)</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 18:18:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edzehard</dc:creator>
				<category><![CDATA[KenntKeinMensch]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurz gefasst ist &#8220;The Ledge &#8211; Am Abgrund&#8221; ein überkonstruiertes, aber gut gespieltes Psychodrama. Zu Beginn des Films kletter ein junger Mann auf das Dach eines Hochhauses, offensichtlich mit der Absicht, seinem Leben ein Ende zu setzen. Für solche Fälle ist Polizist Hollis Lucetti (Terrence Howard) zuständig, der an diesem Tag aber selbst eine ziemlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.edzards-filmriss.de/wp-content/uploads/2012/01/the-ledge-movie-poster-01-404x600.jpg" rel="lightbox[7039]"><img class="alignleft size-medium wp-image-7042" title="The Ledge – Am Abgrund" src="http://www.edzards-filmriss.de/wp-content/uploads/2012/01/the-ledge-movie-poster-01-404x600-202x300.jpg" alt="The Ledge – Am Abgrund" width="202" height="300" /></a>Kurz gefasst ist &#8220;The Ledge &#8211; Am Abgrund&#8221; ein überkonstruiertes, aber gut gespieltes Psychodrama. Zu Beginn des Films kletter ein junger Mann auf das Dach eines Hochhauses, offensichtlich mit der Absicht, seinem Leben ein Ende zu setzen. Für solche Fälle ist Polizist Hollis Lucetti (Terrence Howard) zuständig, der an diesem Tag aber selbst eine ziemlich bittere Pille schlucken muss: eine Ärztin teilt ihm mit, dass er keine Kinder zeugen kann. Doch Hollis hat schon zwei Kinder&#8230;</p>
<p><span id="more-7039"></span></p>
<p>Rückblende: Der sympathische und lockere Gavin (Charlie Hunnam) arbeitet im Management eines Hotels. Eines Tages sitzt er dort seiner schicken Nachbarin Shana (Liv Tyler) gegenüber – und gibt ihr prompt den Job als Zimmermädchen. Das Unglück, man ahnt es schon, nimmt hier seinen Lauf. Shanas Ehemann Joe (Patrick Wilson) lädt Gavin und seinen schwulen Mitbewohner Chris zum Abendessen ein. Dort entpuppt sich Joe als christlicher Fundamendalist, der am Tisch für die Genesung von Chris von seiner &#8220;Krankheit&#8221; betet und seiner Frau haargenau vorschreibt, wie sie zu leben hat.</p>
<p>Der überzeugte Atheist Gavin geht auf Konfrontationskurs mit Joe, kann seine Gefühle für Shana dabei aber nicht unterdrücken. Aus dem schwierigen Verhältnis entwickelt sich ein Spiel um Macht und Willensstärke, in dem einer der beiden Männer den Kürzeren ziehen muss. Worauf das genau hinausläuft kann man wohl schon erahnen, trotzdem ist der Film wegen der guten Schauspieler überzeugend genug, um Interesse und sogar Spannung zu wecken/erzeugen. Wer in Sachen Religion und Kritik an fundamentalen Positionen empfindlich ist sollte allerdings die finger von &#8220;The Ledge &#8211; Am Abgrund&#8221; lassen.</p>
<p>Terrence Howard, einer der unterschätztesten Schauspieler Hollywoods, glänzt als Cop, der sich an einem Tag mit zwei großen menschlichen Dramen herumschlagen muss – wovon eines sein eigenes Leben ist. Liv Tyler spielt Shana mit der notwendigen Zurückhaltung, denn ihre Rolle ist zwar zentral, aber letztlich recht passiv. Hunnam überzeugt als charismatischer Kerl mit den besten Absichten, und Patrick Wilson verleiht Joe etwas ernsthaft Bedrohliches. Trotzdem ist die Figur von Joe die am wenigsten überzeugendste, weil sie allzu grob und einseitig gezeichnet ist.</p>
<p>Das Drehbuch entwickelt die Geschichte durchaus clever, doch die Erzählweise in Rückblenden ist sicherlich auch deshalb gewählt, weil man ohne das Wissen um das &#8220;dramatische&#8221; Finale vielleicht schon früher die Lust an der Story verlieren könnte. Der Film braucht sich hinter vielen anderen Produktionen nicht zu verstecken, aber man verpasst auch nichts, wenn man ihn links liegen lässt. Solide Unterhaltung auf anständigem Niveau, nicht mehr und nicht weniger.</p>
<p>3/5</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Filmkritik: &#8220;The Whistleblower&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jan 2012 18:26:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edzehard</dc:creator>
				<category><![CDATA[KenntKeinMensch]]></category>
		<category><![CDATA[Bosnien]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Rachel Weisz]]></category>
		<category><![CDATA[UN]]></category>

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		<description><![CDATA[Lange, sogar sehr lange lag dieser Film bei mir schon rum. Ein Drama, das in Bosnien nach Ende des Balkankriegs spielt und sich mit dem  finsteren Thema Menschenhandel beschäftigt passt eben nicht so gut in das Konzept &#8220;gemütlicher Film zum Feierabend&#8221;. Und ein solcher ist &#8220;The Whistleblower&#8221; auch nicht, sondern ein Drama im wahrsten Sinne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.edzards-filmriss.de/wp-content/uploads/2012/01/the-whistleblower-movie-poster.jpg" rel="lightbox[7029]"><img class="alignleft size-medium wp-image-7034" title="The Whistleblower" src="http://www.edzards-filmriss.de/wp-content/uploads/2012/01/the-whistleblower-movie-poster-199x300.jpg" alt="The Whistleblower" width="199" height="300" /></a>Lange, sogar sehr lange lag dieser Film bei mir schon rum. Ein Drama, das in Bosnien nach Ende des Balkankriegs spielt und sich mit dem  finsteren Thema Menschenhandel beschäftigt passt eben nicht so gut in das Konzept &#8220;gemütlicher Film zum Feierabend&#8221;. Und ein solcher ist &#8220;The Whistleblower&#8221; auch nicht, sondern ein Drama im wahrsten Sinne des Wortes – unter anderem deshalb, weil er auf einer wahren Geschichte beruht. In der Hauptrolle ist Rachel Weisz als allein erziehende Mutter und Polizistin Kathryn Bolkovac zu sehen. Die nimmt einen lukrativen Auftrag an, sich für sechs Monate der Peacekeeping-Truppe der UN in Bosnien anzuschließen. Von dem Geld will sie ihre Hypothek abbezahlen, damit sie in die Nähe ihrer Tochter ziehen kann.</p>
<p><span id="more-7029"></span></p>
<p>In Bosnien, genauer gesagt Sarajevo, angekommen bietet sich Kathryn ein tristes Bild. Die Ethnien der Stadt liegen im Dauerclinch, die Narben des Krieges sind noch nicht verheilt. Doch bald findet die toughe Polizistin ihre Berufung. Bei einer Razzia stösst sie auf eine Gruppe junger Mädchen, die offensichtlich zur Prostitution gezwungen werden. Doch ihr Versuch, den Mädchen zu helfen, trifft auf viele Wiederstände &#8211; nicht nur auf Seiten der einheimischen Polizisten&#8230;</p>
<p>&#8220;The Whistleblower&#8221; erzählt seine Geschichte angesichts der politischen Sprengkraft des Themas betont zurückhaltend, aber ohne das Geschehen irgendwie zu entschärfen. Der Ton ist bedächtig, die Bilder meist düster, aber der Film kommt nicht hoffnungslos daher. Großen Anteil am Gelingen des Ganzen hat Rachel Weisz, die ihrer Rolle die nötige Glaubwürdigkeit und Bodenständigkeit verleiht. Als Heldin wider Willen trägt sie die Sympathien und Hoffnungen des Publikums fast allein auf ihren Schultern.</p>
<p>In Nebenrollen sind Vanessa Redgrave, David Strathairn und Monica Bellucci zu sehen, die übrigen Schauspieler sind international unbekannt. Das wiederum ist eine clevere Casting-Entscheidung, denn aufstrebende Hollywood-Sternchen als zur Prostitution gezwungene Ost-Europäerinnen hätten die Authenzität von &#8220;The Whistleblower&#8221; sehr wahrscheinlich empfindlich beschädigt. Der Film ist kein Meisterwerk, aber eine emotional und dramaturgisch überzeugende, mutige Auseinandersetzung mit einem Stück jüngerer Geschichte, das es verdient, ein Publikum zu finden.</p>
<p>4/5</p>
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		<title>Filmkritik: &#8220;The Ides of March &#8211; Tage des Verrats&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 18:33:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edzehard</dc:creator>
				<category><![CDATA[KenntKeinMensch]]></category>
		<category><![CDATA[George Clooney]]></category>
		<category><![CDATA[Politthriller]]></category>
		<category><![CDATA[Ryan Gosling]]></category>

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		<description><![CDATA[Für seine vierte Regie-Arbeit hat sich George Clooney der Politik gewidmet. Genauer gesagt einer fiktiven Episode im Vorwahlkampf der Demokratischen Partei. Da tritt der charismatische Gouverneur Mike Morris (Clooney) gegen den Senator Pullman (Michael Mantell) an. Das Wahlkampf-Team von Morris wird an geführt von Polit-Veteran Paul Zara (Philip Seymour Hoffman) und dem jungen Strippenzieher Stephen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.edzards-filmriss.de/wp-content/uploads/2011/12/ides_of_march_movie_poster.jpg" rel="lightbox[6956]"><img class="alignleft size-medium wp-image-6966" title="The Ides of March - Tage des Verrats" src="http://www.edzards-filmriss.de/wp-content/uploads/2011/12/ides_of_march_movie_poster-202x300.jpg" alt="The Ides of March - Tage des Verrats" width="202" height="300" /></a>Für seine vierte Regie-Arbeit hat sich George Clooney der Politik gewidmet. Genauer gesagt einer fiktiven Episode im Vorwahlkampf der Demokratischen Partei. Da tritt der charismatische Gouverneur Mike Morris (Clooney) gegen den Senator Pullman (Michael Mantell) an. Das Wahlkampf-Team von Morris wird an geführt von Polit-Veteran Paul Zara (Philip Seymour Hoffman) und dem jungen Strippenzieher Stephen Meyers (Ryan Gosling). Auf der Gegenseite kämpft Tom Duffy (Paul Giamatti) mit allen Mitteln darum, den in Umfragen vorne liegenden Morris irgendwie wieder einzuholen.</p>
<p><span id="more-6956"></span></p>
<p>Das Schlachtfeld ist auf den ersten Blick der Wahlkampf in Ohio, aber &#8220;The Ides of March&#8221; wäre kein guter Politthriller, wenn es nur eine Front gäbe. Die Dinge liegen schon kompliziert genug (ein einflussreicher Senator spielt die beiden Kandidaten gegeneinander aus, eine Journalistin von der New York Times ist einen Tick zu gut informiert), doch Stephen lässt sich auch noch auf eine Affäre mit einer jungen Praktikantin (Evan Rachel Wood) ein. Wer das Genre kennt weiss, dass er dafür bestraft werden wird.</p>
<p>Auf welche Art und Weise sich die Geschichte dann aber entfaltet ist eine kleine Überraschung. Der Trailer zumindest liefert keine (oder eher irreführende) Hinweise auf die Richtung, die das Geschehen einschlägt. Es liegt quasi in der Natur der Sache, dass es dabei um Fragen nach den (wechselnden) Loyalitäten der Figuren und die politische Integrität des Kandidaten selbst geht. Clooney hat den Kandidaten Morris als aufrechten, betont ehrlichen Kandidaten inszeniert, der keine falschen Versprechungen macht. Das Wahlkampf-Plakat ist dem berühmt gewordenen &#8220;HOPE&#8221;-Portrait im Pop Art-Stil der Obama-Kampagne nachempfunden.</p>
<p>Der Film lebt in hohem Maße von seinen vielen guten Darstellern, die ihre Rollen alle sehr überzeugend ausführen. Die Story bietet ein paar große Momente und einige clevere Wendungen, die das Publikum gekonnt bei Laune halten. So richtig begeistern kann &#8220;The Ides of March&#8221; aber nicht, auch weil das düstere Fazit, dass der Film selbst zieht, über etwas arg konstruierte Umwege erreicht wird. Wer Politthriller mag sollte sich davon aber keineswegs abhalten lassen – insgesamt überzeugt &#8220;The Ides of March&#8221; auf jeden Fall.</p>
<p>4/5</p>
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		<title>Filmkritik: &#8220;Catch .44&#8243;</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 18:15:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edzehard</dc:creator>
				<category><![CDATA[KenntKeinMensch]]></category>
		<category><![CDATA[Laaaangweilig!]]></category>
		<category><![CDATA[Bruce Willis]]></category>
		<category><![CDATA[Tarantino in Scheisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Produzenten von &#8220;Catch .44&#8243; müssen gewusst haben, wie deutlich man dem Film seine Vorbilder ansieht. Die Vorbilder wiederum haben eines gemeinsam &#8211; sie stammen alle von Quentin Tarantino. Die Zeitsprünge kommen aus &#8220;Pulp Fiction&#8221;, das zentrale Blutbad aus &#8220;Reservoir Dogs&#8221;, die dauerquatschende und streitende Runde junger Frauen aus &#8220;Death Proof&#8221;. Die Frage ist, ob [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.edzards-filmriss.de/wp-content/uploads/2011/12/catch-44-poster.jpg" rel="lightbox[6827]"><img class="alignleft size-medium wp-image-6828" title="Catch .44" src="http://www.edzards-filmriss.de/wp-content/uploads/2011/12/catch-44-poster-208x300.jpg" alt="Catch .44" width="208" height="300" /></a>Die Produzenten von &#8220;Catch .44&#8243; müssen gewusst haben, wie deutlich man dem Film seine Vorbilder ansieht. Die Vorbilder wiederum haben eines gemeinsam &#8211; sie stammen alle von Quentin Tarantino. Die Zeitsprünge kommen aus &#8220;Pulp Fiction&#8221;, das zentrale Blutbad aus &#8220;Reservoir Dogs&#8221;, die dauerquatschende und streitende Runde junger Frauen aus &#8220;Death Proof&#8221;. Die Frage ist, ob niemand sehen wollte, dass &#8220;Catch .44&#8243; diese Filme mehr schlecht als recht kopiert. Oder ob man sich darauf verlassen hat, dass diese Stilelemente eine junge Zielgruppe auch dann ansprechen, wenn sie so gänzlich ohne Eigenleistung dargeboten werden.</p>
<p><span id="more-6827"></span></p>
<p>Vermutlich trifft letzteres zu. Wer in der Videothek (oder auf einem Download-Portal) auf eine Gangster-Story trifft, in der eine Geldübergabe schief läuft und sowohl Bruce Willis als auch Forest Whitaker mitspielen wird möglicherweise ganz unbedarft zugreifen. Viel mehr hat &#8220;Catch .44&#8243; dann auch nicht zu bieten. In der Hauptrolle ist Malin Akerman (&#8220;Watchmen&#8221;) als Stripperin Tes zu sehen. Gemeinsam mit zwei Freundinnen wird sie von einem Unterwelt-Boss eingespannt, bei einer Geldübergabe als lachende Dritte dabei zu sein. Wie schon erwähnt geht dieser Plan nicht auf.</p>
<p>Um die zentrale Situation zu erklären greift der Film zu Rückblenden, in denen auch die von Forest Whitaker gespielte Figur eingeführt wird. Dieser Kniff ist nicht neu, aber immerhin ganz gut umgesetzt. Leider fehlt es der Geschicht insgesamt an Substanz, auch an interessanten Figuren, für die man als Zuschauer Sympathien (oder Antipathien) entwickeln könnte. Das Geschehen plätschert so vor sich hin, woran ein paar vermeintliche Überraschungen gegen Ende auch nichts ändern können. Der Geschichte fehlt jegliche Eigendynamik, man kann jederzeit spüren, dass allein das Drehbuch über den Ausgang bestimmt &#8211; die Figuren sind bloß Mittel zum Zweck.</p>
<p>Für all jene, die Tarantinos Schaffen und die unzähligen, in eine ähnliche Kerbe schlagenden Filme der letzten 15 Jahre nicht gesehen haben könnte &#8220;Catch .44&#8243; einen gewissen erzählerischen Reiz haben. Für alle anderen gilt &#8220;Been there, done that&#8221; und als Fazit also: Finger weg.</p>
<p>2/5</p>
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		<title>Filmkritik: &#8220;Puncture&#8221; (DVD Premiere)</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 22:03:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edzehard</dc:creator>
				<category><![CDATA[KenntKeinMensch]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Evans]]></category>
		<category><![CDATA[Puncture Filmkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Chris Evans war zuletzt in &#8220;Captain America &#8211; The First Avenger&#8221; zu sehen, als Superheld also. In seinem neuen Film spielt er &#8211; auch im Vergleich zu früheren Rollen &#8211; eine völlig andere Figur. Mike Weiss ist Anwalt, und mit seinem Partner Paul Danziger (Mark Kassen) auf Schadensersatz-Fälle spezialisiert. Weiss ist ein sehr guter Anwalt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.edzards-filmriss.de/wp-content/uploads/2011/12/puncture-movie-poster-e1430.jpg" rel="lightbox[6661]"><img class="alignleft size-medium wp-image-6668" title="Puncture" src="http://www.edzards-filmriss.de/wp-content/uploads/2011/12/puncture-movie-poster-e1430-201x300.jpg" alt="Puncture" width="201" height="300" /></a>Chris Evans war zuletzt in &#8220;<a title="zur Filmkritik &quot;Captain America&quot;" href="http://www.edzards-filmriss.de/2011/10/captain-america-the-first-avenger/">Captain America &#8211; The First Avenger</a>&#8221; zu sehen, als Superheld also. In seinem neuen Film spielt er &#8211; auch im Vergleich zu früheren Rollen &#8211; eine völlig andere Figur. Mike Weiss ist Anwalt, und mit seinem Partner Paul Danziger (Mark Kassen) auf Schadensersatz-Fälle spezialisiert. Weiss ist ein sehr guter Anwalt, der im Stande ist, seine Fälle messerscharf zu analysieren. Er ist außerdem aber auch ein großer Freund aller möglich Drogen &#8211; Kokain, Heroin, Pot, Pillen. Irgendwas braucht er immer, um den Motor am laufen zu halten.</p>
<p><span id="more-6661"></span></p>
<p>Damit ist &#8220;Puncture&#8221; ein wenig die Justizthriller-Version von &#8220;Half Nelson&#8221;, dem Drama um einen cracksüchtigen Lehrer, für das Ryan Gosling eine Oscar-Nominierung einheimsen konnte. Weiss und Danziger geraten an den Fall einer Krankenschwester, die sich durch eine Spritze im Krankenhaus mit HIV infiziert hat. Solche Unfälle, so lernen die beiden, sind leider normal. Der Skandal bei der Sache ist, dass es längst sichere Spritzen gibt &#8211; doch die großen Gesundheitskonzerne sich wegen des höheren Preises weigern, sie auch einzusetzen. Das Ganze basiert auf einer wahren Begebenheit, hier der kurze <a title="zum Wikipedia-Eintrag" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Safety_syringe#United_States">Wikipedia-Eintrag</a> dazu.</p>
<p>Mit ihrer kleinen Kanzlei führen die beiden ungleichen Anwälte (Danziger ist ein bedächtiger Typ, dessen Frau hochschwanger ist) bald den Kampf David gegen Goliath. Denn die Lobby der marktbeherrschenden Unternehmen hat natürlich nicht vor, sich so einfach geschlagen zu geben. Personifiziert wird sie im Film von selbstherrlichen Anwalt Price (Brett Cullen), der auch auf die psychologische Kriegsführung setzt um seine Mandanten zu schützen.</p>
<p>&#8220;Puncture&#8221; erzählt seine Story relativ geradlinig und ohne Schnörkel. Neben dem juristischen Drama liegt das Augenmerk auf der Figur von Weiss. Evans spielt ihn als charismatischen Typen, äußerst clever, aber mit deutlichem Hang zur Selbstzerstörung. Seine Auftritte vor Gericht probt er gerne aufgeputscht von Koks mit zwielichtigen Gestalten in einem Motelzimmer, wichtige Termine verpennt er im Rausch.</p>
<p>Weiss ist ein interessanter Charakter, wobei der Film eine Erklärung für seinen Hang zur Selbstzerstörung weitgehend schuldig bleibt. Dass er trotzdem glaubwürdig ist liegt an Evans exzellenter Darstellung. Auch der Rest des Ensembles braucht sich nicht zu verstecken. Mit dabei sind neben den erwähnten Schauspielern noch Vinessa Shaw (&#8220;Eyes Wide Shut&#8221;), Michael Biehn (&#8220;Terminator&#8221;) und Kate Burton (&#8220;127 Hours&#8221;).</p>
<p>Wohl weil &#8220;Puncture&#8221; eine Independent-Produktion ist verzichtet er darauf, in vielen Szenen arg auf die Tränendrüse zu drücken. Die Rolle der infizierten Krankenschwester etwa wäre in einem Mainstream-Film sicher viel mehr in den Vordergrund gerückt. Stattdessen erlaubt sich der Film eine insgesamt recht dunkle Inszenierung, die sich – bis auf wenige Ausnahmen – sehr ernsthaft und in sich stimmig auf das große Finale zubewegt. Als Charakterstudie war &#8220;Half Nelson&#8221; sicher der bessere Film, aber dafür dass &#8220;Puncture&#8221; neben seiner schillernden Hauptfigur noch ein Justiz-Drama unterbringen muss hat er seine Sache sehr gut gemacht.</p>
<p>4/5</p>
<p>PS: &#8220;Puncture&#8221; wird in Deutschland als DVD-Premiere erscheinen &#8211; einen Starttermin konnte ich nicht herausfinden.</p>
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		<title>Filmkritik: &#8220;Our Idiot Brother&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 21:42:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edzehard</dc:creator>
				<category><![CDATA[KenntKeinMensch]]></category>
		<category><![CDATA[Selten so gelacht!]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Rudd]]></category>

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		<description><![CDATA[Paul Rudd ist hierzulande kein sonderlich bekannter Schauspieler. In Filmen wie &#8220;The 40 Year Old Virgin&#8221; spielte er Nebenrollen, im gar nicht so verkehrten (und von ihm selbst geschriebenen) &#8220;Role Models&#8221; auch mal eine Hauptrolle. In &#8220;Our Idiot Brother&#8221;, einer charmanten Independent-Komödie um einen unverbesserlichen Gutmenschen, ist er nun in seiner bisher besten Rolle zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.edzards-filmriss.de/wp-content/uploads/2011/11/OurIdiotBrother-Poster02.jpg" rel="lightbox[6649]"><img class="alignleft size-medium wp-image-6652" title="Our Idiot Brother" src="http://www.edzards-filmriss.de/wp-content/uploads/2011/11/OurIdiotBrother-Poster02-202x300.jpg" alt="Our Idiot Brother" width="202" height="300" /></a>Paul Rudd ist hierzulande kein sonderlich bekannter Schauspieler. In Filmen wie &#8220;The 40 Year Old Virgin&#8221; spielte er Nebenrollen, im gar nicht so verkehrten (und von ihm selbst geschriebenen) &#8220;Role Models&#8221; auch mal eine Hauptrolle. In &#8220;Our Idiot Brother&#8221;, einer charmanten Independent-Komödie um einen unverbesserlichen Gutmenschen, ist er nun in seiner bisher besten Rolle zu tun &#8211; als Idiot.</p>
<p><span id="more-6649"></span></p>
<p>Böde ist das Wort hier allerdings nicht gemeint, eher wie bei Dostojewskis &#8220;Der Idiot&#8221;; auch da ist es ein Mann mit reinem Herzen und Gewissen, der seine Umwelt genau damit verrückt macht. Rudd spielt Ned, einen Hippie und Hänger, etwa Anfang/Mitte 30, mit Dude-Frisur, der auf einer Farm im Bundesstaat New York lebt. Ned sieht immer nur das Gute in den Menschen &#8211; auch wenn das gar nicht da ist. So etwa im Falle des netten Streifenpolizisten, der Ned mit dem Hinweis, er habe eine harte Woche hinter sich und wolle relaxen, dazu bringt ihm selbst angebauten Pot zu verkaufen. Also landet Ned im Bau.</p>
<p>Kaum ist er wieder draußen hat seine Freundin keinen Platz mehr für ihn. Nicht in ihrem Leben und auch nicht auf ihrer Farm. So muss der Gute zurück zu seiner Mutter nach New York City ziehen, wo auch seine drei Schwestern leben. Die haben allesamt mit ihren Beziehungen, Kindern und/oder Jobs genug zu tun, nehmen ihren Bruder aber letztlich natürlich auf.</p>
<p>[Vorsicht: kleinere Spoilers]</p>
<p>Für seine älteste Schwester Liz (Emily Mortimer) spielt er den Babysitter, und assistiert zudem deren Mann Dylan (Steve Coogan) bei seinem Dokumentarfilm über eine junge russische Ballerina. Für Miranda (ELizabeth Banks), eine Journalistin, springt er bei einem wichtigen Termin als Fahrer ein. Mit Nesthäkchen Natalie (Zooey Deschanel) und deren Lebenspartnerin versteht er sich am besten. Doch mit seiner &#8220;unkomplizierten&#8221; und gutgläubigen Art schafft er es spielend, im Leben seiner Geschwister für Unheil zu sorgen. Wobei die Probleme der drei Frauen natürlich nicht &#8211; oder nur sehr bedingt &#8211; Neds Schuld sind. Sie kommen nur durch ihn ans Tageslicht.</p>
<p>Dass &#8220;Our Idiot Brother&#8221; so gut funktioniert liegt am sehr guten Drehbuch, das es mit viel Gespür für die Charaktere vermeidet, aus dem Film einen Versuchsaufbau zu machen. Zum anderen sind es die hervorragend besetzten Schauspieler, die der Story die nötige Glaubwürdigkeit geben. Beschwingt und munter, mal extrem komisch, mal mit gebührendem Ernst entfaltet sich das Geschehen. Langeweile kommt dabei nie auf, auch wenn relativ bald klar ist, worauf die Geschichte hinauslaufen wird.</p>
<p>Wie schon erwähnt gebührt Paul Rudd ein Sonderlob. Er spielt Ned als eine &#8211; in der Realität verankerte &#8211; Mischung aus dem schon erwähnten Dude aus &#8220;The Big Lebowski&#8221; und der von Jason Lee gespielten Titelfigur von &#8220;My Name is Earl&#8221;. Trotz dieser Anleihen ist Ned ein origineller und eigenständiger Charakter. Man muss ihn einfach mögen, wenn er seinem Bewährungshelfer aufrichtig dankt, seinen Hund zurückgewinnen will oder mit seinem Neffen auf dem Trampolin herumhüpft. &#8220;Our Idiot Brother&#8221; erzählt seine Geschichte mit viel Witz und Herz – und mit dem richtigen Gespür, wann sie zu ende sein muss.</p>
<p>4/5</p>
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		<title>Filmkritik: &#8220;Fright Night&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 18:40:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edzehard</dc:creator>
				<category><![CDATA[KenntKeinMensch]]></category>

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		<description><![CDATA[Spätestens seit dem Erfolg der &#8220;Twilight&#8221;-Filme sind Vampire im Kino wieder schwer im Kommen. Hier in Form eines Remakes, das Original von 1986, ebenfalls &#8220;Fright Night&#8221; mit Namen, kenne ich allerdings nicht. Die Story ist laut imdb.com in den Grundzügen die gleiche: Ein Teenager stellt fest, dass sein neuer Nachbar ein Vampir ist. Aber keiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.edzards-filmriss.de/wp-content/uploads/2011/11/Fright-Night.jpg" rel="lightbox[6635]"><img class="alignleft size-medium wp-image-6646" title="Fright Night" src="http://www.edzards-filmriss.de/wp-content/uploads/2011/11/Fright-Night-202x300.jpg" alt="Fright Night" width="202" height="300" /></a>Spätestens seit dem Erfolg der &#8220;Twilight&#8221;-Filme sind Vampire im Kino wieder schwer im Kommen. Hier in Form eines Remakes, das Original von 1986, ebenfalls &#8220;Fright Night&#8221; mit Namen, kenne ich allerdings nicht. Die Story ist laut imdb.com in den Grundzügen die gleiche: Ein Teenager stellt fest, dass sein neuer Nachbar ein Vampir ist. Aber keiner will dem armen Kerl glauben und er muss sich also allein mit dem Blutsauger auseinandersetzen.</p>
<p><span id="more-6635"></span></p>
<p>In der neuen Fassung spielt Anton Yelchin den Teenager Charley, Toni Colette dessen Mutter und Colin Farrell den Vampir Jerry. Charley hat sich gerade einen neuen Freundeskreis aufgebaut, sehr zum Leidwesen von Nerd Ed (Christopher Mintz-Plasse), seinem ehemals besten Freund. Ed ist auch, der Charley auf den Gedanken bringt, dass Nachbar Jerry &#8211; der sich in der Tat nie bei Tageslicht zeigt &#8211; ein Vampir sein könnte.</p>
<p>&#8220;Fright Night&#8221; ist ein nettes kleines B-Movie, dass durchaus Spaß macht. Statt auf Spannung und &#8220;richtigen&#8221; Horror setzt der Film eher auf das komödiantische Potential des in und um Las Vegas spielenden Settings. So entwickelt sich bald ein munterer Kampf zwischen Jerry und Charley, wobei letzter von seiner Mutter, seiner Freundin und am Ende auch vom Bühnenmagier Peter Vincent (David Tennant) unterstützt wird.</p>
<p>Colin Farrell scheint Spaß zu haben an der ungewohnten Rolle als Vampir und kokettiert munter mit seinem Image als Raubein. Auch die anderen Darsteller sind gut aufgelegt, insgesamt bleiben die Figuren aber recht einfach gezeichnet. Für die Story von &#8220;Fright Night&#8221; wäre psychologische Tiefenschärfe aber ohnehin nur bedingt weiterführend. Wichtiger sind da die gelungenen Action- bzw. Kampfszenen und die gut geschriebenen Dialoge. Letztlich ist der Film natürlich großer Blödsinn, gibt aber auch an keiner Stelle vor, etwas anderes sein zu wollen. Unter dem Strich eine ansehnliche Vampir-Komödie, der es höchstens ein wenig an echten Höhepunkten mangelt.</p>
<p>3/5</p>
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		<title>Filmkritik: &#8220;Eine offene Rechnung&#8221; (&#8220;The Debt&#8221;)</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 17:46:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>edzehard</dc:creator>
				<category><![CDATA[KenntKeinMensch]]></category>
		<category><![CDATA[Agentenfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Helen Mirren]]></category>
		<category><![CDATA[Sam Worthington]]></category>
		<category><![CDATA[Tom Wilkinson]]></category>

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		<description><![CDATA[Als großer Fan von Agentenfilmen habe ich mich sehr auf &#8220;Eine offene Rechnung&#8221; gefreut. Und der Film hat mich nicht enttäuscht, er bietet so ziemlich alles, was man vom Genre erwarten kann. Die Handlung beginnt in Israel anno 1997 und setzt gleich erstmal ein Ausrufezeichen in Form eines unerwarteten Selbstmords. Dann aber – bevor das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.edzards-filmriss.de/wp-content/uploads/2011/11/The-Debt-Poster.jpg" rel="lightbox[6609]"><img class="alignleft size-medium wp-image-6638" title="Eine Offene Rechnung - The Debt" src="http://www.edzards-filmriss.de/wp-content/uploads/2011/11/The-Debt-Poster-202x300.jpg" alt="http://www.fileserve.com/file/fCTSby3" width="202" height="300" /></a>Als großer Fan von Agentenfilmen habe ich mich sehr auf &#8220;Eine offene Rechnung&#8221; gefreut. Und der Film hat mich nicht enttäuscht, er bietet so ziemlich alles, was man vom Genre erwarten kann. Die Handlung beginnt in Israel anno 1997 und setzt gleich erstmal ein Ausrufezeichen in Form eines unerwarteten Selbstmords. Dann aber – bevor das Publikum genau weiss, was es damit auf sich hat – setzt erstmal eine etwa einstündige Rückblende ein.</p>
<p><span id="more-6609"></span></p>
<p>Im Jahre 1966 sind drei junge Agenten des israelischen Geheimdienstes Mossad auf einer heiklen Mission in Ost-Berlin. Der Anführer der Gruppe ist der charismatische Stephan (Marton Csokas). Sein Kollege David (Sam Worthington) und &#8211; frisch eingetroffen &#8211; die schöne Agentin Rachel (Jessica Chastain) sind unter der Tarnung eines Ehepaares unterwegs. Die drei glauben den berüchtigten Arzt Dieter Vogel gefunden zu haben, der im KZ Ausschwitz-Birkenau unmenschliche Experimente durchgeführt hat. Ihr Auftrag ist es, Vogel nach Israel zu bringen &#8211; was nicht so leicht ist. Denn erstmal müssen sie ihn &#8220;fangen&#8221; und irgendwie über die Grenze nach West-Berlin schaffen.</p>
<p>[Spoilers]</p>
<p>30 Jahre später sind die drei Agenten (nun gespielt von Tom Wilkinson, Ciaran Hinds und Helen Mirren) wegen ihrer Taten in Israel Volkshelden. Doch über ihrer Operation von damals liegt ein dunkler Schatten, der sie nach all den Jahren heimsucht. Rachel ist längst im Ruhestand und hat eine gemeinsame Tochter mit Stephan &#8211; die Ehe der beiden ist allerdings längst kaputt. David hat ist nach jahrelangem Exil gerade erst wieder in sein Heimatland zurückgekehrt.</p>
<p>&#8220;The Debt&#8221; mischt in die clever erzählte Agentengeschichte zusätzlich eine ordentlich Portion persönliches Drama, das für zusätzliche Spannung sorgt. Die Szenen mit der jungen Schauspieler-Garde in Berlin erinnern an manchen alten Film des Genres, wie etwa &#8220;Der Spion, der aus der Kälte kam&#8221;. Insgesamt ist die Story schlüssig, erfindet das Rad allerdings auch nicht neu. Doch die Zutaten stimmen, von der Erzählweise über die Schauspieler bis zu den Schauplätzen &#8211; auch wenn gar nicht in Berlin gedreht wurde, sondern (u.a.) in Budapest.</p>
<p>Das zentrale Thema von &#8220;The Debt&#8221; ist nicht die Rache eines Volkes an einem fiesen KZ-Arzt (den Jesper Christensen sehr beeinruckend spielt), sondern das moralische Dilemma, in dem sich die drei Hauptcharaktere befinden. Denn die müssen sich an zentraler Stelle entscheiden: zwischen ihrer persönlichen Integrität und den &#8211; vermeintlichen &#8211; Interessen der Gesellschaft.</p>
<p>4/5</p>
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