Kurzkritik: 4 Blocks (Serie, TNT)

4 Blocks PosterEine Gangsterserie, die direkt vor meiner Haustür spielt – da musste ich natürlich zugreifen. Und es hat sich durchaus gelohnt, „4Blocks“ ist spannende Fernseh-Unterhaltung, wenn auch nicht ohne Schwächen.

Im Zentrum der Handlung steht der libanesische Clan der Hamadis, der das Drogengeschäft in Neukölln und Kreuzberg beherrscht. Als ein alter Bekannter wieder auftaucht und es Ärger mit der Konkurrenz aus dem Wedding gibt, spitzen sich die Dinge für Ali „Tony“ Hamadi und seinen jähzornigen Bruder Abbas zu…

Ich kann nicht beurteilen, wie glaubwürdig die Darstellung der Berliner Unterwelt ist, aber darum geht es auch nicht. „4 Blocks“ variiert recht gekonnt die Konventionen des Genres (etwa den Konflikt zwischen den „zwei Familien“ eines echten Gangsters), lässt es auch mal krachen und setzt vor allem auf Spannung. Die Darsteller haben mir gefallen, auch wenn man vielen anhören konnte, dass sie nicht aus dem gezeigten Milieu stammen (sie geben sich aber alle Mühe, und das zählt…).

Für meinen Geschmack ist die Handlung einen Tick zu krass auf Krawall gebürstet, während einige Figuren (und ihre Beziehungen untereinander) etwas am Reißbrett entworfen wurden. Unter dem Strich aber absolut lohnenswert für alle, die deutsche Krimi-Stories außerhalb des Tatort-Formats zu schätzen wissen. Vielleicht schafft es ja die bereits beschlossene zweite Staffel Handlung und Figuren noch etwas feiner auszugestalten…

 

 

 

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