Kurzkritik: Hangman

Krimi, 2017

Regie: Johnny Martin; Darsteller: Al Pacino, Brittany Snow, Karl Urban

Worum gehts?

Zwei Cops und eine Reporterin jagen einen Serienkiller, der mit ihnen mit seinen Morden scheinbar irgendwas sagen will…

Was soll das?

Die Macher von „Hangman“ haben alle Zutaten für einen Serienkiller-Film, insbesondere eine fähige Besetzung – aber kein Rezept.

Taugt das was?

Leider gar nicht. Figuren, Setting und Story sind schwach, auch handwerklich (z. B. beim Schnitt/Anschluss) hat der Film Schwächen. Die in diesem Genre ohnehin immer arg strapazierte Glaubwürdigkeit des Geschehens ist hier ein Totalausfall, selbiges gilt auch für die ‚Aufklärung‘ des Falles und das noch zusätzlich hinten dran geklatschte zweite Ende.

Sonst noch was?

Warum Al Pacino hier mitspielt bleibt ein Rätsel. Natürlich werden ihm sicher nicht mehr allzu viele großartige Projekte angeboten…aber ist das ein Grund bei so einem Mist mitzumachen?

1/5

Kurzkritik: Bright (Netflix)

Fantasy/Action, 2017

Regie: David Ayer; Darsteller: Will Smith, Joel Edgerton, Noomi Rapace

Worum gehts?

In der Welt von „Bright“ leben Menschen, Orks und Elfen mehr oder minder friedlich zusammen. Cop Ward (W. Smith) bekommt in einem Pilotprojekt Ork Jacoby (J. Edgerton) als Partner zugeteilt. Während sich die beiden noch aneinander gewöhnen müssen, geraten sie in einen finsteren Plot – und ihre Gegner scheinen dabei auch aus den eigenen Reihen zu kommen…

Was soll das?

„Bright“ ist ein „Cop Movie“ und eine „Buddy Comedy“, angereichert mit Anteilen von Fantasy & Science-Fiction und jeder Menge Action. Das Ganze scheint Will Smith einigermaßen auf den Leib geschrieben, der hier ordentlich ballern und Sprüche klopfen darf.

Taugt das was?

Unterhaltsam und kurzweilig ist „Bright“ geworden, visuell gelungen und gut inszeniert. Die Story ist allerdings wenig originell, das Fantasy-Setting inklusive Sozialkritik zudem aus recht grobem Holz geschnitzt. Für den Neujahrsabend war „Bright“ keine so schlechte Wahl…

3/5

Meine Top 10 Filme des Jahres 2017

Auch wenn der Trend zu mehr Serien als Filmen anhält: Für eine Top 10 Liste, die sich nicht verstecken muss, reicht es auch dieses Jahr noch. Wie üblich ist mir auch viel entgangen, gegebenenfalls wird hier also noch mal nachgebessert…

  1. Blade Runner 2049
  2. Die Taschendiebin
  3. Magical Mystery
  4. Nocturnal Animals
  5. Get Out
  6. Personal Shopper
  7. Manchester by the Sea
  8. Moonlight
  9. Silence
  10. Hell or High Water

Nah dran an den Top 10: Wind River, Marjorie Prime, Logan Lucky, The Killing of a Sacred Deer

 

Kurzkritik: The Killing of a Sacred Deer

Drama/Mystery/Thriller, 2017

Regie: Yorgos Lanthimos; Darsteller: Colin Farrell, Nicole Kidman, Barry Keoghan

Worum gehts?

Herzchirurg Steven stellt seiner Frau und den beiden Kindern den ominösen Teenager Martin vor. Was harmlos beginnt nimmt bald eine überraschende Wendung, die mit Stevens Vergangenheit zusammenhängt…

Was soll das?

Je weniger man über „The Killing of a Sacred Deer“ weiss, desto besser. Zwischen Drama, Thriller und Horror entfaltet sich eine faszinierende Geschichte, bei der man hinterher fast zwangsläufig mal nach den zugrunde liegenden Mythen und Geschichten googelt.

Taugt das was?

Der Film lebt – neben den großartigen Darstellern – von seiner Spannung, die zunächst durch Atmosphäre, Stimmung und Setting erzeugt wird, bevor die (hier absichtlich verschwiegenen) Überraschungen der Story dem ganzen einen sehr speziellen Drive geben. Wer als Zuschauer nicht gern während des Films (und auch danach) über die Handlung rätselt, sollte hier lieber Verzicht üben. Alle anderen bekommen stark inszenierte, ungewöhnliche Kost geboten. Durchaus vergleichbar in dieser Hinsicht war zuletzt „Mother!“ (der noch etwas extremer ist), wobei mir dieser Film insgesamt mehr Spass gemacht hat.

4/5