Allgemein

Friendship! (DVD)

Posted in Allgemein on August 24th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Wie ich gerade im Archiv nachgeschaut habe ist “Friendship!” die erste Rezension eines deutschen Filmes in diesem Jahr. Mehr muss man über mein Verhältnis zum deutschen Kino eigentlich nicht wissen. Immerhin ist der Film kein Griff ins Klo gewesen, sondern hat durchaus Spaß gemacht. Tom (Matthias Schweighöfer) und Veit (Friedrich Mücke) sind zwei junge Burschen, die nach dem Ende der DDR in die USA fliegen, um ihre neu gewonnene Reisefreiheit zu genießen. Ohne gefüllte Reisekasse, aber mit selbst gedrehten Super8-Trashfilmen machen sie sich auf nach New York – für ihr eigentliches Ziel San Francisco hat das Geld nicht gereicht.

“Friendship” entwickelt sich zu einem gut gelaunten Road-Movie-Märchen, in dem die Unbedarftheit (oder Unbekümmertheit) seiner Helden im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu allerlei lustigen Situationen führt. Das Prinzip ist bekannt, nicht erst seit es mit “Borat” auf die Spitze getriebenen wurde. Die Hauptdarsteller spielen locker auf, das Drehbuch legt den Fokus nicht auf Realismus, sondern auf Humor – eine gute Entscheidung. Und schöne Bilder aus diversen Ecken der USA gibt es natürlich auch. Gegen Ende wird es dann – leider – doch noch mal ernst. Eine Frau gerät zwischen die beiden Jungs (der Klassiker), und das eigentliche Ziel der Reise findet kein Happy-End.

Die Stärken des Films liegen eindeutig im Zusammenspiel der Hauptfiguren, in den Dialogen und dem flotten Tempo. Nicht jeder Witz zündet, ein paar Klischees hätte man weglassen dürfen. Die Story ist ein gutes Gerüst für das muntere Treiben, sollte aber nicht zu genau hinterfragt werden. Das Drehbuch mischt die “Ossis auf Achse”-Thematik mit Untertönen a la “Das Leben der Anderen”, was sicher keinen Innovationspreis verdient (genau so wenig wie die Tagline “Die ersten Ossis in Amerika”…). Für ein paar Lacher ist “Friendship!” schon gut, darf dann aber getrost auch wieder vergessen werden.

3/5

Der Nebel – The Mist (DVD)

Posted in Allgemein on August 12th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Normalerweise verfahre ich mit Horrorfilmen wie folgt: ich leihe sie nicht aus, kaufe keine, gucke sie nicht im Kino und erst recht nicht im Fernsehen. Weil Ausnahmen die Regel bestätigen und das Wetter in Berlin dieser Tage zu wünschen übrig lässt habe ich mir doch mal wieder einen angesehen, und zwar die Stephen-King-Verflimung “The Mist”. Inszeniert hat die Geschichte Frank Darabont, der seit “The Green Mile” und “Die Verurteilten” quasi als Spezialist für King-Adaptionen gelten darf. Die Story spielt in einer kleinen Stadt im Nordosten der USA (wie eigentlich alle Stories des Autors), die über Nacht von einem unheimlichen Nebel heimgesucht wird.

Eine Gruppe von Bewohnern der Stadt ist gerade im Supermarkt, als klar wird, dass der Nebel nicht einfach nur die Sicht behindert – Menschen fallen ihm zum Opfer, mysteriöse Kreaturen bewegen sich darin, Telefone und Radios geben den Geist auf. Die Menschen im Supermarkt versuchen mit der schwierigen Situation umzugehen, werden jedoch bald auf eine harte Probe gestellt, denn der Nebel drängt mit aller Macht in ihren Rückzugsort. Es kommt bald zur Spaltung der Gruppe. Die einen folgen einer religiösen Spinnerin (Marcia Gay Harden), die vom Ende der Welt schwafelt, die anderen scharen sich um David Drayton (Thomas Jane) und versuchen irgendwie zu entkommen.

Die Stärke des Films liegt eher in der Beobachtung der Gruppendynamik, die Horror-Sequenzen sind zwar guter Durchschnitt, aber auch schon zig mal da gewesen. Nicht alles stimmt, was Dramaturgie und innere Logik angeht, es reicht aber, um das interessante Szenario unterhaltsam auszuloten. Zum Ende geht dem Film dann deutlich die Luft aus, da hilft auch das durchaus überraschende Finale nicht. Insgesamt ein gelungener Film, der weitgehend Spaß macht. Das gewisse Etwas fehlt allerdings, weshalb man sich “The Mist” auch problemlos sparen kann.

3/5

Die Top-100: The Gospel According to Edzehard

Posted in Allgemein, Großes Kino! on August 9th, 2010 by edzehard – 3 Comments

So, es hat dann doch eine Weile gedauert, aber hier sind sie wieder: meine persönlichen 100 Lieblingsfilme. Dieses mal mit Bild und kurzem Text zu jedem Film, auf einer Seite zusammengefasst. Die Liste hat ihren festen Platz auf diesem Blog und wird dauerhaft oben unterm Header und im “Überblick” rechts oben zu finden sein.

Eigentlich würde ich mich nach dem erfolgreichen Zusammenfrickeln der Liste ja gerne zurücklehnen, aber Fakt ist, dass die Liste schon wieder überarbeitet werden müsste. Ich habe jedenfalls länger keine kritische Prüfung mehr vorgenommen, ob nicht ein paar neuere Filme sich einen Platz darin verdient haben. Sollte es Änderungen geben werde ich das kurz berichten.

Fahrplan August 2010

Posted in Allgemein on August 6th, 2010 by edzehard – 1 Comment

Kaum ist mit “Inception” das Highlight des Sommers angelaufen stellt sich die Frage: Was kommt denn danach noch? Nicht so sonderlich viel, wie ein Blick auf Filmstarts.de ergibt.

An diesem Donnerstag laufen keine Filme an, die mich ins Kino locken. “Kiss & Kill” mit Ashton Kutcher und Katherine Heigl ist eine Killer-Farce, die ich mir für zuhause “aufspare”. “Freche Mädchen 2″ ist auch nicht meine Baustelle, die neueste Adam-Sandler-Klamotte “Kindsköpfe” wird bestenfalls einen Versuch auf DVD erleben. Am interessantesten klingt noch das südkoreanische Drama “Mother”, was aber nicht in meinem Lieblingskino läuft und irgendwie auch warten kann.

Die Woche drauf gibt sich das “A-Team” die Ehre – den ich bereits gesehen, gewogen und für zu leicht befunden habe, Kritik kommt dann pünktlich zum Film. Ein neuer Teil der “Cats & Dogs”-Reihe löst auch keine Begeisterung aus, die restlichen Titel sagen mir auf den ersten Blick nicht viel.

Am 19. August könnte “Salt” einen Blick wert sein. Angelina Jolie spielt eine (Doppel-)Agentin, die vor ihren eigenen Leuten fliehen muss. Der Trailer verspricht eine Menge Action, bleibt zu hoffen, dass die Story nicht zu dünn ist um sie tragen.

“Die Legende von Aang” läuft ebenfalls am 19. an, das Machwerk von M Night Shyamalan bietet einen grottigen Trailer und ganz miese Kritiken. In den USA lief er trotzdem ganz gut… Eine Woche später kommt dann Sly Stallones Söldner-Spektakel “The Expendables” in die Kinos. Irgendwie habe ich fast Lust mir den Streifen mal anzusehen. Ob es aber viel gutes drüber zu berichten gäbe ist bestenfalls (noch) unklar.

Und dann ist er auch schon wieder vorbei, der Kinosommer. Wenn es nach Plan läuft werde ich wohl gerade mal vier Filme im Kino gesehen haben – eine traurige Bilanz. Nächstes Jahr dürfte es kaum besser werden, mir fallen grad nur “Transformers 3″ und “Pirates of the Carribean 4″ als feste Starts ein. Und die werde ich mir beide ganz sicher nicht ansehen…

The Wolfman (DVD)

Posted in Allgemein on Juli 13th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

So richtig viel fällt mir zu diesem Remake des 1941er Horror-Klassiker “The Wolfman” nicht ein, deshalb fasse ich mich mal kurz. Um die vorletzte Jahrhundertwende herum kehrt Lawrence Talbot (Benicio Del Toro) in sein Heimatdorf Blackmoore zurück, um das Verschwinden seines Bruders aufzuklären. Das Verhältnis zu seinem Vater John (Anthony Hopkins) darf man getrost als gestört betrachten. Zu Gwen (Emily Blunt), der Verlobten seines Bruders, fühlt sich Lawrence dagegen immer mehr hingezogen.

Die Dorfbewohner sind in heller Aufregung, weil eine fürchterliche Kreatur ihr Unwesen treibt. Lawrence überlebt eine Attacke des wolfsähnlichen Viechs, und erholt sich schnell wieder. Zu schnell, in den Augen vieler Dorfbewohner, als dass alles mit rechten Dingen zugehen könnte. In Person von Inspektor Abberline (Hugo Weaving) ist bald auch Scotland Yard an dem Fall interessiert. Es fällt nicht schwer sich auszumalen, wie das Ganze weiter und zueende geht. Atmosphärisch ist “The Wolfman” nah dran an den klassischen Horrorfilmen von anno dazumal, Inszenierung und Ausstattung sind solide, ebenso die Spezial-Effekte, die für die Titelfigur unumgänglich sind (okay, früher waren es bekloppte Kostüme, aber das braucht man heute niemandem mehr vorsetzen…).

Benicio Del Toro ist ein guter Schauspieler, keine Frage. In der Rolle eines dörflichen Engländers um 1900 aber ist er ziemlich fehlbesetzt. Zwar macht er durch sein Spiel einiges wieder gut, vom Gesamteindruck aber hätte Gegenspieler Hugo Weaving besser in die Rolle gepasst. Der Plot ist nicht sonderlich aufregend, die Exposition vielleicht einen Tick zu lang, am besten haben mir die Action-Szenen in London gefallen. In der “Unrated”-Version geht es äußerst blutig zu, der “Wolfmann” ist ein Spezialist im Abtrennen von Köpfen und anderen Körperteilen. Begeistern oder faszinieren kann der Film nicht wirklich, aber irgendwie habe ich – bei niedriger Erwartungshaltung – an der altmodischen Gruselgeschichte mit modernem Bodycount durchaus meinen Spaß gehabt.

3/5

“Adjustment Bureau” – Start auf 2011 verschoben

Posted in Allgemein on Juli 8th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Gestern erst habe ich mich hier beklagt, wie wenig vielversprechende Filme im Herbst anlaufen. Jetzt ist es sogar noch einer weniger, denn Universal wird nicht die Philip K. Dick-Verfilmung “The Adjustment Bureau” (herrlicher Trailer hier), sondern den Horrorthriller “The Night Chronicles: Devil” starten. Das berichten Branchendienste wie Variety. Wohl auch deshalb, weil Hauptdarsteller Matt Damon bis Jahresende noch in zwei anderen Filmen zu sehen sein wird – und vielleicht nicht genug Zeit für die Promotion-Aufgaben gehabt hätte. Schade, schade. Zwar betrifft die Nachricht erstmal “nur” den US-Start, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass der Film bei uns schon Monate vorher anlaufen wird.

Neues von “Bourne” und Tom Cruise

Posted in Allgemein, Laber, Laber... on Juni 10th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Mir persönlich hätte es ja am besten gefallen, wenn nach dem gelungenen dritten Teil der “Bourne”-Reihe einfach alles vorbei gewesen wäre. Ein Prequel hätte ich mir noch vorstellen können: Matt Damon ist jung genug, um damit durchzukommen, eine jüngere Version von sich selbst zu spielen. Und die Vorgeschichte (Bournes Training und Gehirnwäsche, der schief gegangene Anschlag aus Teil eins) hätte Potential gehabt, wenngleich das Problem – wie bei jedem Prequel – wäre, dass man schon genau weiss, wie es ausgeht.

Wie genau es weitergeht ist noch unklar, immerhin steht Tony Gilroy, der auch die ersten drei Filme geschrieben hat, laut EmpireOnline als Drehbuchautor für “The Bourne Legacy” (Arbeitstitel) fest. Regisseur Paul Greengrass ist raus, und da Matt Damon mal verlauten ließ, ohne Greengrass würde er nicht mehr als Bourne zurückkehren, müsste auch noch ein neuer Hauptdarsteller gefunden werden. Andererseits könnte Gilroy auch einfach selbst Regie führen (wie schon bei “Michael Clayton”), Greengrass als Produzent dabei sein – und Damon drückt ein Auge zu?!

Len Grossman aus “Tropic Thunder” ist einer der wenigen populären Charaktere die Tom Cruise in den letzten Jahren gespielt hat. Seine Parodie eines fetten, glatzköpfigen und ewig schimpfenden Hollywood-Produzenten kam gut an und besserte Cruise’ angekratzes Image als Scientologen-Wirrkopf etwas auf. Nach einem Auftritt im Grossman-Kostüm bei den MTV Movie Awards vor ein paar Tagen war bereits gemunkelt worden, Paramount und Cruise könnten ein “Tropic Thunder”-Spinoff mit Len Grossman im Sinn haben.

Eben dies hat sich nun bestätigt, wie hier nachzulesen ist. Interessant ist, das “Tropic Thunder”-Regisseur und Autor Ben Stiller die fiktive Figur Grossman weiterhin wie eine reale Person behandeln will, es also bei dem Prinzip der Real-Satire bleibt. Ob da wirklich ein guter Film bei rauskommt ist natürlich nicht gesagt, aber spannender als die üblichen 08/15-Komödien klingt das Projekt allemal…

Haben Sie das von den Morgans gehört? (DVD)

Posted in Allgemein on Mai 18th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Hugh Grant und Sarah Jessica Parker haben vor diesem Film noch nie eine romantische Komödie zusammen gedreht. Da hat wohl ein Produzent eine Marktlücke gesehen, und nun gibt es also “Did You Hear About The Morgans?” (Originaltitel). Ein starkes Argument für weitere Filme der beiden ist dabei allerdings nicht heraus gekommen. Grant und Parker spielen ein frisch geschiedenes New Yorker upper class-Ehepaar, eben die Morgans, das sich wegen eines gemeinsam beobachteten Mordes plötzlich im Zeugenschutzprogramm wiederfindet.

Von jetzt auf gleich werden die beiden in ein verlassenes Kaff in Wyoming gebracht, stehen dort unter der Obhut des örtlichen Sheriffs und seiner Frau (einziger echter Lichtblick des Films: Sam Elliott und Mary Steenburgen). Nun passiert das, was bei einem solchen Setting eben passieren muss. Die Großstädter freunden sich mit den rustikalen, bodenständigen Dorfbewohnern an. In der ungewohnten Umgebung entdecken sie ihre verschütt geglaubten Gefühle füreinander. Und natürlich findet auch der Mörder irgendwann raus, wo sich die Zeugen versteckt haben…

Das alles wäre so oder so kaum spannend geworden, aber es hätte ja wenigstens ein bisschen Witz versprühen können. Tut es aber nur äußerst selten. Hugh Grant schlafwandelt sich durch seine Rolle, bekommt aber immerhin vom Drehbuch ein paar gute Jokes spendiert. Sarah Jessica Parkers Figur hat da weniger Glück, Sympathie für sie dürfte selbst hartgesottenen “Sex and the City”-Fans schwerfallen. Das Genre ist ja für Innovationen nicht eben berühmt, aber die Ideenlosigkeit des Drehbuchs ist schon bemerkenswert.

1/5
[Oder als Kalauer: "Haben Sie das von den Morgans gehört?" - "Ja, leider!"]

Iron Man 2

Posted in Allgemein on Mai 12th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Wie üblich bei Comic-Verfilmungen steigen die Erwartungen nach einem gelungenen ersten Teil. Für die Produzenten und Regisseure keine leichte Sache, denn sie haben den meist besten Part im ersten Teil ja bereits verwurstet – die Wandlung des Menschen zum Superhelden [Ausnahme ist Supermann, da läuft der Hase andersrum]. So ist es auch bei “Iron Man”. Tony Stark IST bereits ganz offiziell der Held der Stunde, muss sich allerdings gleich zu Beginn Kritik von hoher Stelle anhören.

Der US-Senat will ihn zur Rausgabe seiner technischen Geheimnisse bringen, die seinen “Iron Man”-Anzug zum Laufen bringen. Stark weigert sich, beruft sich auf seine persönliche Freiheit und darauf, dass es sich nicht um eine Waffe handelt. Am Ende der Farce-artigen Anhörung erklärt er ohne falsches Selbstbewusstsein, er habe erfolgreich den Weltfrieden privatisiert. Doch das erweist sich als Wunschvorstellung.

“Iron Man 2″ ist storymäßig ein wenig überladen. Starks Beziehung zu Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) spielt eine Rolle, sein verstorbener Vater, auch seine schleichende (dem Superhelden-Anzug geschuldete) Krankheit, die ihn noch einmal zum feiernden Über-Narzissten werden lässt. Als Bösewichter steht ihm bald Ivan Vanko (Mickey Rourke) im Wege, der ihn – ausgestattet mit einem ganz ähnlichen Anzug und fiesen Elektro-Peitschen – mächtig vermöbelt, bevor er den Kampf doch noch verliert.

Vanko erhält Unterstützung von Starks schleimig-unsympathischem Rivalen Justin Hammer (Sam Rockwell), außerdem tritt mit Natalie Rushman (Scarlett Johansson) eine neue Assistentin auf den Plan, Starks Armee-Kumpel Rhodes (Don Cheadle) ist auch noch eine tragende Rolle zugedacht. Eine stringente, mitreißende Geschichte ergibt sich aus diesen vielen Baustellen nicht, das Drehbuch hält die Fäden aber ausreichend zusammen. Dafür haben sich die Autoren mehr auf den Dialogwitz und die Action konzentriert, und können den Vorgänger in beiden Bereichen auch durchaus toppen.

Die Effekte sind gut und nur selten zu offensichtlich am Computer entstanden. Die Inszenierung ist flott, ohne wirklich schlechte Szenen und leistet sich keine groben Schnitzer. Funktionieren tut der Film allerdings in erster Linie, weil Downey Jr. als “Iron Man” noch genauso viel Spaß macht wie vor zwei Jahren. Seine Energie und die Mischung aus großspurigem Genie und kleinem Spielkind wirken im Vergleich zu den meisten Comic-Kollegen immer noch frisch und unbeschwert. Auch die Chemie zwischen Paltrow und Downey Jr. trägt zum beschwingten Gelingen bei.

Mit der zusätzlichen Star-Power von Samuel L. Jackson und Scarlett Johansson (die ihren Auftritt im angekündigten Super-Spektakel “The Avengers” ankündigen) ist man dabei auf Nummer sicher gegangen, dass der Film eine Menge Geld einspielt. Mit weiteren Teilen dürfte also zu rechnen sein, wobei die Rolle des Bösewichtes (was für ein SPOILER!) neu ausgeschrieben werden muss. Wenn die Reihe den Spaß-Faktor beibehält kann es von mir aus noch ein, zwei Filme so weitergehen…

4/5

PS: Mickey Rourke hat verlauten lassen, er habe nicht mal das komplette Drehbuch gelesen. Angesichts der dünnen Backstory seiner Figur hat er auch nichts verpasst, würde ich sagen…

“Dark Knight”-Sequel für 2012 geplant

Posted in Allgemein on Mai 2nd, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Dass Christopher Nolan nach dem immensen Erfolg von “The Dark Knight” einen weiteren “Batman”-Film drehen würde ist keine Überraschung. Nun hat Warner laut eOnline den 20. Juli 2012 als US-Starttermin bekannt gegeben. Christian Bale wird wieder als Fledermaus-Mann dabei sein, eine Story ist bisher ebenso wenig bekannt wie die weitere Besetzung. Ich bin ja nicht der ganz große Fan von “The Dark Knight”, aber auf den dann dritten Teil der mit “Batman Begins” neugestarteten Serie habe ich schon Bock. Ist ja auch noch ein bisschen hin…

Precious

Posted in Allgemein on März 26th, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Der neue Film von “Shadowboxer“-Regisseur Lee Daniels hat in den USA für viel Aufsehen gesorgt. “Precious” handelt von einer übergewichtigen schwarzen Teenagerin in Harlem anno 1987, also zur Hochzeit der ersten Crack-Epidemie. Sie erwartet ihr zweites Kind – beide vom Lebensgefährten ihrer Mutter (Mo’Nique). Die wiederum ist ein wandelnder Alptraum, eine verbitterte Frau, die alle ihre Launen und Unsicherheiten an ihrer Tochter auslässt. Nur in Tagträumen kann Precious (Gabourey Sidibe) ihrem trostlosem Alltag entkommen – bis sie von der Schulbehörde auf eine spezielle Schule geschickt wird und so etwas wie eine Perspektive fürs Leben bekommt.

Die Szenerie ist bedrückend, die Leistungen der Schauspieler gehen unter die Haut. Schonungslos ist man dem Geschehen als Zuschauer ausgeliefert. “Precious” hat in den USA viele gute Kritiken (und zurecht auch Oscarnominierungen für Mo’Nique und Sidibe) bekommen, aber auch einstecken müssen. So wurde etwa behauptet, der Film inszeniere Afroamerikaner einseitig als hilfsbedürftige Sozialversager. Dagegen haben sich die Produzenten – u.a. Fernseh-Übermutter Ophrah Winfrey – heftig gewehrt und den tragischen Realismus verteidigt. Sehenswert ist der Film allemal, wenngleich das düstere Sozialdrama trotz einiger Lichtblicke sehr schwer verdaulich ist. In all dem Elend ist zwar noch Menschlichkeit zu finden, aber ob man sich auf die Suche danach machen möchte sollte man sich vorher gut überlegen.

4/5

Shrink (DVD)

Posted in Allgemein on März 23rd, 2010 by edzehard – 2 Comments

Hätte ich beinahe vergessen: Kevin Spacey ist nun auch in Deutschland als “Shrink” zu sehen, wenn auch nur auf DVD. Ohne dem Film Böses zu wollen – im Heimkino ist der Film auch gut aufgehoben. Zwischen Drama und Tragikomödie angesiedelt kann sich “Shrink” durchaus sehen lassen. Die Story kreist um den Psychiater Henry Carter (Spacey), der sich nach dem (Unfall-)Tod seiner Frau hemmungslos Trauer und Hoffnungslosigkeit hingibt. Seinen Patienten kann er nicht mehr wirklich helfen, als selbstgewählte “Therapie” wählt er konsequentes Dauerkiffen.

Erst ein angehender Drehbuchschreiber und zwei interessante Patienten können Henry langsam von seiner Lethargie befreien. “Shrink” ist ein kleines, aber feines Independent-Drama, mit einigen sehenswerten Schauspielern. Safran Burrows, Dallas Roberts, Mark Webber, außerdem Robin Williams und Robert Loggia als Henrys Vater bieten wunderbare Leistungen. Das Drehbuch ist clever, psychologisch stimmig und variiert  bekannte Themen auf interessante Weise. Das ist nicht eben die Neuerfindung des erzählerischen Rades, aber immer noch ein richtig guter Film.

4/5

Neue DVDs

Posted in Allgemein on Februar 1st, 2010 by edzehard – Be the first to comment

Zu ausführlichen Rezensionen dieser beiden Filme fehlt mir irgendwie der Elan, und neuerdings auch ein wenig die Zeit. Ich will aber nicht verheimlichen, dass ich “Assassination of a High School President” und “Management” gesehen habe. Ich war übrigens ein wenig kränklich zuletzt, falls sich jemand über die Filmauswahl wundert…

Assassination of a High School President” ist (immerhin) nicht eine der üblichen stinkenden High School-Klamotten, sondern einen Tick besser. Ein Außenseiter mit journalistischen Ambitionen hat eine ganz große Story über geklaute Examens-Unterlagen. Der Schüler-Präsident ist involviert, der Skandal ist groß. Bruce Willis gibt den beinharten Direktor der Schule, Mischa Barton die Femme Fatal, außerdem bevölkern typische Nerd- und Kiffer-Gestalten den Film.

Das ganze ist nicht ganz ernst gemeint, obwohl die Story aus recht klassischem Detektiv-Material geschnitzt ist (und am Ende “Chinatown” zitiert). Am ehesten ist der Film eine Kurzversion der Serie “Veronica Mars”, nur eben mit einem Kerl in der Hauptrolle. Kann man sich angucken, spielt aber nicht in der Liga von “Brick“. Also lieber letzteren gucken, sofern noch nicht geschehen. (3/5)

Management” ist eine romantische Komödie mit Jennifer Aniston. Und somit eigentlich prädestiniert, um von mir ignoriert zu werden. Wie schon gesagt, ich war halt angeschlagen, und hatte keine Lust mehr zu lesen. Aniston spielt eine Geschäftsfrau von der Ostküste, die auf Geschäftsreisen wiederholt in einem Motel irgendwo in Phoenix unterkommt. Der freundlich-naive Sohn der Besitzer (Steve Zahn) ist von dem schicken Gast sehr angetan, und gegen jede Wahrscheinlichkeit geht was zwischen den beiden.

Nun ist der Film nicht unbedingt eine innovative Indie-Perle, aber eben auch besser und interessanter als klassische Rom-Com-Streifen mit Matthew McConaughey oder Kate Hudson (oder beiden). Ein bisschen Off-Beat, leichtfüßig aber nicht seifig geht die Story ihren Weg. Auch für Woody Harrelson ist dabei Platz, er kompliziert die Dinge als Anistons Ex-Freund – der bald wieder die erste Geige spielt. “Management” gelingt es, aus der recht unrealistischen Exposition einige witzige Szenen herauszuholen und seine Figuren charmant zu präsentieren. Kein Grund zur Euphorie, aber wenn der Film in zwei Jahren Sonntagabend bei Pro7 läuft kann man ihn getrost laufen lassen. Falls noch irgendjemand, der Blogs liest sonntagabends Fernsehen guckt.. (auch 3/5)

Funny People (DVD)

Posted in Allgemein on Januar 20th, 2010 by edzehard – 3 Comments

Judd Apatows Aufstieg in Hollywood kann man getrost steil nennen. Zwei erfolgreiche Komödien inszenierte er selber (“Knocked Up”, “The 40 Year Old Virgin”), ein gutes Dutzend weitere hat er produziert, für ein halbes Dutzend das Drehbuch geschrieben. Für die letzte Oscar-Verleihung produzierte er eine Comedy-Einlage rund um die Figuren aus “Pineapple Express”. In seinem Schlepptau stieg Schauspieler und Drehbuchautor Seth Rogen – der in den meisten Filmen dabei war – in die Riege der bekanntesten Gesichter Hollywood auf.

Mit “Funny People” lässt Apatow nun den Klamauk weitgehend hinter sich und verlässt sein gewohntes Terrain. Die Geschichte eines todkranken Star-Komödianten und seine Freundschaft zu einem unerfahrenen Newcomer im Comedy-Geschäft ist eher ein coming-of-age Drama denn eine klassische Komödie. Adam Sandler, bis auf wenige Ausnahmen eher für derbe Zoten a la “Big Daddy” bekannt, spielt George Simmons, einen reichen, aber unglücklichen TV-Star. Seine Diagnose: eine seltene Form von Leukämie; die Aussichten: wenige Monate zu leben, kaum Hoffnung auf Heilung.

Eher zufällig begegnet Simmons dem angehenden Stand Up-Komiker Ira Wright (Seth Rogen), und heuert ihn als persönlichen Assistenten an. Und weil Simmons trotz aller Millionen einsam geblieben ist findet sich Ira bald in der Rolle des besten Freundes und als Mädchen für alles wieder. “Funny People” mischt dabei eine Studie des Comedy-Geschäfts mit einem Krankheitsdrama und dem immer wiederkehrenden Motiv der Männerfreundschaft. Doch die Mischung geht nicht so recht auf, der Film wirkt unfertig, die Dramaturgie unbeholfen.

An Adam Sandler liegt es nicht, über weite Strecken ist sein Portrait eines zum ewigen Lustigsein verdammten Misanthropen eine seiner besten Rollen. Auch Seth Rogen (und seine Kollegen aus der Comedy-WG, Jason Schwartzman und Jonah Hill) macht nichts falsch, wenngleich eher hier zum x-ten Male einen ähnlichen Charakter spielt. Auch die Chemie zwischen den beiden Figuren ist nicht das Problem. Das Konzept als Ganzes geht nicht auf, lediglich einzelne Szenen stechen als gelungene Inseln aus den 150 Minuten Laufzeit heraus.

Die Einblicke in die Welt der Stand Up-Comedians, ihre ewige Jagd nach dem nächsten guten Witz und die Rivalität der einzelnen Künstler sind zuweilen erhellend. Und natürlich fallen dabei jede Menge Witze ab – aber ohne Überraschungseffekt, eher als Nebenprodukt der Story. Die wiederum ist insgesamt recht dünn, was nichts schlechtes heissen muss, viele Filme ohne herkömmlichen Plot machen mächig viel Spaß. Durch die Krankheit von Simmons ist hier jedoch ein klarer Rahmen vorgegeben, und die damit einhergehenden Konventionen wirken der an anderen Stellen vorherrschenden Anarchie entgegen.

Der spät einsetzende menschliche Reifungsprozeß von Simmons ist der Kern des Films, hier jedoch stimmt irgendwie das Timing nicht. Simmons wird noch einmal zum arroganten, kaltherzigen Heckenpenner, nachdem er eben jene Arroganz und Kaltherzigkeit eigentlich abgelegt hat. Die Szenen im Hause seiner Ex-Freundin sind nicht überzeugend, ebensowenig Simmons Reaktion auf Iras Verhalten in der Angelegenheit.

Trotz all dieser Schwächen ist “Funny People” kein schlechter Film geworden. Er ist meist  unterhaltsam, er ist mal rührend und mal komisch und nie wirklich schlecht. Am Ende bleibt allerdings die Frage nach dem “Warum?” unbefriedigend offen. Ein Film, der so offensichtlich was über das Leben und das große Ganze erzählen will, sollte ein bißchen mehr Tiefe und Scharfsinn aufweisen. Oder eben das Drama zurückfahren und den Humor für sich sprechen lassen.

3/5

Up (Oben)

Posted in Allgemein on Dezember 15th, 2009 by edzehard – Be the first to comment

Ich kann nicht ernsthaft behaupten, dass ich “Up” im Kino verpasst hätte. Auch wenn sie meist nett anzuschauen sind bin ich einfach kein großer Fan der Pixar-Filme, mit Ausnahme von “The Increbibles”. Und so ist es dann auch mit “Up”, ich habe sicher nicht gelitten bei diesem Film, aber Begeisterung ist auch was anderes…

Die Story geht gleich mit den besten Szenen los, in denen in Schnelldurchlauf die lange und glückliche Beziehung zwischen Carl und Ally Fredrickson gezeigt wird. Nur am Anfang, als die beiden sich als Kinder kennenlernen, sind Dialoge dabei. Der Rest ihres Lebens wird in einer Collage von alltäglichen Szenen und ihren gemeinsamen Erlebnissen geschildert, untermalt von einem pointierten Piano-Soundtrack.

Dann beginnt die eigentliche Geschichte des Films, von einem alten Griesgram (Carl), der sein Haus mit Hilfe von Heliumballons zum Flugobjekt umgebaut hat – um dann festzustellen, dass ein kleiner, dicker Pfadfinder-Junge versehentlich mit an Bord ist. Das Abenteuer der beiden spielt in einem fiktiven Teil Südamerikas und kreist um einen seltenen Laufvogel, ein Rudel sprechender Hunde und einen Wissenschaftler in seiner selbstgewählten Isolation.

Es ist nicht so, dass der Großteil des Films keinen Spaß machen würde. Die Animationen sind visuell großartig, es gibt immer was zu bestaunen und die Story geht flott voran. Doch bis auf ein paar leise Zwischentöne des herrlich grummeligen Carl ist das allermeiste eben doch für Kinder gedacht und unterscheidet sich nicht allzudeutlich von sonstigen Comics für Kids. Fans der Pixar-Schule sollte das nicht abhalten (hat es auch sicher nicht), aber für alle anderen kann das Kinojahr auch ohne “Up” komplett gewesen sein.

3/5