Kurzkritik: „Trapped“ (TV-Serie)

Trapped PlakatDiese isländische Miniserie (vom ZDF mit dem bescheuerten Zusatz „Gefangen in Island“ versehen) erzählt vom Fund einer Wasserleiche in einer durch schlechtes Wetter von der Außenwelt abgeschnittenen Ortschaft im Südosten des Landes.

Die Ermittlungen leitet der bärbeißige Andri, ein Zugezogener, mit seinen beiden einheimischen Kollegen Hinrika und Asgeir. Die Spur führt zur im Hafen liegenden Passagierfähre, doch die Dinge werden bald kompliziert. So laufen im Ort Verhandlungen mit chinesischen Investoren, um einen großen Containerhafen im Ort zu errichten, ein Jahre zurückliegender Unfall (oder war es Mord?) scheint die Bewohner zu verfolgen, Menschenhandel ist auch im Spiel – und ein paar mehr Leichen kommen ebenfalls dazu…

Stimmungsvoll und angenehm frei von großer Action und Effekthascherei nimmt „Trapped“ sich für seine Geschichte und Figuren viel Zeit. Die isländische Natur ist dabei eine heimliche Hauptdarstellerin, die bereits im schicken Vorspann zu glänzen weiss.

Leider kann die Serie ihren Spannungsbogen über die fünf 90-minütigen Folgen nicht so ganz halten. Das Finale ist zwar durchaus logisch entwickelt, krankt aber am selben Problem wie einst die zweite Staffel von „True Detective“: Wer zu viele interessante – aber letztlich falsche – Fährten legt, läuft Gefahr sein Publikum zu enttäuschen. Und genau so ging es mir hier.

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