Aktuelle News aus dem internationalen Kino-Geschehen. Starttermine, Besetzungs-News, neue Filmprojekte.

Jonathan Franzens „Die Korrekturen“ wird von HBO verfilmt…

Wie bei Deadline.com zu lesen ist wird Jonathan Franzens Roman „Die Korrekturen“ verfilmt werden. Der US-Kabelsender HBO plant eine Serie, für die auch schon zwei Hauptdarsteller feststehen. Chris Cooper und Dianne Wiest werden das ältere Ehepaar aus dem Mittleren Westen spielen, die Besetzung ihrer drei Kinder ist noch nicht bekannt.

Allerdings wird – wie bei Serien üblich – erstmal eine Pilotfolge gedreht werden, bevor die Produzenten dann möglicherweise den kompletten Stoff verfilmen können. Das Buch hat immerhin 650 Seiten, womit eine der größten Herausforderungen der Entwurf einer fernseh-gerechten Dramaturgie sein dürfte.

Neue Trailer: „Texas Killing Fields“ und „The Hunger Games“

Texas Killing Fields“ sieht – zumindest im Trailer – ein bisschen aus wie eine Mischung aus „Zodiac“ und „The Killer Inside Me“. An ersteren erinnert die Story (eine Reihe ungeklärter Morde spitzt sich zu), an letzteren das Setting in Texas und die düstere Stimmung. Sam Worthington und Jeffrey Dean Morgan spielen die beiden Cops auf der Spur des Killers, außerdem dabei sind Jessica Chastain, Chloe Moretz und Stephen Graham.

Das Drehbuch basiert auf wahren Gegebenheiten und stammt von einem Debutanten, ähnlich sieht es aus dem Regiestuhl aus – mal sehen ob hier zwei neue Namen in einem altbekannten Genre überraschen können. Bis jetzt ist nur ein Kinostart in den USA geplant, sollte der Film beim Filmfest in Venedig wohlwollend aufgenommen werden könnte er aber sicher auch bei uns noch in die Kinos kommen.

„The Hunger Games“ ist die Adaption des gleichnamigen Bestsellers von Suzanne Collins, in Deutschland erschienen als „Die Tribute von Panem“. Der Roman erzählt von einer düsteren Zukunft der USA, in der ausgewählte Teenager zu im Fernsehen übertragenen Gladiatorenkämpfen antreten müssen. Jennifer Lawrence aus „Winter’s Bone“ und Josh Hutcherson („The Kids are Allright“) spielen die Hauptollen, der Teaser sieht ein wenig nach „Rambo“ für die Teenager aus – aber er zeigt auch nichts von der Rahmenhandlung. Der deutsche Starttermin ist der 22. März 2012.

Ridley Scott dreht neuen „Blade Runner“

Ob Prequel oder Sequel, das ist noch unklar. Aber fest steht, dass „Blade Runner“-Regisseur Ridley Scott höchstpersönlich bei der Neuauflage/Weiterführung des Films auf dem Regiestuhl Platz nehmen wird. Nach seinem inoffiziellen „Alien“-Prequel „Prometheus“ macht sich Scott also noch einmal an seine alten Filme ran. Ein Drehbuch existiert wohl noch nicht, mal sehen in welche Richtung das Projekt gehen wird – erst dann kann man näheres zur Frage sagen, ob das ganze eine gute oder schlechte Idee ist….

Kino-Vorschau 2012

Ein Blick in die Zukunft verrät, dass man in Hollywood weiter auf Sequels, Prequels und andere bekannte Stoffe setzt. Und trotz rückgängiger Umsätze mit dem Format wird fast alles auch in 3D produziert. Hier mal eine kleine Aufzählung der Groß-Projekte, die uns nächstes Jahr erwarten.

The Amazing Spider-Man
Der letzte „Spider-Man“-Film hat nicht viel Spaß gemacht. Irgendwie war Regisseur Sam Raimi wohl die Lust vergangen, und auch die Darsteller waren keine rechte Freude mehr. Ist auch egal, hat man sich wohl seitens der Produzenten gedacht, und stellt nun eine neue Reihe auf die Beine. Es geht also von vorne los, Andrew Garfield („The Social Network“) ist der neue Spider-Man. Der erste Trailer sah im Kino dem ersten Film sehr ähnlich, nur dass andere Schauspieler mitmachen – und das ganze natürlich in 3D gedreht wurde.
Voraussichtlicher Starttermin: Sommer 2012

Ghost Rider – Spirit of Vengeance (3D)
Der erste Teil war ein Schuss in den Ofen, locker eine der miesesten Comic-Adaptionen überhaupt. Für die Fortsetzung sind nun die „Crank“-Regisseure Mark Neveldine und Brian Taylor zuständig, Nic Cage bleibt der Reihe treu. Mal sehen ob sie eine gute Idee haben, was man aus dem brennenden Kerl und seinem Feurstuhl noch rausholen kann. Die Skepsis überwiegt…
Voraussichtlicher Starttermin: Februar 2012


The Dark Knight Rises

Eine der wenigen Fortsetzungen, der ich gespannt entgegen blicke ist Christopher Nolans dritter „Batman“. Der Teaser sieht schon mal gut aus, die Stimmung ist mächtig düster. Es darf als wahrscheinlich gelten, dass die Reihe um den Fledermausmann weiter die Standards im Comic-Genre setzt – auch wenn Nolan sich gegen 3D entschieden hat. Wobei die Erwartungen nach den Mega-Erfolg von „The Dark Knight“ natürlich extrem hoch sind.
Voraussichtlicher Starttermin: August 2012

 

 

The Avengers (3D)
Das komplette Marvel-Universum bekommen wir in „The Avengers“ aufgetischt. Captain America, Thor, Hulk und Iron Man geben sich die Ehre, gespielt von Chris Evans, Chris Hemsworth, Mark Ruffalo und Robert Downey Jr.. Auch Scarlett Johansson wird wie schon in „Iron Man 2“ als Black Window dabei sein, ebenso Sam L. Jackson als Nick Fury und Gwyneth Paltrow als Pepper Potts. Sie alle raufen sich offenbar zusammen, um gegen einen übermächtigen Feind zu kämpfen. Wer die Comics kennt kann gerne in den Comics ergänzen, wer das wohl sein wird. Ick weeß et nich!
Voraussichtlicher Starttermin: Mai 2012

The Hobbit Pt I (3D)
Es hat ja eine ganze Weile gedauert, bis die Rechtsstreitigkeiten um die „Hobbit“-Adaption gekklärt waren. Und dann sprang irgendwann – weil es sich immer noch weiter hin zog – Guillermo Del Toro als Regisseur ab, Peter Jackson – der eigentlich nur als Produzent fungieren sollte – übernahm. Nun haben die Drehbarbeiten begonnen, Ende 2012 wird der erste Teil anlaufen. Ich habe ja nach den drei „Herr der Ringe“-Filmen erstmal für eine ganze Weile genug Hobbits und Konsorten gesehen, aber ich bin sicher da draußen gibt es eine Menge Fans, die gespannt wie die Flitzebogen auf diesen Film warten…
Voraussichtlicher Starttermin: Dezember 2012

Bond 23
Ähnlich wie der „Hobbit“ geriet auch Bond bei dem Konkurs von MGM beinahe unter die Räder. Jetzt aber ist alles klar, Drehbeginn soll im Herbst diesen Jahres sein, ein Jahr später läuft der dritte Film mit Daniel Craig als James Bond an. Sam Mendes („American Beauty“) wird Regie führen, hoffentlich macht er es besser als zuletzt Marc Forster mit „Quantum of Solace“. Javier Bardem soll den Bösewicht spielen, das klingt schon mal gut, welche Bondgirls dabei sind wird man sicher auch noch erfahren.
Voraussichtlicher Starttermin: Oktober 2012

Clash of the Titans 2 (3D)
Der erste Film dieser Reihe konnte nicht ganz die Erwartungen erfüllen, aber hat offenbar genug Geld in die Kassen gebracht um ein Sequel zu bekommen. Wie man so hört haben sich die Produzenten und Schauspieler vorgenommen, den Vorgänger deutlich zu übertreffen, aber was sollen sie auch anderes erzählen. Teil eins hat mir im Heimkino durchaus Spaß gemacht, und da wird auch der nächste Teil der Götter-Saga landen.
Voraussichtlicher Starttermin: März 2012

Men in Black 3 (3D)
Will Smith hat seit „Sieben Leben“ (2008) keinen Film mehr gedreht, nach dann knapp vier Jahren Pause wird er sein Comeback ausgerechnet in einer Fortsetzung geben. Ich habe per se nichts gegen die „Men in Black“-Filme, aber ich hätte auch keinen neuen gebraucht. Kommen wird er trotzdem, und natürlich in 3D. Tommy Lee Jones ist auch wieder dabei, das ganze dürfte ein nett gemachter Spaß werden, den ich mir im Kino aber eher sparen werde…
Voraussichtlicher Starttermin: Mai/Juni 2012

The Bourne Legacy
Es geht weiter mit den „Bourne“-Filmen, aber ohne Jason Bourne. Offenbar hat der neue Film – sicher der Auftakt zu einer neuen Reihe – auch nichts mit den Büchern von Robert Ludlum mehr zu tun. Regie wird Tony Gilroy („Michael Clayton“) führen, die Besetzung mit Edward Norton, Rachel Weisz und Jeremy Renner klingt vielversprechend.
Voraussichtlicher Starttermin: August/September 2012

The coolsten Autos der Filmgeschichte…

.. haben die Kollegen von IFC.com hier zusammengetragen. Man kann da natürlich geteilter Meinung sein, was die Auswahl angeht. Da fehlt meiner Ansicht nach zum Beispiel der Aston Martin aus „Goldfinger“, aber dafür ist das „Carmarine“ aus „The Spy Who Loved Me“ dabei. Außerdem natürlich der DeLorean aus „Back to the Future“, ein Batmobil oder auch Steve McQueens Mustang aus „Bullitt“. Und, ganz wichtig: der Ferrari aus „Ferris Bueller’s Day Off“…

Kino-Debut von „Wu Tang“-Mastermind RZA: „The Man With The Iron Fists“

Eher zufällig bin ich auf dieses Filmprojekt gestolpert, welches laut Imdb.com bereits abgedreht ist, aber noch keinen Starttermin hat. HipHop-Produzent RZA hat mit „The Man With the Iron Fists“ einen Eastern gedreht, was niemanden überraschen wird, der die vielen Shaolin-Motive seines musikalischen Schaffens kennt. Der Mann war auch nicht zufällig bei „Ghost Dog“ mit dabei. Nun hat er – nach einigen Rollen als Schauspieler – also selbst mal Regie geführt.

Auch für das Drehbuch ist er gemeinsam mit „Hostel“-Regisseur Eli Roth verantwortlich, für die Hauptrolle konnte er niemanden geringeres als Russell Crowe gewinnen. Wobei mir nicht recht klar ist wie der als nicht-Asiate in diese Plotbeschreibung passt: „In feudal China, a blacksmith who makes weapons for a small village is put in the position where he must defend himself and his fellow villagers.“ (Quelle: imdb.com). Nun denn, wir werden sehen, ich bin jedenfalls durchaus gespannt was sich der RZA da hat einfallen lassen.

„Haywire“ – Trailer online

Steven Soderbergh ist fleißig dieser Tage, vielleicht weil er im März diesen Jahres das baldige Ende seiner Karriere als Filmregisseur angekündigt hat. Nach dem Trailer für seinen in 3D gedrehten Thriller „Contagion“ ist nun auch der zu „Haywire“ online zu bestaunen. Die Hauptrolle spielt die Gina Carano, ein mir völlig unbekannter Martial-Arts-Star aus den USA, mit prominenter Unterstützung durch Michael Douglas, Ewan McGregor, Antonio Banderas, Michael Fassbender und Channing Tatum.

Der Trailer verspricht einen action- und temporeichen Thriller. Mal sehen, ob Soderbergh mit seiner quasi-„Laiendarstellerin“ ein gutes Händchen hatte und sich in der Story ausreichend Überraschungsmomente finden – dann könnte das echt was werden mit „Haywire“. Der Film wird wohl Anfang 2012 bei uns anlaufen.

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Pt. 2)

Der ein oder andere Leser wird sich ein wenig wundern, aber ich habe mir diesen Film tatsächlich im Kino angesehen – als ersten „Potter“-Film überhaupt. Weil ich die Bücher nicht kenne und auch nicht alle Filme gesehen habe mag ich mir nicht anmaßen, eine ‚richtige‘ Kritik zu schreiben. Streng genommen habe ich keine Ahnung worum es geht.

Weniger streng genommen kommt es im achten und letzten Film zum großen Showdown zwischen Harry Potter und seinem Erzfeind Lord Voldemort, es geht um Leben und Tod, die Zukunft der Zauberschule und generell um alles oder nichts. Das versteht man auch ganz gut ohne viel Vorwissen. Etwas unfreiwillig habe ich den Film in 3D gesehen, im Cinestar am Potsdamer Platz läuft er nur so. Immerhin kann ich jetzt mitreden, wenn es um den Vergleich zwischen den 3D-Formaten in iMax- und ’normalen‘ Kinos geht.

Einen großen Qualitätsunterschied konnte ich nicht erkennen. Das Bild war recht dunkel und unscharf – das ist im iMax ja leider auch nicht anders. Die 3D-Effekte kommen ähnlich gut zur Geltung, das Bildformat ist etwas breiter, was ich aber eher positiv vermerkt habe. Grundsätzlich aber kann auch dieser Film mich nicht von den „Vorzügen“ von 3D überzeugen. Die Actionszenen gewinnen nicht genug durch die zusätzliche Dimension und sehen in 2D sicherlich sehr viel schöner aus – weil sie gestochen scharf sind und ausreichend hell.

Der Film selbst hat durchaus Spaß gemacht, es ist einiges los im Endspurt der Reihe. Das gute Schauspieler-Ensemble – bei dem Alan Rickman wie üblich allen die Schau stiehlt – trägt die Story überzeugend vor. Als nicht-Fan der Serie kamen mir die Dialoge manchmal ein wenig hohl vor, aber wenn man es mit der Zauberei nicht so hat ist das wohl unvermeidlich. Die Effekte haben Spaß gemacht, ebenso die schönen Sets, die jetzt wie man hört zum „Potter“-Themenpark umgebaut werden.

Kinosommer 2011 – Was uns noch erwartet..

Bisher war ich diesen Sommer nicht viel im Kino. Das „X-Men“-Prequel habe ich verpasst, ebenso „Bad Teacher“. Filme wie „Fluch der Karibik 4“ oder „Transformers 3“ habe ich erfolgreich umfahren, „Der Mandant“ und „Hangover 2“ habe ich mitgenommen und durchaus genossen. Nun, da mit „Harry Potter“ der wohl größte Blockbuster hinter mir liegt (Kurzkritik folgt noch), ist es an der Zeit zu schauen, was der Sommer noch bringen wird. Und zwar bitte folgendes:

Am 28.7. geht mit „The Green Lantern“ die x-te Comicverfilmung an den Start – und ich weiss nicht so recht, warum ich mir den Film angucken soll. Vielleicht ist mir aber langweilig nächste Woche, und ich werde berichten können/müssen, ob der Film wenigstens solide Unterhaltung mit ordentlich Action anbieten kann…

Eine Woche später, am 4. August läuft „Super 8“ an, den ich durchaus sehen will – wie an dieser Stelle schon einmal berichtet. Es folgt am 11.8. „Planet der Affen – Prevolution“. Der deutsche Titel täuscht ein wenig, der Originaltitel „Rise of the Planet of the Apes“ verrät schon eher worum es geht. Das ganze ist ein Prequel, in dem wir erfahren wie und warum die Affen damals überhaupt ans Ruder gekommen sind. Und der Trailer sieht tatsächlich ganz geil aus…

„Captain America – The First Avenger“ gibt sich am 18.8. die Ehre. Bis vor zwei Tagen hätte ich hier geschrieben, dass mir der Film gestohlen bleiben kann – aber so ziemlich alle Reaktionen aus den USA die ich bei Twitter und Co. aufgeschnappt habe sind positiv oder gar euphorisch. Also werde ich wohl ein Ticket lösen. Allerdings hat der Film in seiner Startwoche auch Konkurrenz:  „Crazy Stupid Love“ ist eine Komödie um einen frisch geschiedenen Mann und seine Probleme mit dem Single-Dasein. Steve Carell in der Hauptrolle, außerdem Ryan Gosling (in seiner wie ich glaube ersten Komödie),Julianne Moore und Emma Stone – der Film könnte was taugen (Trailer hier). Aber dass ich drei mal ins Kino gehe ist unwahrscheinlich. Und der neue Film von Woody Allen, „Midnight in Paris“, ist natürlich gesetzt – nicht nur, weil er in den USA zum erfolgreichsten Film des kleinen Mannes avanciert ist..

 

Von Jon Favreau, dem Regisseur der ersten beiden „Iron Man“-Filme, kommt am  25.8. „Cowboys & Aliens“. Dabei geraten – wie der Titel schon verrät – ein paar Bewohner aus dem wilden Westen (unter anderem Harrison Ford) mit Aliens aneinander. Das Bindeglied ist ein von Daniel Craig gespielter Fremder, der irgendwie mit den Außerirdischen zu tun hat. Vom kleinen Western-Kaff verlagert sich die Handlung bald in ein riesiges Raumschiff – so zumindest sieht es im Trailer aus.

Zwischen all den Actionfilmen läuft dann mit „Kill the Boss“ (Horrible Bosses) am 1. September eine Komödie an, in der drei frustrierte Angestellte sich zusammentun, um ihre jeweiligen Chefs zu ermorden. Die werden von Kevin Spacey, Colin Farrell und Jennifer Aniston gespielt, das ganze sieht im Trailer durchaus nach einem lustigen Film aus und auch die ersten Kritiken aus den USA klingen recht verheißungsvoll. Das 3D-Spektakel „Die Drei Musketiere“ werde ich mir dagegen wohl sparen. Der Film kommt mit Orlando Bloom, Milla Jovovich und Christoph Waltz als Bösewichter daher, ich glaube aber irgendwie nicht, dass mich diese Neuauflage vom Konzept „Mantel-und-Degen-Film“ überzeugen wird. Das hat bisher aber auch noch kein anderer Film geschafft..

Comic Convention 2011

Die Comic-Con ist in den letzten Jahren unter anderem wegen der vielen Kino-Adaptionen inzwischen auch für Hollywood ein wichtiges Schaufenster. Eine Menge Studios nutzen die Messe, um kräftig Werbung zu machen und die Hype-Maschine für ihre teuersten Filme anzuwerfen. Die Kollegen von EmpireOnline haben 10 Projekte zusammengestellt, die sich auf der Comic-Con dem durchaus kritischen Publikum – und damit der Kern-Zielgruppe – vorstellen. Neben bekannten Streifen wie dem nächsten „Spider-Man“ sind auch bislang weniger bekannte Namen drunter, etwa die neuen TV-Serien „Alcatraz“ und „Awake“.

Kinovorschau & Trailershow: Herbst und Winter 2011

Der Kinosommer ist wie ich finde bisher eine Enttäuschung, auch wenn das ja noch besser werden kann und ich eine Menge Filme geschwänzt habe. Trotzdem habe ich schon mal einen Blick in die Zukunft geworfen, in der Hoffnung dass es ab September besser wird. Und in der Tat, da sind ein paar interessante Filme dabei – unter anderem von David Cronenberg, Pedro Almodovar, Robert Redford, Roman Polanski und Andrew Niccol.

September


Los geht es mit einem wohl eher unnötigen Remake von „Conan der Barbar“ am 8. September.  Dem Trailer nach sieht das Projekt weniger nach einer stumpfen Neu-Verfilmung aus, eher wie ein (beliebiger) Fantasyfilm mit einem arg muskulösen Hauptdarsteller – wobei anfängliche Szenario dasselbe ist. Regie führt der deutsche Markus Nispel, der schon für das Remake von „Freitag, der 13.“ verantwortlich zeichnete.

Schon besser klingt der Thriller „Eine offene Rechnung“ (The Debt), der am  22.9. anlaufen soll. Darin erfahren drei ehemalige Mossad-Agenten, dass sie 30 Jahre zuvor ihre wichtigste Mission (die Eliminierung eines Nazi-Verbrechers) möglicherweise nicht wie angenommen erfolgreich beendet haben. Der Film spielt auf zwei Zeitebenen – 1966 und 1997 – und ist in den Hauptrollen daher doppelt besetzt. Jessica Chastain, Sam Worthington und Marton Czokas sind die „junge Brigade“, Tom Wilkinson, Helen Mirren und Ciaran Hinds die „alte“. Trailer hier.

In „30 Minuten oder weniger“ (Kinostart 29.9., Trailer hier) wird ein Pizza-Bote von zwei Bösewichtern zum Verbrecher umfunktioniert – indem sie ihm eine Bombe umschnallen und ihn zwingen eine Bank zu überfallen. In der Hauptrolle ist „Social Network“-Star Jesse Eisenberg zu sehen, Regie führt Ruben Fleischer, der sich mit „Zombieland“ einen Namen gemacht hat. Der Plot basiert übrigens lose auf einer wahren Begebenheit.

„Die Lincoln Verschwörung“ (ebenfalls 29.9., Trailer hier) ist der neue Film von Robert Redford, ein ebenfalls auf wahren Begebenheiten basierendes Justiz-Drama. Robin Wright spielt die Besitzerin der Pension, in der sich die Attentäter regelmäßig trafen – und die nach dem Attentat wegen Verschwörung der Prozess gemacht wird. James McAvoy („Wanted“) spielt ihren Anwalt. Für geschichtsinteressierte Menschen sicher ein interessanter Film, großen Erfolg bei der breiten Masse sehe ich bei „The Conspirator“ (Originaltitel) nicht kommen.

Oktober


Ziemlich trashig sieht der Trailer zu „Real Steel“ (Kinostart 6.10.) aus. Die Story kreist um einen Ex-Boxer (Hugh Jackman), der sein Glück im brutalen neuen Geschäft mit Roboter-Kämpfen verdient. Die Tricks scheinen was zu taugen, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie man hier eine irgendwie erträgliche Story einbauen kann. Die im Trailer angedeutete mit dem Kind und dem Underdog-Roboter will ich jedenfalls nicht sehen.

Der neue Film von Pedro Almodovar scheint selbst für dessen Verhältnisse ziemlich abgefahren zu sein. „Die Haut in der ich wohne“ soll am 20.10. anlaufen. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Thierry Jonquet, die drei Handlungsstränge kreisen um allerlei sexuelle Abgründe. In einer der Hauptrollen ist Antonio Banderas als fieser Schönheitschirurg zu sehen, ich bin sehr gespannt auf den Film. Trailer hier.

Steven Spielberg, zuletzt sehr aktiv als Produzent von Kinofilmen und Fernsehserien, hat „Tim und Struppi“ (im Original „Les aventures de Tintin“) inszeniert, der am 27.10. in die Kinos kommen soll. Der Film ist im Motion Capture-Verfahren gedreht, also mit echte Schauspielern, die dann digital „überschrieben“ werden. Ich muss wie so oft gestehen, die Vorlage nicht wirklich zu kennen, jedenfalls fällt mir zu „Tim und Struppi“ nicht wirklich was ein – habe ich wohl als Kind verpasst. Weswegen ich mir wohl auch den Film (zumindest im Kino) klemmen werde.

Ein bisschen wie eine Mischung aus “R.E.D.” und “The Expendables” sieht er aus, der Trailer zu “Killer Elite”. Jason Statham und Clive Owen geraten darin kräftig aneinander, auch Robert De Niro ist als alternder Special-Forces-Haudegen dabei. Für Freunde des reinrassigen Actionthrillers klingt das einigermaßen vielversprechend, wie so oft bleibt die Frage, ob der Film auch eine vernünftige Story anbieten kann. Falls ja, könnte ich mir einen Gang ins Kino (Start 27.10.) vorstellen, ansonsten wäre “Killer Elite” trotz der großen Namen eher was für den (un)gepflegten Heimkino-Abend.

November


Für „In Time“, den neuen Film von „Gattaca“-Regisseur Andrew Niccol, gibt es leider noch keinen Trailer – aber immerhin einen Starttermin, den 3. November. Im Sci-Fi-Szenario des Films hören die Menschen im Alter von 25 auf zu altern – allerdings müssen sie sich ihren weiteren Verbleib auf der Erde teuer erkaufen. Der Plot kreist um einen von Justin Timberlake gespielten Mann, der vor der korrupten „Time Keeper“-Polizei flüchten muss. Mit dabei sind außerdem Amanda Seyfried, Olivia Wild, Alex Pettyfer und Cilian Murphy. Ich habe durchaus Hoffnung, dass „In Time“ an die Klasse von „Gattaca“ heran kommt, aber bevor man sich zu große Hoffnungen macht warten wir lieber mal den Trailer ab… UPDATE: Der Trailer ist da!

David Cronenberg hat sich eine kleine Auszeit genommen, sein letzter Film „Eastern Promises“ liegt schon ein paar Jahre zurück. „A Dangerous Method“ (Kinostart 10.11.) ist ein historisches Drama, das um die Dreiecksgeschichte zwischen Siegmund Freud, Carl-Gustav Jung und Sabina Spielrein kreist. Die Besetzung ist prominent – Viggo Mortensen, Michael Fassbender, Keira Knightley und Vincent Cassel geben sich die Ehre. Der Trailer sieht gut aus, wobei der Stoff tendenziell zum emotionalen Overkill ausarten könnte.

Um ein ganz anderes Thema – aber ebenfalls beruhend auf einer wahren Geschichte – geht es in „Moneyball“ (Kinostart 10.11.). Der Film folgt dem Baseball-Team der Oakland Athletics, oder besser dessen von Brad Pitt gespielten Manager Billy Beane. Der führte die „A’s“ in den späten 90er Jahren trotz limitierter finanzieller Mittel zu einigem sportlichen Erfol – weil er spezielle statistische Methoden (sog. Sabermetrics) anwandte. Der Film spricht außerhalb der Baseball-Fangemeinde nicht viele Filmfreunde an (siehe Trailer), könnte aber als Drama durchaus auch für generell sport-interessierte Zuschauer interessant sein,

Von den Produzenten von „300“ kommt der in eine ganz ähnliche Kerbe schlagende „Immortals“ (Kinostart 11.11.11, Trailer hier). Mickey Rourke spielt den bösen König Hyperion, Henry Cavill den Burschen Theseus, der sich ihm in den Weg stellt und ein paar Götter sind natürlich auch dabei – Ehrensache. Wer sich für halbnackte prügelnde Griechen, die sich vor dem Bluescreen prügeln, begeistern kann oder einfach Lust auf Action in 3D kann sicher bedenkenlos zugreifen.

Roman Polanskis neuer Film trägt den plakativ klingenden Titel „Der Gott des Gemetzels“ (Kinostart 24.11.). Darin geht es um zwei Ehepaare, die sich nach einem Streit ihrer beiden Söhne in der Schule mal über den Sachverhalt austauschen wollen – was, wenn der Titel nicht täuscht – wohl nicht ganz friedlich ablaufen wird… Hochkarätig besetzt ist „Carnage“ (Originaltitel) ebenfalls, mit Kate Winslet, Jodie Foster, Christoph Waltz und John C. Reilly. Für den in Paris gedrehten Film gibt es noch keinen Trailer, gespannt bin ich aber auch ohne schon jetzt.

Dezember


Die inzwischen rituelle Ensemble-Komödie zum Valentinstag kommt dieses Jahr einen Tick früher: „Happy New Year“ fährt nach gleichem Muster eine gewaltige Parade von Stars auf und erzählt ungefähr ein Dutzend sich leicht überschneidende Stories, die an Sylvester stattfinden. Mit dabei sind Halle Berry, Jessica Biel, Josh Duhamel, Katherine Heigl, Ashton Kutcher, Robert De Niro, Zac Efron, Sarah Jessica Parker und noch weitere bekannte Namen. Einen Trailer gibt es noch nicht, anlaufen soll der Film schon am 8.12. – man hat offenbar Respekt vor den folgenden Filmen…

Ob die „M:I“-Reihe wirklich weiter fortgesetzt werden muss ist eine gute Frage. Vielleicht erkämpft sich „Mission Impossible: Ghost Protocol“ (Kinostart 15.12., Trailer hier) ja seine Daseinsberechtigung und knüpft an die Qualitäten des ersten und – mit Abstrichen – dritten Teils an. Ethan Hunt (Tom Cruise) und sein Team werden ihr neuestes Abenteuer an diversen Schauplätzen bestreiten, etwa in Dubai, Prag, Mumbai und Vancouver. Regie führt übrigens Brad Bird, der für die Pixar-Filme „The Incredibles“ und „Ratatouille“ verantwortlich zeichnete und nun mit „M:I4“ seinen ersten nicht animierten Film inszeniert.

„Sherlock Holmes – A Game of Shadows“ gehört zu den wenigen Sequels, auf die ich mich tatsächlich freue. Es steht zwar nicht zu erwarten, dass Guy Ritchie mit dem zweiten Teil der Detektiv-Saga einen Meilenstein des modernen Kinos geschaffen hat – aber dem Trailer nach darf man sich zumindest auf einen weiteren atmosphärisch dichten, actionreichen und lustigen Film freuen. Einen Blockbuster also, der unterhält, ohne die Intelligenz seiner Zuschauer zu beleidigen und nebenbei herrliche Kulissen anstelle von am Computer generierten Monstern anbietet. Kinostart ist der 22.12., und den werde ich auch wahrnehmen!

Eine Starbesetzung hat „Contagion“, der neue Thriller von Steven Soderbergh zu bieten. Die Story kreist um den Ausbruch eines mysteriösen Virus, der sich rasend schnell über die gesamte Erde verbreitet. Mit dabei sind Matt Damon, Kate Winslet, Marion Cotillard, Lawrence Fishburn, Jude Law und Gwyneth Paltrow. Sieht im Trailer nach einem gut gemachten Film aus, die große Frage ist hier, wo der Stoff hinführen soll. Lässt Soderbergh die Menschheit tatsächlich in den Abgrund taumeln, oder gibt es am Ende doch noch ein wirksames Gegengift? Wer es genauer wissen will – der Film läuft (ausgerechnet) Heiligabend bei uns an…


„Hugo“ von Martin Scorsese – Trailer online

Martin Scorseses neuester Streich ist ausnahmsweise mal kein düsterer Gangsterthriller und auch keine Filmbiographie. „Hugo“ basiert auf dem Roman „Die Entdeckung des Hugo Cabret“ von Brian Selznick und erzählt von den wundersamen Abenteuern eines Jungen, der im Paris der 30er Jahre in einem Bahnhof lebt. Der Trailer für den Film (hier klicken) verspricht ein bildgewaltiges Epos mit Star-Besetzung (Jude Law, Ben Kingsley, Sacha Baron Cohen, Emily Mortimer, Christopher Lee und Chloe Moretz) .

Besonders gespannt bin ich darauf, was Scorsese mit der 3D-Technik anzufangen weiss – ich will nicht ausschließen, dass ich meinen inneren 3D-Muffel überwinde und mal wieder ins iMax stiefeln werde. Einen deutschen Starttermin gibt es noch nicht, „Hugo“ wird aber sicher entweder Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres bei uns zu sehen sein…

Spike Lee dreht Remake von „Oldboy“

Wie Deadline.com berichtet wird Spike Lee die Regie beim Remake von Park Chan-Wooks Kultfilm „Oldboy“ von 2003 übernehmen. Wenn ich mich recht entsinne ging es in dem Film mächtig zur Sache – klassischer Hollywoodstoff ist „Oldboy“ eher nicht, trotz der zentralen Rache-Story. Mal sehen, ob Lees Version der Manga-Vorlage einigermaßen treu bleibt. Ich könnte mir auch vorstellen, dass man das Ende ein wenig abwandelt um einen großen Namen für die Hauptrolle zu gewinnen. Was aber auch wiederum sehr schade wäre…

„Mission: Impossible – Ghost Protocol“: Trailer online

Ob die Welt wirklich noch einen „Mission: Impossible“-Film braucht sei mal dahingestellt. Es wird einen vierten Teil geben, ob wir wollen oder nicht. Tatsächlich sieht der Trailer von „M:I 4 – Ghost Protocol“ nach einem guten Actionfilm aus, der mindestens das Niveau des dritten Teils erreicht. Neben Tom Cruise sind Jeremy Renner, Tom Wilkinson und Simon Pegg dabei, die Story kreist um einen Anschlag auf den Kreml und die Suche nach den Hintermännern – wenn ich das richtig verstanden habe. In den USA und Großbritannien läuft der Film im Dezember an, ich denke der deutsche Kinostart wird spätestens im Januar sein.

Update: Tarantinos „Django Unchained“

Casting fast abgeschlossen und neue Details zur Story

Will Smith wird es nicht werden, alle Zeichen deuten auf „Ray“-Darsteller Jamie Foxx als Titelhelden im neuen Film von Quentin Tarantino hin. Das berichtet die zumeist sehr verlässliche Website Deadline.com hier. Keine schlechte Wahl, denke ich. Auch wenn es schon interessant gewesen wäre zu sehen, wie sich Will Smith und Leo DiCaprio in einem Tarantino-Streifen als Held und Bösewicht gegenüberstehen. Doch das hätte auch – selbst in einem Film von QT – zum absoluten popkulturellen Overkill werden können. Soviel Ballast muss nicht sein.

Nun denn, Leo bleibt ja an Bord, als Bösewicht Calvin Candie. Der betreibt circa anno 1865 in Mississippi seine Farm „Candyland“, auf der Frauen als Sex-Sklavinnen gehalten werden und Männer in Gladiatorenkämpfen gegeneinander antreten müssen. Titelheld „Django“ (Foxx) ist in QTs Version ein befreiter Sklave und Kopfgeldjäger auf der Suche nach seiner Frau.

Christoph Waltz und Samuel L. Jackson sind ebenfalls bereits für Rollen bestätigt. Fehlen nur noch die Damen des ganzen – unwahrscheinlich, dass Tarantinos diesmal keine starken weiblichen Figuren geschrieben hat. Bis zum Drehstart im Herbst kann ja noch einiges passieren. Die Vorfreude auf den Film allerdings, die hat längst begonnen.

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