Filmkritik: The Gunman

The Gunman FilmplakatDrama/Thriller, USA/UK/SP/FR 2015

Regie: Pierre Morel; Darsteller: Sean Penn, Jasmine Trinca, Javier Bardem, Ray Winstone, Idris Elba

Der „lonesome hitman“ ist spätestens seit Alain Delon in „Der Eiskalte Engel“ eine Ikone des modernen Genre-Kinos. Zuletzt haben sich u.a. Denzel Washington („The Equalizer“) und Keanu Reeves („John Wick“) in der Rolle ausgetobt, 2011 war in „Colombiana“ mal eine Frau (Zoe Saldana) zu sehen. Mit „The Gunman“ verewigen sich nun Sean Penn und Regisseur Pierre Morel („Taken“) in einem recht fahrigen Beitrag zum Kanon.

Die Story beginnt im Kongo anno 2006 und springt dann in die heutige Zeit, mit Schauplätzen in London, Barcelona und Gibraltar. Penn spielt den als Entwicklungshelfer getarnten Killer/Söldner Terrier, der über einen heiklen Auftrag seine große Liebe Annie aufgeben muss. Als seine Vergangenheit Terrier schließlich einholt gerät auch Annie in die Schusslinie.

„The Gunman“ läuft weitgehend vorhersehbar nach Schema F ab. Es ist zwar viel Bewegung drin, doch die recht lieblos geschriebenen Figuren (Annie ist reine Ausstattung, die meisten anderen sind Stereotype) machen es dem Publikum schwer, dem Geschehen echte Bedeutung beizumessen. Das aber wäre angesichts fehlender sonstiger Alleinstellungsmerkmale dringend nötig gewesen.

Sean Penns Visage ist wie gemacht für die Rolle als melancholischer Ex-Killer, der wider Willen alte und neue Feinde bekämpfen muss. Mit Javier Bardem, Ray Winstone und Idris Elba hat er zudem hochkarätige Unterstützung. Doch das ändert nichts an dem insgesamt zu lauen Plot, der echte Spannung weitgehend vermissen lässt. Kein ganz schlechter Film, aber einer, den man sofort wieder vergessen kann und sollte.

2/5

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